"Die Christen": Homo-Hetze reloaded!

Wie bereits anlässlich der NÖ-Landtagswahl im März 2008, propagiert die Partei „Die Christen“ auch jetzt in Tirol deren Hasspropagande gegen Schwule und Lesben. Es wird auf Flugzetteln ganz offen davon gesprochen, dass jeder Christ, Widerstand gegen Schwule und Lesben und deren Streben nach Gleichberechtigung, Anerkennung deren Lebensstils und Einführung der Homo-Ehe leisten muss.

Weiters ist zu lesen: „Homo-Lebensstil = tödlich!“ Diese Hasspropagande ist erschreckend und besorgniserregend (mehr dazu auf Gebi Mairs Blog von den Grünen Innsbruck). Mit derlei Hetze ist diese Partei traurigerweise drauf und dran, die fundamentalistische Seite kreuz.net an Hass gegenüber Schwulen und Lesben zu übertrumpfen. Hier wird nicht selten von Homosexualität als (heilbare) Krankheit gesprochen sowie das Recht auf Anerkennung und rechtliche Absicherung abgesprochen.

In Tirol wird ua. auf die Webseite www.tirolmission.at verwiesen, wo zB. folgendes Dokument zu finden ist. Offensichtlich haben die Damen und Herren dieser Partei absolut keine Ahnung, was Gender Mainstreaming bedeutet, denn die Schlussfolgerungen und Rückschlüsse sind schlichtweg humbug!

Auf der Homepage eines Kandidaten bei der NÖ-Landtagswahl wurden (pseudowissenschaftliche und nicht haltbare) Daten verbreitet, die jeder Grundlage entbehren. So wird auch angeführt, dass homosexuell empfindende Menschen eine Gefahr für Kinder und die Gesellschaft darstellen, wie zB.: „Stoppt den Wahnsinn, den HOMO-Lebensstil in Schule zu propagieren!“ Unglaublich, welcher Schwachsinn hier verbreitet wird!

Für derartige Hassprediger darf weder in Niederösterreich, noch in Tirol, noch in ganz Österreich, noch sonst wo, Platz sein!

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9 Kommentare

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  1. TheGayDissenter 6 Mai, 2008 at 22:17

    Das erinnert sehr an die evangelikalen Irrläufer in den USA. Schade ist es, das jene Christen, die halbwegs verstanden haben, was ihr Religionsstifter sich unter einem friedlichen Miteinander vorgestellt hat, sich nicht bzw nicht wahrnehmbar von ‚Die Christen‘ und vergleichbarer Gruppen distanzieren. Die Gleichgültigkeit der ‚breiten Christenheit‘ nährt die Vermutung, dass ‚Die Christen‘ und ihr Verhalten und ihre Äußerungen repräsentativer sind, als es zunächst scheint.

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