club meritus: Vielfalt als Normalität

Club Meritus bei Baxter (Bild: © Peter Kogoj, Baxter)Club meritus ist die neue Vernetzungsplattform für Organisationen, die menschliche Unterschiede in ihrer Belegschaft gleichwertig behandeln. Erster Gastgeber war Baxter.

„Für erfolgreiches Diversity Management ist es wichtig, dass die ’sexuelle Orientierung‘ nicht nur am Papier steht, sondern Organisationen dafür bewusst Maßnahmen fördern und sich positiv zu diesem Thema äußern“, hieß es bei der erstmals durchgeführten club meritus Veranstaltung gemeinsam mit dem „Baxter Equality Network“ des Pharmaunternehmens Baxter.

Der club meritus ist eine von agpro – Austrian Gay Professionals und Queer Business Women gemeinsam initiierte Vernetzungsplattform für Unternehmen, die die Vielfalt ihrer Belegschaft als nützlich erkannt haben und sich dabei auch für die Gleichberechtigung „andersliebender“ Menschen einsetzen.

Gastgeber des ersten derartigen Netzwerktreffens war das Baxter Equality Network Austria in Wien. Das Baxter Equality Network – getragen von engagierten Personen aus der Belegschaft – setzt sich für die Förderung der Akzeptanz von homo- und bisexuellen sowie von transgender Personen innerhalb der Belegschaft und deren Inklusion ein. Der Initiator der lokalen Gruppe, Baxter-Mitarbeiter Christoph Hofbauer, hat dafür die Unterstützung der Geschäftsführung von Baxter in Österreich als auch die des Corporate Managements.

Neben der Präsentation der Baxter Aktivitäten zeigte Manfred Wondrak, Geschäftsführer von factor-D Diversity Consulting, auf, welche Auswirkungen aktives Diversity Management auf das intellektuelle Kapital einer Organisation hat und machte deutlich: „Die erfolgreiche Förderung der Vielfalt kann nicht auf einzelne Diversitätsdimensionen beschränkt werden, sondern muss alle Faktoren berücksichtigen. Dazu zählt auch die sexuelle Orientierung.“

Club Meritus bei Baxter (Bild: © Peter Kogoj, Baxter)Bei der anschließenden Podiumsdiskussion mit Mag. Konstantina Chacón-Brenes (Bank Austria), Albert Lauss (Baxter), Mag. Vera Wittkowsky (MedUni Wien), Christoph Hofbauer, PhD (Baxter) und Anita Rehberger, MSc (Baxter) wurden Vorteile aber auch Herausforderungen der Engagements im LGBT-Bereich der einzelnen Organisationen vorgestellt. Anita Rehberger, Baxter Führungskraft und engagierte Straight Ally, machte dabei deutlich, dass mit sexueller Orientierung oftmals nur homosexuelle Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen angesprochen werden, aber eigentlich jede Form der sexuellen Orientierung damit gemeint sein sollte. Letztendlich zähle der wertschätzende Umgang, um die eigene sexuelle Orientierung offen Leben zu können und keine Angst vor Benachteiligung haben zu müssen. Mag. Konstantina Chacón-Brenes ergänzte: „Letztlich ist es eine klare Führungsaufgabe dafür zu sorgen, dass jedes Belegschaftsmitglied mit der sexuellen Orientierung nachteilsfrei umgehen kann.“

Zum Abschluss des ersten club meritus Events stellte Hikmet Kayahan die Kampagne „Es wird besser Österreich“ vor. In Videos berichten Menschen von positiven Beispielen zum Thema Homosexualität. Damit soll vorrangig jungen, gleichgeschlechtlich orientierten Menschen Mut zugesprochen werden, mit ihrer sexuellen Orientierung selbstsicher umzugehen. Baxter bereichert die Kampagne mit einem Unternehmens-Video, in dem sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter outen bzw. in dem sie die Vorteile ansprechen, die ein offenes Betriebsklima bietet.

Über den club meritus
Der club meritus wurde von agpro – austrian gay professionals und Queer Business Women im Rahmen der Auszeichnung „meritus“ ins Leben gerufen. Der „meritus“ wird alle zwei Jahre an Organisationen vergeben, die sich in der Diversity Dimension „sexuelle Orientierung“ engagieren. Die Vernetzungsplattform club meritus dient Organisationen dazu, auch zwischen den Verleihungen eine Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und gegenseitigen Lernen im Bereich Diversity Management zu haben.

Links:

(Bilder: © Peter Kogoj, Baxter)
Anzeige

Noch kein Kommentar

Add yours

*