Homosexualität: 20 Jahre keine Krankheit mehr (doch immer noch ein weiter Weg)

Am 17. Mai findet auch heuer wieder der „International Day Against Homophobia statt“. Lesben, Schwule und Transgender Personen sind weltweit in unterschiedlichem Ausmaß von Homophobie betroffen. Die Spanne reicht von Verfolgung und Todesstrafe in einigen Staaten, über gesellschaftliche Ächtung bis hin zur Verweigerung der rechtlichen Gleichstellung. Doch wieso gerade der 17. Mai? Eine Betrachtung der Situation von Lesben, Schwulen und Transgender in Österreich. Wieso die römisch-katholische Kirche intolerant ist und die Politik in Österreich mutlos.

Der 17. Mai wurde aus einem ganz bestimmten Grund gewählt. Am 17. Mai 1990 fällte die WHO (die Weltgesundheitsorganisation) eine längst überfällige Entscheidung. An diesem Tag wurde entschieden, dass Homosexualität keine psychische Krankheit ist. Seither gilt dieser Tag als internationaler Tag gegen Homophobie.

Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen

Doch auch 20 Jahre später stellt sich die Situation von Lesben und Schwulen vielfach wenig erfreulich dar. Noch immer droht Lesben und Schwulen in einigen Staaten die Verfolgung und sogar die Todesstrafe. Beispiele für diese Länder sind der Iran, der Jemen, der Sudan oder Saudi-Arabien.

Doch selbst in zahlreichen europäischen Staaten kämpfen Lesben, Schwule und Transgender gegen Diskriminierung und offen zur Schau getragener Homophobie. Erst kürzlich musste der Baltic Pride in Litauen von einem massiven Polizieiaufgebaut vor homophoben Gewaltübergriffen von GegendemonstrantInnen geschützt werden. Doch selbst der Staat Litauen „kämpft“ gegen das Einfordern von Rechten von Lesben, Schwulen und Transgender Personen. So wurde in Litauen zunächst der Baltic Pride verboten bzw. einige Monate zuvor ein Gesetz verabschiedet, das die „positive Darstellung“ von Homosexualität verbietet. Damit wird Homosexualität aus der Öffentlichkeit verbannt.

Wenig anders die Situation im östlichen Nachbarland Österreichs. So hat ein führender Politiker einer Regierungspartei damit gedroht, Lesben und Schwule persönlich am CSD Bratislava zu bespucken.

Doch grundsätzlich können sich Lesben, Schwule und Transgender in Europa „glücklich schätzen“, zumindest in einigen Ländern zuminst rechtlich gleichgestellt zu sein. Einige EU-Staaten haben die Ehe geöffnet bzw. stehen kurz davor. In zahlreichen anderen Staaten gibt es ein eigenes Partner_innenschaftsgesetz und -modell. (siehe Bild rechts – Quelle: Wikipedia unter GNU-/CC-Lizenz)

Römisch-katholische Kirche verbreitet Intoleranz (und Homophobie)

Papst Benedikt XVI sprache Anfang 2010 von einer Gefahr für die Schöpfungsordnung wenn Lesben und Schwule rechtlich gleichgestellt werden. Wörtlich meinte er:

Bei unserer weiteren Reflexion ist es notwendig auf die Komplexität der Umweltproblematik einzugehen; man könnte von einem Prisma mit vielen Seiten sprechen. Die Geschöpfe unterscheiden sich voneinander und können geschützt oder im Gegenteil auf verschiedene Weisen in Gefahr gebracht werden, wie es unsere alltägliche Erfahrung zeigt. Einer dieser Angriffe erfolgt durch Gesetze oder Projekte, die im Namen des Kampfes gegen die Diskriminierung die biologische Grundlage der Unterscheidung der Geschlechter anzutasten versuchen.

Dies war nicht die erste Entgleisung des derzeitigen Papstes. Schon im Jahr 2008 zog Benedikt einen indirekten Vergleich von Lesben und Schwulen und CO2-Emmissionen.

Doch mittlerweile ist die Kirche nicht nur bei menschenverachten Aussagen geblieben. In den USA hat sich die römisch-katholische Kirche in Erpressungsversuchen versucht. So wurden Sozialeinrichtungen (Obdachlosenheim) geschlossen, nachdem in Washington die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet wurden. Hier wurden die sozial Schwächsten von der Kirche einfach auf die Straße gesetzt.

