Deutschlands Bundespräsident: Ehe für alle ermöglicht „gleichwertiges Leben in Liebe“

Bundespräsident Joachim Guck (Bild: EnergieAgentur.NRW - CC-BY-2.0 - Flickr)Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat in einem Interview mit der „Irish Times“ vor seinem dreitägigen Staatsbesuch in Irland deutlich Stellung genommen und sich eine offene Debatte in Deutschland über die Ehe für alle gewünscht, da mit der Gleichstellung von Lesben und Schwulen heterosexuellen Paaren nichts weggenommen wird.

In zwei Tagen wird der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nach Irland zu einem dreitätigen Staatsbesuch reisen. Jenem Land, das vor wenigen Wochen in einem historischen Referendum für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare gestimmt hat (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Gauck fordert offene Debatte über Ehe für alle

In einem Interview mit der „Irish Times“ sprach sich Gauck für eine offene Debatte in Deutschland aus, denn gleiche Rechte für Homosexuelle nehmen heterosexuellen Paaren nichts weg, wie er betonte.

„Wenn homosexuelle Menschen das gleiche Recht erhalten in einer rechtlich verbindlichen Partnerschaft zu leben, gibt es ihnen die Chance, ein gleichwertiges Leben in Liebe und Partnerschaft zu führen.“

Damit kritisiert er die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Union, die eine offene Debatte bislang verweigert und so dafür verantwortlich ist, dass LGBITQs nicht die gleichen Rechte haben.

Dabei macht die deutsche Kanzlerin ohnehin längst eine Politik gegen die große Mehrheit der Bevölkerung, denn laut einer aktuellen Umfrage befürworten 79 % die Ehe für alle (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Gauck hofft, dass Deutschland Irland folgt

Gauck zeigte sich beeindruckt, wie offen die Diskussion über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Irland verlaufen ist. So sei es

„meiner Wahrnehmung nach nicht um eine Abstimmung ‚gegen‘, sondern ‚für‘ etwas gegangen.“

Schließlich betonte der deutsche Bundespräsident in diplomatischer Wortwahl, dass er die Ehe für alle befürworte und sich Deutschland verstärkt dieser Debatte stelle. So erklärte er: d

„Aus persönlicher Erfahrung bin ich selbst für all das, was Menschen befreit und von Entfremdung löst.“

Mit den Äußerungen zur Ehe für alle bekräftigt der Bundespräsident Aussagen, die er auch am „Evangelischen Kirchentag“ in Stuttgart vor wenigen Wochen getätigt hat.

(Bild: EnergieAgentur.NRW – CC-BY-2.0 – Flickr)
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