Interview mit Mario Schönherr, Pink Lake Festival

Mario Schönherr, Pink Lake Festival

Von 24. – 27. August 2017 findet in Velden am Wörthersee wieder das beliebte PINK LAKE FESTIVAL statt. Diesmal bereits zum 10. Mal – ein Grund zum Feiern! Veranstaltet wird der Event gemeinsam mit der Wörthersee Tourismus GmbH. Wir haben uns dazu mit Mario Schönherr unterhalten, der für die Presse und Kommunikation rund um das Pink Lake Festival zuständig ist. 

thinkoutsideyourbox: Hallo Mario. Schön, dass du dir für unsere Leser Zeit nimmst, um einen kleinen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Wir sind ja bereits seit 10 Jahren große Fans und seit der ersten Ausgabe dabei. Wie ist das Pink Lake Festival eigentlich entstanden? Wessen Idee war der Event?

Mario Schönherr: Ich bin ja selbst erst seit einem Jahr aktiv in das Projekt eingebunden, freu mich aber schon jetzt wieder ungemein auf das PINK LAKE FESTIVAL 2017. Natürlich wollen wir versuchen, heuer zum 10jährigen Jubiläum eine ganz besondere Atmosphäre zu schaffen, ein wenig an die letzten 10 Jahre erinnern, aber auch schon nach vorne blicken, wohin sich das PLF in den nächsten 10 Jahren entwickeln sollte. Die Idee von Michael Drescher und Jeffrey Wahl (Agentur Communigayte / DW&T) hat sich ja über die Jahre prächtig entwickelt und  jedes Jahr auf´s Neue die Stammgäste und dazugekommene Teilnehmer aus vielen Ländern begeistert.

thinkoutsideyourbox: Ursprünglich war das Pink Lake Festival in den ersten Jahren ja in Pörtschach. Warum der Wechsel nach Velden?

Mario Schönherr: Es ist bei uns am Wörthersee nicht selten, dass sich Veranstaltungsorte von Events austauschen. Da spielen viele Faktoren mit. Großteils infrastrukturelle Möglichkeiten, die einem Event – gerade wie beim PLF – die Möglichkeit geben müssen, organisch zu wachsen. So ist es auch zwischen Pörtschach und Velden geschehen.

thinkoutsideyourbox: Velden ist für die Austragung ein idealer Ort. Die Kombination „Urlaub“ und „Party“ gefällt den meisten. Waren die Einheimischen auch von Anfang an begeistert? Oder gab/gibt es da auch kritische Stimmen?

Mario Schönherr: Grundsätzlich spüren wir in Velden sowohl bei den Hotels und der Gastronomie, als auch bei den Einheimischen eine sehr positive Stimmung gegenüber dem PLF. Velden gilt ja als sehr richtungweisend in vielen Dingen und so passt ein LGBTQ-Thema auch gut in den Ort. Wie überall und bei jedem Event findet man auch hier ein paar vereinzelte Skeptiker, die aber meistens selbst offenbar noch nie diese wunderbare positive Stimmung und Lebensfreude im Rahmen des PLF erlebt haben. 

thinkoutsideyourbox: Würdest du uns ein wenig Einblick in die Zahlen geben? Wie viele Personen besuchen das Pink Lake Festival und welche Umwegrentabilität¹ bedeutet das für Velden?

Mario Schönherr: Über konkrete Zahlen zu sprechen ist immer etwas schwer, zumal wir ja aus Datenschutzgründen nicht Einblick in alle Daten haben. Wir wissen jedoch, dass sich die PINK LAKE-Fangemeinde vorwiegend im Großraum Velden in allen erdenklichen Unterkünften einquartiert, sehr gerne aber auch die gastronomischen sowie Freizeitangebote in Anspruch nimmt und generell als sehr konsumfreudige Zielgruppe auftritt. Wir erkennen heuer einen neuerlichen Zuwachs beim Verkauf der Tickets (jetzt bereits fast 800 verkaufte Kombi-Tickets!) und werden sicher auch im Bereich der Tagestickets zulegen. Während des Festivals liegen wir bei ca. 2.500 Übernachtungen/Hotelzimmer und viele (Stamm-)Gäste reisen schon ein paar Tage vor dem Festival an und oft auch erst ein paar Tage später wieder ab.

thinkoutsideyourbox: Kritiker behaupten immer wieder, die schwule Zielgruppe muss als Lückenfüller für die schwachen Saison-Wochen herhalten. Was bringst du denen entgegen?

