Fotos vom Menschenrechtsmarsch am 20.7. in Wien

Bis zu 25.000 Personen (lt. Veranstaltern) gingen gestern in Wien auf die Straße, um die Menschenrechte für alle einzufordern. Die Menschenrechte sind gerade auch im Kampf gegen HIV/Aids eine Grundvoraussetzung, denn ein universeller Zugang zu Medikamenten und Behandlungen wird ohne Gewährleistung der Menschenrechte nicht möglich sein. Gestern wurde auch massiv Kritik an Österreich geübt. Zahlt doch Österreich in den Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malarie (Global Fund) so gut wie „kein“ Geld ein.

Kurt Krickler, Generalsekretär der HOSI Wien, pflichtete der Aids-Aktivistin Annie Lennox bei und übte auf einer Pressekonferenz ebenfalls heftige Kritik an Österreichs geringem Beitrag:

„Es ist peinlich für das Gastgeberland, so wenig zum Kampf gegen HIV und Aids beizutragen.“

Diese Kritik an Österreichs Politik äußerte sich auf der Kundgebung auch in Buhrufen, als Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) auf der Bühne eine kurze Rede hielt. Die Wiener SPÖ-Stadträtin Sonja Wehsely kritisierte im Rahmen der Kundgebung (Ulrike Lunacek und Alev Korun, Die Grünen waren ebenfalls auf der Kundgebung) den ÖVP-Außenminister Michael Spindelegger:

„Dieser Marsch ist eine gute Gelegenheit, den konservativen österreichischen Außenminister zu zwingen, mehr Geld in die Finanzierung des internationalen Kampfes gegen HIV und Aids zu investieren.“

Abgerundet wurde der „Human Rights March – Now More Than Ever“ von einer Abschlussveranstaltung am Wiener Heldenplatz und einem kurzem Konzert der Sängerin und Songwriterin Annie Lennox, die ebenfalls noch einmal auf die Wichtigkeit der Menschenrechte im Kampf gegen HIV/Aids hinwies:

„Solange wir uns nicht mehr um die Menschenrechte kümmern, wird die Bekämpfung von Aids nie erfolgreich sein.“

Hier ein paar Bilder des gestrigen Menschenrechtsmarsch und der Abschlusskundgebung am Heldenplatz:

(Bilder: © thinkoutsideyourbox.net – CC-BY-NC-ND-2.0)

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