CSD Wien – die Zeit des Regenbogens

In Wien findet seit 14. Juni 2008 wieder die VIENNA PRIDE statt, wo zahlreiche schwuLesbische Veranstaltung stattfinden (werden). Den Höhepunkt stellt die jährliche Regenbogenparade – heuer zum 13. mal – dar, die andersrum über den Ring stattfinden wird.

Als Zeichen der Toleranz und Wertschätzung von Schwulen, Lesben und Transgender-Personen zeigen auch heuer wieder die „Wiener Linien“ „Flagge„, und so zieren – dank PatInnenunterstützung – von 30. Juni bis 27 Juli Regenbogenfahnen alle Garnituren der Straßenbahnen.

Gerade bei den „Wiener Linien“ ist dieses Engagement mit einem schalen Beigeschmack bemessen:

Hat doch ein schwuler, ehemahliger Straßenbahnfahrer die Verkehrsbetriebe erfolgreich vor dem Arbeitsgericht Wien wegen jahrelanger Diskriminierung, Mobbings und anschließender Erkrankung geklagt. Die Wiener Linien haben sich zwar von Homophobie und Toleranz distanziert, aber offensichtlich wird im Unternehmen selbst eine andere „Unternehmenskultur gelebt“.

Trotz dieses dramatischen Diskriminierungsfalles, der „glücklicherweise“ vom Arbeitsgericht urteilsmäßig geahndet wurde, finde ich die Initiative der „Wiener Linien“ sehr lobenswert und wünsche allen TeilnehmerInnen der VIENNA PRIDE und der Regenbogenparade am 12. Juli viel Spaß.

Mögen wir bunt, schrill und sichtbar für rechtliche und gesellschaftliche Akzeptanz und Gleichstellung demonstrieren!

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