Erfolg: „Linz Pride“ trotzt Regen und fordert #Ehefüralle

(Bilder: Gerhard Niederleuthner/HOSI Linz)Am vergangenen Samstag fand in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz der 4. „Linz Pride“, nach 2009, 2010 und 2011 von der „HOSI Linz“ organisiert, statt. Trotz teilweise schlechtem Wetter war der CSD ein voller Erfolg mit deutlichen politischen Forderungen nach gleichen Rechte und der Öffnung der Ehe.

Auch wenn – wie schon bei der 20. Regenbogenparade eine Woche davor in Wien (thinkoutsideyourbox.net berichtete) – das Wetter teilweise nicht mitspielen wollte, zog die Veranstalter, die „Homosexuelle Initiative Linz“ ein positives Resümee des 4. CSD in Linz.

1.000 TeilnehmerInnen machen Straßenfest zu Erfolg

Der „Linz Pride“ fand am Main Deck des „Ars Electronica Center“ in der Linzer Innenstadt fest und war ein Straßenfest, wo sich zahlreiche NGOs, Vereine und ihre Arbeit präsentierten und zum Austausch einluden, aber auch politische Parteien, wie die SPÖ, die Grünen und Neos bekräftigen, für die Öffnung der Ehe für alle und eine Ausweitung des Diskriminierungsschutzes, das sogenannte Levelling-Up“  zu kämpfen.

Rund 1.000 TeilnehmerInnen ließen sich auf vom teils starken Regen nicht abhalten, feierten und forderten Toleranz, Akzeptanz und gleiche Rechte.

Der Vereinbssprecher der „HOSI Linz“, Stefan Thuma freute sich über den Erfolg des 4. CSD in Linz:

„Ich bin begeistert, so viele Menschen sind unserem Aufruf gefolgt, heute gemeinsam ein Zeichen der Sichtbarkeit zu setzen. Ich hoffe, die Politikerinnen und Politiker haben dieses Zeichen auch wahrgenommen und tragen die Botschaft in ihre Parteien: Die Diskriminierung von Lesben und Schwulen muss auch in Österreich endlich ein Ende haben. Es darf keinen Platz für Homophobie geben, weder in der Gesellschaft noch im Gesetz!“

SPÖ, GRÜNE und NEOS fordern Ehe für alle

Die Aufforderung der „HOSI Linz“, die Forderungen in die Parteien zu tragen, bekräftigten ParteienvertreterInnen, dass sie sich für entsprechende Schritte einsetzen und versprachen in ihren Reden, dass sie sich für die Gleichstellung aller Lebensformen einsetzen werden.

(Bilder: Gerhard Niederleuthner/HOSI Linz)Die SPÖ-Vizebürgermeisterin Karin Hörzing betonte die Notwendigkeit von Toleranz, für die auch symbolisch die gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen stünden, welche vor dem CSD an der Mozartkreuzung montiert wurden (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Die Grüne-Gemeinderätin Edith Schmied kündigte einen Gemeinderatsantrag an, mit dem der Bund aufgefordert wird, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.

Auch die Grüne-Stadträtin Eva Schobesberger und der Grüne-Bezirkssprecher Severin Mayr zeigten ihre Unterstützung für die Belange von LGBTI, wie auch die Neos-Landessprecherin Judith Raab, die ebenfalls forderte, dass alle die Lebensmodelle frei wählen könnten sollten und es Zeit ist für gleiche Eherechte.

ÖVP verspricht Meinungsfindung

Der ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier bekundete seine Hoffnung und zeigte sich optimistisch, dass die parteiinterne Meinungsfindung bald abgeschlossen ist.

Ob diese jedoch positiv ausfällt, ist sehr zu bezweifeln, hat die ÖVP doch erst sich mit ehemaligen „Team Stronach“-Abgeordnete homophobe Unterstützung im Parlamentsklub geholt (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Die ÖVP wäre jedenfalls gut beraten, die Begründung des US-Höchsgerichts zur historischen Ehe-Öffnung genau zu lesen, denn damit wird erneut deutlich, dass es keine sachliche Begründung gibt, die gegen die Ehe für alle spricht. Es ist Zeit.

(Bilder: Gerhard Niederleuthner/HOSI Linz)
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