Auch in Litauen hetzte ein Kirchenvertreter gegen Lesben und Schwule. Kardinal und Erzbischof von Riga (Lettland), Janis Pujats, forderte 2007 die Wiedereinführung der Gefängnisstrafe für Homosexuelle. Im Jahr 2009 sprach er Lesben und Schwule die Menschenrechte ab, sowie billigte er Gewalt gegen homosexuelle Menschen.

Die erzkonservative Pius-Bruderschaft (von Papst Benedikt XVI wieder in die Kirche aufgenommen) ging noch einen Schritt weiter und setzte Homosexualität mit einer Straftat gleich oder wurde ein Vergleich mit dem Nationalsozialismus gezogen. So hieß es:

„Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: ‘Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!’. Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!

In guter Erinnerung ist auch noch der verhinderte Linzer Bischof Gerhard-Maria Wagner. Dieser bezeichnete Homosexualität als nicht normal.

Situation von Lesben und Schwulen in Österreich

Aber auch in Österreich kämpfen Lesben, Schwule und Transgender noch immer mit (bzw. gegen) zahlreichen Vorurteilen, Vorbehalten und für die rechtliche Gleichstellung. Zwar trat mit 1.1.2010 das Bundesgesetz zur Eingetragnen Partnerschaft in Kraft, das Lesben und Schwulen eine rechtliche Grundlage zur Absicherung ihrer Partner_innenschaft bietet. Von einer Gleichstellung kann jedoch in keinster Weise gesprochen werden – zu groß sind teilweise wahllose Ungleichstellungen zur (heterosexuellen) Ehe.

Monatelang weigerte sich beispielsweise das Innenministerium von Maria Fekter (ÖVP) Entscheidungen des Höchstgerichts umzusetzen. Wider anderer Richtersprüche verlangte das Ministerium weiterhin eine Zwangsoperation (Geschlechtsanpassung) bei Transgender-Personen, die ihr Geschlecht am Papier ändern lassen wollten.

Zwar haben Lesben und Schwule seit einigen Monaten erstmals eine rechtliche Möglichkeit geboten zur Registrierung der Partner_innenschaft erhalten, doch zahlreiche Kreise wettern nachwievor in regelmäßigen Abständen gegen Lesben, Schwule und Transgender.

Im Jahr 2009 gab es einen neuen Höhepunkt an Hetze gegen homosexuelle Menschen und die erneute Forderung nach fortgesetzter Diskriminierung von Lesben und Schwulen. Bereits im Jahr 2008 äußerte sich HC Strache, Obmann der rechtspopulistischen FPÖ, zu Homosexualität und der Diskussion rund um die Einführung einer Eingetragenen Partnerschaft:

“Wir brauchen in Österreich keine Förderung von Beziehungen nur aufgrund der Sexualität. Ich bin Katholik und Christ, auch die Kirche spricht von der Krankheit Homosexualität!“

Auch bei der Diskussion im Nationalrat zur Eingetragenen Partnerschaft war von der Rechtsaußenfraktion viel „Qatsch“ zu hören. Ähnliches wurde mehrfach auch der heurigen Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara „Kellernazi“ Rosenkranz vertreten. FPÖ-Familiensprecherin Kitzmüller sprach gar von einer „gefährlichen Entwicklung“. Und auch die Landes-FPÖ Burgenland wettert gegen die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen. Die Landesorganisation sieht darin gar eine Gefahr für die heterosexuelle Familie. Und für den FPÖ EU-Parlamentarier Andreas Mölzer wäre ein schwuler Sohn „eine Katastrophe„.

Im Jahr 2010 kandidierte neben Rosenkranz noch ein weiterer Kandidat für das „höchste Amt“ im Staat, der in Homosexualität eine Verirrung und eine Gefahr für die Gesellschaft sieht, Dr. Rudolf Gehring. So meinte Gehring zu Homosexualität im Wahlkampf 2010:

“Homosexualität ist eine Verirrung. Ich habe vor jedem, der sich homosexuell fühlt, Respekt. Da Homo-Ehe oder Adoptionsrecht abzuleiten, das passt nicht. Im Glauben gibt es einen Weg, wo sie zurückfinden können. Erfahrungsgemäß fühlen sich diese Menschen selbst nicht sehr wohl.”

