Filmbericht zu Below Her Mouth (2016)

Seit 9. Juni 2017 ist der Film „Below Her Mouth“ von der Regisseurin April Mullen auf DVD erhältlich. Unsere Stef hat sich das Liebesdrama angeschaut und unter die Lupe genommen. Lest hier ihren Bericht:

Voller Vorfreude erhielt ich gestern die DVD zum Film „Below Her Mouth“. Den Trailer fand ich jetzt schon sehr vielversprechend, also legte ich das gute Stück sofort in den Player ein und kredenzte mir dazu ein Glas Wein. Zwei schöne Frauen, guter Wein und ich…a perfect match. Leider ist das Glas bis zum Ende voll und meine Erwartungen leer geblieben.

Worum es geht:
In dem Film treffen zufällig zwei sehr unterschiedliche Frauen aufeinander. Die lesbische, androgyne Dachdeckerin Dallas (Erika Linder) und die heterosexuelle, feminine Modejournalistin Jasmine (Natalie Krill), die mit ihrem Verlobten in einem Haus wohnt und deren Nachbardach von Dallas erneuert wird.

Jasmine und ihre gute Freundin sind eines Abends unterwegs und landen in einer Lesben-Bar. Auf dem WC trifft sie auf Dallas, die von Jasmine’s Art sofort angetan ist. Nach einer kleinen Verfolgung im Club, die dann auf einem Balkon zum großen „magic moment“ wird, nimmt das “Hetoro-Leben” von Jasmine eine jähe Wendung. Unter dem Motto “Sie kam, ich sah…sie siegte” erfolgt der erste und sehr leidenschaftliche Kuss.
Randinfo: Kleiner Wein-Nipper für die Nerven.

Beide – fasziniert von diesem ersten Kuss – beschließen am nächsten Tag, sich zu einem After-Work Drink zu verabreden. In einer kleinen Bar zwischen Barkeeper und Gästen erfolgt dann der zweite “magic moment” und wird zu einer kleinen lesbischen Liebesreise. Jasmine, die derzeit alleine zu Hause ist, da ihr Verlobter geschäftlich verreist, lässt sich auf Dallas ein und erlebt zum ersten Mal die Liebe mit einer Frau. Zwischen Leidenschaft und Freundschaft entwickelt sich Nähe und Faszination. Mit vielen Kameraperspektiven und wenig Dialogen füllt sich mein kleines Wohnzimmer visuell mit Erotik und verwandelt sich akustisch in eine Lustkammer.

Aber wie es oft so ist… bei drei ist einer irgendwann zuviel. Nachdem Jasmine’s Verlobter die beiden Frauen in flagranti im Bad erwischt, muss sie die Liaison zu Dallas beenden. Aber wie das dann auch so ist… hat man erst mal die verbotene Frucht gekostet… Ab da beginnen Szenen voller Verzweiflung, Sehnsucht, Gewissensbisse und Vernünftig-Sein-Wollen.

Das Ende mag ich nicht verraten, da ihr den Film selber anschauen und euer eigenes Urteil bilden sollt.

Mein persönliches Fazit:
Ich habe mir mehr versprochen. Leider ist die Handlung etwas flach. Dafür sind wirklich schöne und ansprechende Lesben-Szenen dabei. Erika Linder und Natalie Krill sind tolle Frauen, hübsch anzusehen und wirken sehr modern. Mein Glas Wein erhebe ich lieber anstatt es auszutrinken und stoße darauf an: Möge die Filmindustrie in Zukunft weiter homosexuelle, aber hoffentlich etwas anspruchsvollere Filme produzieren. Damit die Welt sehen kann, dass unser Leben nicht anders ist und auch wir das Recht haben, zu lieben, wie und wen wir wollen!

Eure Stef von thinkoutsideyourbox.net

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