Mario Schönherr: Das kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Speziell der Zeitraum Ende August ist „Prime-Time“ am See und gilt absolut nicht als schwache Zeit. Das merken wir daran, das wir in dieser Periode immer definitiv zu wenig freie Gästebetten haben und noch viel mehr brauchen könnten. Der August-Termin wird von uns dahingehend gewählt, da wir wissen, dass wir witterungstechnisch sehr stabil sind, der See sehr warm ist und mit dem PINK LAKE FESTIVAL einen schönen Abschluss zur Partysaison am See setzen wollen, die ja z.B. Anfang Juli mit der Fete-Blanche beginnt. 

thinkoutsideyourbox: 10 Jahre Pink Lake Festival. Unglaubliche Leistung und konstante Qualität. Was dürfen die Besucher zu diesem Geburtstag erwarten?

Mario Schönherr: Wie wir aus den Gästebefragungen der letzten Jahre erfahren haben, bietet das Pink Lake Festival mit dem täglichen Beach-Club, der Party-Trilogie (Trachtenabend, Club-Night in der Fabrik und Boat Cruise Party) sowie Zusatzangeboten am Tag und in der Nacht ein sehr rundes und abwechslungsreiches Programm. Daher war es uns wichtig und auch der überwiegende Gästewunsch (!), das Gesamtkonzept so beizubehalten und falls nötig und möglich, lieber jeden einzelnen Tag im Detail zu verbessern und qualitativ zu stärken. Ein etwas verändertes Format erfährt der Donnerstag Abend: Beim großen Opening am Gemonaplatz wird der Titel auf „Almdudler Almrausch Party“ geändert. Hier freuen wir uns, dass sich unser treuer Partner Almdudler mit uns zusammengesetzt hat und wir darüber nachgedacht haben, wie wir die bisherige Trachtenparty noch weiter optimieren können. Anleihe dazu nahmen wir uns vom erfolgreichen Almrausch-Konzept aus Kitzbühel und bieten so die „pinke Edition“ zum Kitzbühel-Event in Velden. Ein neuer Hauptact – die Band „Stockhiatla“ – sowie eine stimmungsvolle Mitternachtseinlage direkt am Wasser runden den Donnerstag ab. Neu ist auch, dass es ab Mitternacht in den Lokalen von Velden weitergeht mit dem „Almrausch“.

thinkoutsideyourbox: Leser erzählen uns, es ist schwierig in diesem Jahr noch Zimmer zu bekommen. Aus der Gerüchteküche hört man, dass zum gleichen Zeitpunkt auch ein Kongress stattfinden soll. Auch auf Buchungsplattformen sind die Zimmer rar. Wohin können sich Spätentschlossene noch wegen leistbarer Zimmer wenden?

Mario Schönherr: Auf der Webseite woerthersee.com findet man einen Suchen/Buchen-Button in dem die freien Zimmerkontingent der gesamten Region abgebildet sind. Einfach reinschauen und buchen. Hier findet man Angebote aus allen Kategorien. 

thinkoutsideyourbox: Blicken wir zum Schluss noch in die Zukunft. Kann der Event eigentlich noch wachsen? Der Sol Beach Club ist ja meist sehr voll. Würde es hier noch eine größere Location geben? Wo siehst du das Pink Lake Festival in den nächsten Jahren?

Mario Schönherr: Da gibt es bereits einige schon sehr konkrete Ideen für die nächsten Jahre. Aber heuer wollen wir uns alle sehr gerne auf das 10. Jubiläum konzentrieren. Danach werden wir wieder gemeinsam mit unseren Festival–Partnern Jeff & Micha das diesjährige Festival und die Gäste-Resonanz genau analysieren und daraus dann Schlüsse für die Zukunft ziehen. Das hat sich bisher immer bewährt und soll auch weiterhin so gehalten werden.

Siehe dazu auch den Artikel 10 JAHRE PINK LAKE FESTIVAL AM WÖRTHERSEE

¹mit einem Projekt verbundene indirekte Einnahmen (Duden)

Noch kein Kommentar

Add yours

*