Homophobie: Morddrohung auf Rosa Lila Villa Wien

Die Rosa Lila Villa im 6. Wiener Gemeindebezirk ist ‚das‘ Lesben-, Schwulen- und Transgender-Beratungszentrum Österreichs und wird auch als Veranstaltungsort genutzt, sowie beherbergt es das Café Willendorf. Nun wurde auf der Fassade des Gebäudes an der Linken Wienzeile eine Morddrohung in deutscher und bosnisch-serbokroatischer Sprache aufgesprayt.

In den vergangenen Wochen machte die rechtspopulistische FPÖ, im besonderen der FPÖ Wien-Chef Johann Gudenus Schlagzeilen, als dieser in Russland die homophobe Politik Russlands, in der fundamentale Grundrechte von LGBTs mit Füßen getreten werden, lobte und vor einer nicht näher bezeichneten „Homo-Lobby“ warnte.

Morddrohung auf Rosa Lila Villa

Morddrohung am Lesben- & Schwulenhaus Wien (Bild: https://twitter.com/matahari_etc)Nun wurde die Rosa Lila Villa im Herzen Wiens erneut Ziel einer homophoben Attacke. So wurde auf der Außenfassade in deutscher und bosnisch-serbokroatischer  Sprache „Tötet Schwule“ aufgesprayt – kurz vor der Abhaltung der Belgrade Pride in der serbischen Hauptstadt Belgrad.

Bekräftigt wurde diese homophobe Morddrohung durch ein ein aufgespraytes Fadenkreuz. Ein klarer Aufruf zu Gewalt gegen und der Ermordung von Homosexuellen.

Die Rosa Lila Villa, das seit 1982 wichtige Arbeit für LGBTs leistet, erklärte auf der Facebook-Seite:

„Wir lassen uns nicht einschüchtern!“

Homophobie hat Hass zur Folge

Auch wenn festgehalten werden sei, dass diese Morddrohung in keinem Zusammenhang mit der FPÖ steht, so ist es bezeichnend, dass die Morddrohung in deutscher und bosnisch-serbokroatischer Sprache erfolgte. Ist es doch auch die rechtspopulistische FPÖ, die sich sehr um die serbische Community in Österreich bemüht und war es auch die FPÖ, die von Russland aus, gegen LGBTs hetzte.

Letztlich hat  die von der FPÖ seit Jahren geschürte Homophobie und Hetze gegen LGBTs, die einzig und allein die gleichen Rechte einfordern, wie sie die heterosexuelle Mehrheitsbevölkerung hat, in logischer Folge Hass zur Folge, Selbst HC Strache hat vor Jahren von der „Krankheit Homosexualität“ gesprochen und seitdem haben zahlreiche weitere FPÖ-PolitikerInnen ihrer Homophobie freien Lauf gelassen. Die FPÖ ist eine der größten homophoben Bastionen in Österreich.

Homophobie zeigt: Politik muss für gleiche Rechte sorgen

Es ist nun höchst an der Zeit, dass die Gesellschaft und im besonderen auch die Politik, hier sei die ÖVP aufgerufen, sich klar gegen Homophobie zu stellen und die völlige Gleichstellung von LGBTs nicht länger zu verhindern, aufstehen und sagen, dass alle BürgerInnen, egal welcher sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität, die gleichen Rechte verdienen und erhalten.

Es braucht einen umfassenden Schutz vor Verhetzung und Diskriminierung, den ebenfalls die ÖVP seit Jahren verhindert. Braucht es einen tragischen Anlass, dass die reaktionäre ÖVP aufwacht?

Es geht um Liebe und Liebe verdient die gleichen Rechte und wird immer über Hass siegen.

Reaktion Rosa Lila Villa auf MorddrohungUpdate: Solidaritätsdemo

Nach der homophoben Hassattacke reagierte die Rosa Lila Villa umgehend und plakatierte zusätzlich zu der ersten Reaktion auf Facebook eine Botschaft an die anonymen Hetzer, dass sie sich ernsthaft mit den Folgen von Mord beschäftigen sollten.

Darüberhinaus ruft der Verein „MiGaY – Verein zur Integration und Förderung von homosexuellen Migrant_innen“ am Sonntag, 28. September 2014 um 16:00 Uhr vor der Rosa Lila Villa auf der Linken Wienzeile 102, 1060 Wien.

Link:

Facebook-Event: Solidaritätsdemo

(Bildquellen: Twitter.com/matahari_etc/Facebook.com/RosaLilaVilla)
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1 Comment
  1. […] Belgrad ein Anschlag auf die „Rosa Lila Villa“ an der Linken Wienzeile verübt wurde (thinkoutsideyourbox.net berichtete), erfolgte auch ein Jahr später wieder ein […]

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