„Ampelpärchen statt Hinterwäldler“: Demo setzt Zeichen der Vielfalt in Linz

Die Entfernung der verschieden- und gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen an der Mozartkreuzung in Linz durch FPÖ-Stadtrat Markus Hein sorgt weiter für Aufregung. In einer Kundgebung forderten nun zahlreiche Personen die Wiederinstallierung der Ampelpärchen als Zeichen der Weltoffenheit und Vielfalt.

Gemäß dem Credo der FPÖ, Einfalt statt Vielfalt oder Homophobie und Diskriminierung statt gleichen Rechten für alle hat der FPÖ-Stadtrat als eine seiner ersten Amtshandlungen die gleich- und verschiedengeschlechtlichen Ampelpärchen an der Mozartkreuzung in Linz abmontieren lassen (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Spontan hat die „Sozialistische Jugend Linz“ im Stadtgebiet die Ampelpärchen mittels Stickern wieder zurück gebracht.

Diese Aktion hat der FPÖ-Stadtrat heftig kritisiert und forderte, dass die SJ die Kosten für die Entfernung der Sticker trägt. In diesem Zusammenhang sei der FPÖ-Politiker darin erinnert, dass die Ampelpärchen-Schalen durch private Spenden finanziert wurden, die Entfernung dieser und Ersetzung des Einheitsstrichmännchens aber über Steuergeld finanziert wird.

Es geht um mehr als nur Ampelpärchen

Der SPÖ-Bürgermeister von Linz fordert die erneute Installierung der Ampelpärchen und möchte dazu auch entsprechend politisch tätig werden, ist er aber auch auf die Stimmen der ÖVP angewiesen, die sich bislang nicht geäußert hat.

Dass es bei den Ampelpärchen nicht nur um Ampeln, sondern um viel mehr geht, hat ein Video der „Jungen Grünen Oberösterreich“ gut erläutert. Die FPÖ steht für eine Politik der Ausgrenzung, Diskriminierung und Homophobie.

Der Linzer Tourismusdirektor Georg Steiner ist von der Demontage der Ampelpärchen gar nicht begeistert, da diese FPÖ-Aktion auch international hohe Wellen geschlagen hat und zu einem enormen Image-Schaden für die Stadt führen kann.

Demo fordert Vielfalt statt Einfalt

Aber auch die Privatgesellschaft stemmt sich gegen diese homophobe Entfernung. Eine Demonstration am Freitag hat den Druck auf die Politik erhöht, dass Linz nicht den Weg der FPÖ-Diskriminierung, Homophobie und Ewiggestrigkeit gehen darf.

Deutlich über hundert Personen setzten ein starkes Zeichen gegen Intoleranz, Homophobie und Diskriminierung und forderten, dass in Linz wieder Ampelpärchen ein leuchtendes Zeichen der Vielfalt und Akzeptanz von LGBTIQs setzen. Die Kundgebung wurde gemeinsamt von NGOs und politischen Organisationen organisiert und unterstützt.

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