Gehrings „Christliche Partei Österreichs“ hat mehrfach massiv gegen Lesben und Schwule gewettert. Sie riefen 2009 zu einer E-Mailkampagne auf, dass BürgerInnen eine E-Mail an Politiker_innen schicken sollen, um gegen den falschen Weg zu protestieren. Auch andere Vertreter der CPÖ hetzten gegen Lesben und Schwule und betrieben offen Homophobie. So hieß es auf Flyern „Homo-Lebensstil = tödlich“ oder wurde von einem CPÖ-Kandidaten die Forderung aufgestellt, dass in seiner Gemeinde „keine Homosexuellen sein dürfen“.

Außerdum wurde in Homosexualität eine Gefährdung für die Gesundheit gesehen und dies mit pseudowissenschaftlichen (und falschen) Fakten dargelegt und mit einer Abkehr von Gott mitbegründet.

“Homosexualität ist nicht nur seelische Zerstörung, sondern auch aus medizinischer Sicht sehr gesundheitsgefährdet; und das bestätigt die Medizin selbst! Das alles mutigt Menschen, um bei Minderjährigen Gewalt anzuwenden; z.B.: Phedophile. Dies ist ein paradox; auf einer Seite erlaubt die Politik, unter der falschen Interpretierung von Menschenrechte, solche Dinge und auf anderer Seite; wenn ein Mensch abhängig wird, und entführt Kinder, dann wird er verurteilt; von hier entstehen Phedophile! Homosexualität entsteht nicht durch Genen, sondern durch die Ignorierung Gottes Wort in der Tat! Seit hunderten von Jahren wurde kein Medikament entwickelt gegen so etwas (…)”

Eine Begründung für ein beispielsweise höheren Suizidrisiko bei jungen Homosexuellen wurde stillschweigend „vergessen“. Tja, liegt der Grund laut einer Studie bei dieser offen zur Schau getragenen Ablehnung und Hetze gegen Lesben und Schwule.

Doch selbst in der Regierungspartei ÖVP herrschen viele Vorurteile vor. Lesben und Schwulen wurde ein Mindestmaß an Gleichstellung gewährt, aber gleichzeitig versucht, die Würde im EPG zu nehmen: Standesamt sollte vermieden werden, „verpartnerte“ Lesben und Schwule haben keinen Familiennamen mehr und das Adoptionsrecht wurde überhaupt gleich gänzlich verboten.

In der ÖVP haben in der Vergangenheit mehrfach prominente Persönlichkeiten ihre ewiggestrigen Ansichten nach außen getragen. Beispielhaft sei hier ÖVP-Nationalratsabgeordneter  Nikolaus Prinz genannt, der 2009 meinte:

“Die Natur hat’s nicht so eingerichtet.”

Wenn schon nicht von so manchen PolitikerInnen zu erwarten, sollte wenigstens von einer Justizministerin erwartet werden, dass sie sich dafür eintritt, dass alle Menschen vor dem Gesetz völlig gleichgestellt sind. Nicht so die von der ÖVP nominierte Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, die meinte:

Nur eine ungerechtfertigte Ungleichheit sollte geahndet werden.

Mit dieser Aussage hat sich die Justizministerin grundlegend disqualifiziert. Lesben, Schwule und Transgender dürfen also in den Augen von Bandion-Ortner bestimmte Rechte vorenthalten werden…

Gesellschaftspolitische Verantwortung

Dabei müsste die Politik gerade bei dieser Thematik ihre gesellschaftspolitische Verantwortung wahrnehmen und Mut zeigen. Mut zur völligen Gleichstellung. Mut zu sagen, dass Homosexualität völlig normal und eine gesunde, natürliche sexuelle Orientierung ist. In Österreich ist es leider nur bei einer politischen Minderheit möglich, dass diese es ohne „Bauchweh“ sagt.

