LGBT-Rechte: Deutschland, Österreich und Schweiz nur Mittelmaß

Am 17. Mai wird alljährlich der Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie begangen, um auf die Löschung von Homosexualität aus dem Krankheitenkatalog von psychischen Erkrankungen der WHO am 17. Mai 1990 zu erinnern und sichtbar gegen Homophobie/Transphobie aufzutreten. Anlässlich dieses Datums hat ‚ILGA Europe‘ die ‚Rainbow Map 2013‘ veröffentlicht, um den Schutz, die Gleichstellung und Anerkennung von LGBTs in 49 europäischen Staaten transparent und im Überblick darzustellen.

Nachdem im deutschsprachigen Raum die konservativen Kräfte in den vergangenen Jahren „erfolgreich“ die weitere Gleichstellung und einen noch besseren Schutz von LGBTs verhindert haben, ist es wenig verwunderlich, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz die LGBT-Rechte nur mittelmäßig gewahrt sind.

DACH-Raum nur Mittelmaß

Aber auch in Mitteleuropa in Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht noch großes Verbesserungspotential bei der Anerkennung und dem Schutz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und transidenten Personen. So belegt die Schweiz gar nur Platz 23 von 49 untersuchten Ländern.

Die Alpenrepublik Österreich liegt etwas besser und belegt in der „ILGA-Europe“ „RainbowMap 2013“ Platz 15. Gerade bei Gesetzen und Richtlinien gegen Diskriminierung ortet „ILGA-Europe“ enormen Aufholbedarf, ebenso wie beim Schutz vor Hassreden/-verbrechen. Ebenfalls verdeutlicht die Aufstellung, dass die Republik Österreich Regenbogenfamilien nicht in dem Maße anerkennt, wie dies der Fall sein müsste.

Den ersten Platz im DACH-Raum und dennoch nur Mittelmaß belegt die Bundesrepublik Deutschland. Deutschland wird im europäischen Vergleich nur schlechter 12. Auch hier besteht großer Aufholbedarf beim Schutz vor Hassreden/-verbrechen, sowie bei Gesetzen und Richtlinien gegen Diskriminierung.

UK Vorzeigeland, Russland besonders LGBT-feindlich

Anders als Deutschland, Österreich und die Schweiz hat Großbritannien, das im europäischen Vergleich Platz 1 belegt, die größte Gleichstellung und Anerkennung sowie besten Schutz von LGBTs vorzuweisen. Großbritannien erreicht auf der Skala der „RainbowMap 2013“ 77 %.

Auf den Plätzen folgen die skandinavischen Länder Norwegen und Schweden sowie die beiden Länder Portugal und Spanien auf der iberischen Halbinsel.

Im europäischen Vergleich steht es – wenig überraschend – in den osteuropäischen Staaten besonders schlecht um LGBT-Rechte. In Russland, wo ein landesweites Verbot von „Homosexuellen-Propaganda“ droht (thinkoutsideyourbox.net berichtete), sind LGBTs Gefahren, Diskriminierung, mangelnden staatlichen Schutz und wenig bis keiner rechtlichen Anerkennung ausgesetzt.

Link: ILGA Europe

(Grafiken: ILGA Europe)
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