Homophobie: FPÖ hetzt wieder gegen „Homo-Lobby“

Bild: Foto FPÖ-InseratDie FPÖ lässt während der „Vienna Pride“ wieder den nächsten Schwall an Homophobie und Verachtung gegenüber LGBTs vom Stapel. In einem Inserat spricht HC Strache wieder abwertend von der „Homo-Lobby“, die die Förderung der Familien verhindert.

Die Liste der menschenverachtenden und homophoben Aussagen der FPÖ-Rechtspopulisten von HC Strache ist lange. Erst kürzlich hat ein FPÖ-Lokalpolitiker von der „Perversion Homosexualität“ gesprochen (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

FPÖ spricht wieder von „Homo-Lobby“

In altbekannter Manier betreibt HC Strache anlässlich der nahenden Wien-Wahl im Herbst erneut Hetze gegen Minderheiten. In Inseraten in (Gratis-)Tageszeitungen behauptet Strache, dass die Familienpolitik wegen (leider blockierten) Bemühungen zur Gleichstellung von LGBTs leidet. So heißt es:

Familien fördern statt Homo-Lobby oder etwa den Genderwahn“

Die Bezeichnung „Homo-Lobby“ zieht sich bei der FPÖ wie ein roter Faden durch die Hetze der vergangenen Jahre. Von Xenophobie getrieben konstruieren Strache und seine Rechtspopulisten ein Bedrohungsszenario bzw. eine Bedrohung durch eine angebliche „Homo-Lobby“, welche nicht existiert, aber darum geht es der FPÖ ohnehin nicht.

Darüber hinaus schließt die Gleichstellung von LGBTs die Familienförderung nicht aus, im Gegenteil. Dies sorgt dafür, dass alle Familien unabhängig der Familienzusammensetzung gleichwertig gefördert sind. Regenbogenfamilien sind Realität und verdienen die gleichen Rechte zum Wohle des Kindes, aber wegen der ideologischen Verblendung Straches und der Vorurteile wird die Partei dies nicht erkennen (können und wollen).

Die FPÖ steht letztlich einzig für eine (Un)Kultur des Hasses, Intoleranz, Diskriminierung und Hetze gegen Minderheiten. Das ist einzige „Programm“ von HC Strache.

SPÖ über FPÖ-Inserate „schockiert“

Schockiert über die FPÖ-Inserate zeigten sich SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und der Bundes- und Wiener Landesvorsitzende der SoHo, Peter Traschkowitsch. Traschkowitsch in Richtung FPÖ:

„Eine derartige Menschenverachtung und Homophobie darf es in Österreich nicht geben. Wir fordern daher die FPÖ auf, diese Inserate nicht mehr zu schalten!“

Brunner betonte, dass für die SPÖ der Familienbegriff weiter gegriffen ist und auch Regenbogenfamilien umfasst:

„Die SPÖ hat einen breiten Familienbegriff. Familie ist dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen – egal, ob es um die ‚klassischen‘ Mutter-Vater-Kind-Familien, Regenbogenfamilien, AlleinerzieherInnen mit ihren Kindern oder Patchworkfamilien geht. Wir treten klar gegen jegliche Diskriminierung auf.“

Die SPÖ betonte erneut, dass das „Levelling-Up“ dringend umgesetzt und die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden müsse. Der Diskriminierungsschutz wird bislang von der ÖVP blockiert (thinkoutsideyourbox.net berichtete) und die SPÖ kann sich gegenüber dem Koalitionspartner nicht durchsetzen. Ein Entschließungsantrag der Grünen zur Ehe-Öffnung hat die SPÖ am Donnerstag im Parlament abgelehnt (thinkoutsideyourbox.net berichtete) – trotz ihrer Forderung der Ehe für alle.

FPÖ-/ÖVP-Politiker nehmen an Gegendemo zur Regenbogenparade teil

Wie auch schon im Vorjahr wollen auch heuer wieder religiös-fundamentale Kreise gegen die Regenbogenfamilie und für die traditionelle Familie demonstrieren. Der „Marsch für die Familie“ soll am Samstag um 15:00 Uhr am Stephansplatz stattfinden.

Die von der christlichen Organisation „Pro Vita“ organisierte Kundgebung erhält prominente Unterstützung des NEO-ÖVP-Abgeordneten Marcus Franz, der in der Vergangenheit gegen Homosexualität gewettert hat (thinkoutsideyourbox.net berichtete), FPÖ-Abgeordnete Carmen Schimanek und ÖVP-Politikerin Gabriele Tamandl.

Letztere wird – wie „derStandard“ berichtet – jedoch nicht teilnehmen, wie es aus dem Büro der Abgeordneten gegenüber der APA hieß.

Die „Autonome Antifa“ ruft für Samstag 14:00 Uhr zu einer Gegendemonstration unter dem Titel „‚Marsch für die Familie‘ verhindern!“ am Stephansplatz auf.

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