Zwar wird häufig argumentiert, dass Lesben und Schwule nicht mehr diskriminiert werden, doch gleichzeitig kämpfen Lesben und Schwule tagtäglich mit Vorurteilen, offen zur Schau getragener Homophobie und teilweise Gewalt gegen ihre Person. Gerade unter Jugendlichen gibt es massiven Aufklärungsbedarf, doch Homosexualität wird kaum thematisiert. Es ist daher wenig verwunderlich, dass viele Jugendliche mit Vorurteilen agieren. Eine deutsche Doku unter dem Titel „Schwule Sau – Der neue Hass auf Homosexuelle“ hat dies drastisch gezeigt. Es ist daher mehr als nur fahrlässig, dass die Politik viel zu wenig unternimmt.

IDAHO-Day: Für Sichtbarkeit des Kampfs gegen Homophobie

Solange die Politik nicht begreift, wie wichtig es ist, dass Lesben, Schwule und Transgender rechtlich gleichgestellt sind und klar gemacht wird, dass Homosexualität nicht „seltsam“, „unnatürlich“ oder „krank“ ist, braucht es den täglichen Kampf für Akzeptanz, Toleranz und Weltoffenheit. Tage wie der „International Day Against Homophobia“ (IDAHO) machen dieses Bemühen sichtbar. Heuer mit einem Kiss-In in zahlreichen Städten weltweit.

Denn für Teile der Gesellschaft ist Homosexualität nach wie vor „nicht normal“, doch dabei geht es doch nur um eines: Liebe.

(Titelbild: Flickr – maxintosh – CC-Lizenz BY-2.0)

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21 Kommentare

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  1. www.erstaunlich.at 12 Mai, 2010 at 22:30

    Deine sexuelle Orientierung in allen Ehren. Allerdings einen Säugling mit einem Armband mit der Aufschrift „Homosexuell“ als Werbung für Homosexualität abzubilden, ist für mich Kindesmissbrauch.

    Ich weiß nicht wie Du zu diesem perversen Werbefoto stehst, allerdings sollte sich jeder anständige Mensch, egal welche sexuelle Orientierung er/sie hat, von diesem Sujet distanzieren.

    Allerdings hat mich dieses Foto zu einem Beitrag inspiriert, den ich demnächst bringen werde.

    Eine persönliche Frage: glaubst Du das der Säugling eine Wahl (Choice) hatte, so abgebildet zu werden?

  2. thinkoutsideyourbox.net 12 Mai, 2010 at 22:49

    Was meinst du mit Werbung für Homosexualität? Das ist Nonsens, sorry.

    Wäre es für dich Kindesmissbrauch, wenn auf dem Armband „heterosexuell“ stehen würde? Ich nehme mal an, nicht. Ich erkenne an diesem Sujet nichts verwerfliches. Mensch sucht sich die sexuelle Orientierung nicht aus und das ist die unmissverständliche Message bei diesem Sujet.

    Aber zu deiner Beruhigung: Es gibt von dieser Webseite auch eine weitere Sujetreihe mit „mutmaßlich heterosexuell“ und „mutmaßlich homosexuell“

  3. xyz 13 Mai, 2010 at 10:23

    Ja Herr Admin es wäre für Sie vermutlich auch nicht verwerflich wenn auf dem Armband „pädophil“ stehen würde!

  4. www.erstaunlich.at 13 Mai, 2010 at 20:06

    ZITAT:
    Aber zu deiner Beruhigung: Es gibt von dieser Webseite auch eine weitere Sujetreihe mit “mutmaßlich heterosexuell” und “mutmaßlich homosexuell”
    ZITATENDE:

    Ich vermute es war diese Frage. Ich halte diese Leute für pervers und kopfkrank. Das gilt für alle Aufschriften, welche diese den Babys umhängen und daher für sexuelle Werbung missbrauchen. Ich hoffe dass ich nun Deine Frage beantwortet habe.

  5. www.erstaunlich.at 13 Mai, 2010 at 21:19

    ZITAT:
    Wäre es für dich Kindesmissbrauch, wenn auf dem Armband “heterosexuell” stehen würde?
    ZITATENDE:

    Definitiv JA.

    Allerdings scheinen es Heteros nicht notwendig zu haben, Säuglinge
    zwecks Werbung für ihre sexuelle Ausrichtung zu missbrauchen.
    Ein derartig perverses Sujet habe ich bisher nur bei Homosexuelle gesehen.

  6. thinkoutsideyourbox.net 13 Mai, 2010 at 20:20

    Konkret ging es um diese Frage:

    Wäre es für dich Kindesmissbrauch, wenn auf dem Armband “heterosexuell” stehen würde?

    Wenn ich mir deinen Beitrag durchlese, dann komme ich zum Schluss, dass du bei einer Aufschrift „heterosexuell“ viel weniger Probleme hättest. Aber ok. Außerdem arbeitest du genau all die Vorurteile und Vorbehalte heraus, die es gilt, abzubauen.

    Letztlich geht es bei diesem Sujet nicht darum, dem Baby irgendeinen Stempel aufzudrücken oder für die Bewerbung einer sexuellen Orientierung zu missbrauchen, denn dies wird durch den Slogan deutlich. Viel mehr behaupten doch tatsächlich viele Menschen, dass man sich es „aussucht“ lesbisch oder schwul zu sein. Das ist nonsens und wird von dem Plakat thematisiert, dass dem schlichtweg nicht so ist. Du hast dir ja deine sexuelle Orientierung auch nicht ausgesucht.

  7. thinkoutsideyourbox.net 14 Mai, 2010 at 06:03

    Tut mir leid, aber in Anbetracht deines Beitrages glaube ich dir das nicht.

    In meinen Augen willst du den eigentlichen Sinn des von dir kritisierten Plakates (bewusst) nicht erkennen. Dabei ist dieser deutlich. Auch wenn du immer wieder deine (falsche) Interpretation darlegst – es ist keine Werbung für eine sexuelle Orientierung. Es ist eine Werbung/Klarstellung, dass mensch sich die sexuelle Orientierung nicht aussuchst – egal ob hetero-, homo- oder bisexuell.

  8. Jasmin 14 Juli, 2010 at 15:35

    Lieber Admin,

    ich finde den Artikel gut. Es ist eine Schande, wie unsere Gesellschaft teilweise in der heutigen Zeit noch mit homosexuellen Menschen umgeht (ich bin nicht homosexuell, nur damit hier nicht wieder der Eindruck entsteht, nur homosexuelle Menschen würden solche Artikel gutheißen).
    Auch an dem Babybild sehe ich keinerlei Anstoß. Die Medizin ist mittlerweile so weit, dass nachgewiesen werden kann, dass Homosexualität in bestimmten Fällen schon im Mutterleib entsteht (Hormone, etc., nähere Erklärungen würden hier den Rahmen sprengen).

    Lasst euch nicht unterkriegen!

  9. Mirjam 5 März, 2011 at 23:53

    Lieber Admin, ich finde deinen Text super und das Werbebild in keinster weise abartig.
    Es ist doch immer wieder erschreckend wie primitiv manche Menschen doch sind!!!!Schließlich leben wir im 21.Jahrhundert aber ein großer Teil der Bevölkerung ist wohl irgendwo im Mittelalter hängengeblieben.
    Einem Mann wie Guttenberg wird vorgeworfen er sei ein schlechter Politiker,weil er in seiner Doktorarbeit keine Quellen angibt,aber Politikern die uns(also einen Teil der Menschheit)unterdrücken,weil sie einfach nicht damit klarkommen,dass es auch Menschen gibt die „anders“sind wird zugestimmt…?!?
    Meiner Meinung nach ist das ein Zeichen ihrer Verzweiflung darüber,dass
    es auch Menschen gibt die nicht in ihr primitives,konservatives Schema passen…
    Ich finde schon die „Gleichstellung“ von homosexuellen und heterosexuellen ist eine Art von Diskiminierung.Schließlich ist Mensch Mensch ob homo oder hetero…
    Wir werden uns schon durchsetzten…
    Ich werde das zumindest in meinem Umfeld.

    Vlg Mirjam

  10. Mirko 23 Juni, 2016 at 06:37

    Boa, was für ein Artikel…! Ich würde den Admin zu gern mal interviewen.
    Nun, ich gebe zu dass dieses Thema ein aufschäumendes ist. Jedoch sollten wir uns damit befassen, uns nicht gegenseitig die Köpfe einzuhauen. Sicher hat jeder sein Bedürfnis – Liebe. Egal ob Homo, Bi oder Hetero. Das beweist mir wieder dass wir doch alle gleich sind – nämlich doch von der gleichen Erde. Oder hat hier schon jemand eine zweite gesehen…? Dann kommen die Homosexuellen daher…?
    Es ist egal. Wir sollten doch alle dafür kämpfen dass wir zu einer Gattung gehören – Mensch. Homosexuelle gehen genau die gleichen Lebenswege wie Heteros. Sie gehen ihren Pflichten nach, zahlen Steuern, sind sogar gläubig, haben ihre Alterserscheinungen, ihre Fragen, sind sogar erfolgreich, wollen einen Partner an der Seite wissen, den sie lieben und ehren, achten können und und und. Warum sollen sich Homosexuelle dann nicht auch in die Gesellschaft intigrieren können…? Sie sind mit rund 24,8 Prozent (%) am Wirtschaftswachstum beteiligt (2012), sie geben rund 1,2 Milliarden Euro für alle möglichen Dinge des Lebens aus (Lifestyle, Essen, Trinken, Tabak, Spielwaren, Reisen, Mode, Kunst und Kultur, etc.), Im Gesamt-EU-Raum sogar erheblich mehr. Etwa 42 % der Männer in Deutschland gaben im Jahr 2014 an, wenigstens Neugier zum gleichen Geschlecht zu haben, bei den Frauen waren es sogar noch 2-3 % mehr. Rein Homosexuell leben in Deutschland knapp 1,4 Millionen Menschen. Offiziell bekannt (im Jahr 2014). Die Dunkelziffer soll nach Angabe des Statistischen Bundesamtes für Bevölkerungsentwicklung noch viel höher sein. Ergo 2,8 Millionen. Zwar wirkt die Zahl von 1,4 Millionen Homosexuellen gering. Wenn ich aber mal den öffentlich Befragten glauben schenken darf, bedeutet das, dass es schon weit mehr Menschen sind, die wenigstens bisexuell sind. Im Übrigen wurden rund 25.000 Männer und Frauen im Alter von 18 bis 50 Jahren dazu befragt. Klar klingt das alles sehr statistisch.
    Nun gut. Ich bin Autor/Schriftsteller und bin aus diesem Grund viel an Recherchen und Interviews zugegen. Eben weil ich mir schon vor Jahren die Frage gestellt habe: „WARUM ICH…?“. Mein Vater war konservativ, meine Mutter sprang auf den Zug mit auf, meine Familie war gänzlich geschockt, als sie von mir erfuhren dass ich Homosexuell bin. Ich sehe das Problem aber nicht in der Bevölkerung. Sondern eher in der Kirche (auch in jeder Religion) mit Ausnahme der Orthodoxen Glaubensgemeinschaft (vorsichtig mit vorgehaltener Hand). Und die Angst der Eltern, die ja Kinder in die Welt setzten damit diese den Familienstand fortführen. Bei mir war aber niemand in meiner Familie Schuld daran, dass ich so bin, wie ich bin.
    Gleichstellung brauche ich nicht wirklich. Aber es scheint wohl vielen zu nützen, zu helfen. Das angesprochene Problem der Gleichstellung existiert ja auch in Deutschland. AfD, NPD und Co. sind nur Beispiele, die den Hass gegen uns in Deutschland verbreiten. Wusstet Ihr dass Homosexualität überall in der Natur herrscht. Affen, Schimpansen, Urang Utas, in der Vogelwelt die Schwäne, Papageien, Sittiche, und in der Pflanzenwelt sogar um die 23 % aller Flowers, die aus dem Boden schießen. Da regt sich jeder auf und hat vor uns Homosexuellen Angst…? Wenn man jetzt aber sagen würde dass ein Hetero gerade eine Bi-Birne oder auch eine Bi-Pflaume, oder gerade eine Bi-Tomate essen würde, was wäre dann? Sogar die gleichgeschlechtliche Blüte gibt es unter vielen Gewächsen, die wir dann reif geerntet zu uns nehmen (46 %).
    Okay, ich finde den Artikel sehr interessant, wenngleich ich auch nicht zu allen oben aufgeführten Punkten mit dem Verfasser einer Meinung bin. Ich bin für mehr Miteinander, für mehr Achtung, für mehr Aufklärung darüber dass es Homosexuelle gibt und warum es sie wirklich gibt…ohne Propaganda… Eine Minderheit sind Homosexuelle schon lange nicht mehr…
    In diesem Sinne…
    Danke dass ich mich einbringen durfte.

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