Papst Benedikt XVI empfing dieser Tage DiplomatInnen zur traditionellen Neujahrsaudienz im Vatikan. In seiner Ansprache vor den offiziellen VertreterInnen zahlreicher Länder führte er aus, dass es zum Schutz von Gottes Schöpfung wichtig sei, diese zu respektieren und danach zu handeln. Neben einem Auftruf zum Umweltschutz und zu moralischen Handeln, kritisierte der Papst – wie bereits in der Vergangenheit mehrfach – zahlreiche Länder, die entweder die Ehe für Lesben und Schwule öffneten oder entsprechende Partnerschaftsgesetze zur rechtlichen Gleichstellung erlassen haben.
Im Rahmen seiner Ansprache ging Papst Benedikt auf die drängsten Fragen ein, die sich im neuen Jahr stellen werden. Allen voran mahnte er Maßnahmen zum Umweltschutz ein, da der Klimawandel die Schöpfung Gottes und das natürlich Gleichgewicht gefährend.
Im gleichen Atemzug kritisierte er aber auch jene Staaten in Europe und den USA, die – entgegen der römisch-katholischen Kirchenmeinung – entsprechende Gesetze erließen, um Lesben und Schwule gesellschaftspolitisch gleichzustellen. Diese gesellschaftspolitischen Entwicklungen seien eine Gefahr für die Schöpfung Gottes. So sprach er in seiner Ansprache wortwörtlich von:
Bei unserer weiteren Reflexion ist es notwendig auf die Komplexität der Umweltproblematik einzugehen; man könnte von einem Prisma mit vielen Seiten sprechen. Die Geschöpfe unterscheiden sich voneinander und können geschützt oder im Gegenteil auf verschiedene Weisen in Gefahr gebracht werden, wie es unsere alltägliche Erfahrung zeigt. Einer dieser Angriffe erfolgt durch Gesetze oder Projekte, die im Namen des Kampfes gegen die Diskriminierung die biologische Grundlage der Unterscheidung der Geschlechter anzutasten versuchen. Damit beziehe ich mich z.B. auf europäische oder amerikanische Länder. „Wenn du die Freiheit wegnimmst, dann nimmst du die Würde weg“, sagt der heilige Kolumban (Epist. n. 4 ad Attela, in S. Columbani Opera, Dublin 1957, S. 34). Die Freiheit kann jedoch nicht absolut sein, denn der Mensch ist nicht Gott, sondern ein Abbild Gottes, sein Geschöpf. Der Weg des Menschen kann nicht von der Willkür oder vom Verlangen bestimmt sein, sondern muß vielmehr darin bestehen, dem vom Schöpfer gewollten Gefüge zu entsprechen.
Damit zeigt Papst Benedikt VXI erneut, welch reaktionäres, verachtendes und menschenfeindliches Menschenbild in weiten Teilen der Kirchen gelebt wird. Christliche Nächstenliebe ist ein Fremdwort. Die Grundaussage, wonach vor Gott alle Menschen gleich sein sollen, gilt offensichtlich für Lesben und Schwule nicht.
Viel mehr sind homosexuell l(i)ebende Menschen demnach eine Gefahr für die Schöpfungsordnung und für die natürliche Unterscheidung der Geschlechter. Papst Ratzinger wäre gut beraten, sich nicht in politische Fragen einzumischen. Er kann gerne im Rahmen seiner Sekte Glaubensgemeinschaft, derart homophobes Gedankengut von sich geben. Nicht jedoch vor Vertretern der Politik. Darüberhinaus hat er Lesben und Schwulen die (Menschen)Würde abgesprochen, da er (wie vorhin zitiert) folgendes sagte:
Wenn du die Freiheit wegnimmst, dann nimmst du die Würde weg“,
Doch es geht noch weiter. Wer obiges Zitat nochmal liest, wird erkennen, dass sich Papst Benedikt schlichtweg auch selbst widersprochen hat:
Die Freiheit kann jedoch nicht absolut sein, denn der Mensch ist nicht Gott, sondern ein Abbild Gottes, sein Geschöpf.
Wenn der Mensch ein Abbild Gottes ist und 5 bis 10 % der Menschen homosexuell empfinden, dann hat es Gott wohl schlichtweg so gewollt. Einzig und allein diese Erkenntnis kann auf Grund von ausgeprägter Ablehnung der Homosexualität nicht in die Köpfe dieser angeblichen Glaubensvertreter.
Aber darüber kann und will ich gar nicht philosophieren. Für mich sind von angeblich berufenen Glaubensvertretern verkündete Religionen schlichtweg Nonsens, denn für mich gibt es keinen Gott. Aber sollen sie an ihren Gott glauben… Doch wenn im Namen der Religion andere Personen das Selbstbestimmungsrecht abgesprochen und Diskriminierung befürwortet bzw. gefordert wird, ist definitiv Schluss mit der Toleranz.
Bereits 2008 hetzte Papst Benedikt gegen Lesben und Schwule
Diese Aussagen sind nur eine Erneuerung von homophoben und menschenverachtenden Aussagen aus dem Jahr 2008. So zog Papst Benedikt XVI bei seiner Weihnachtsansprache im Dezember 208 einen Verglich zwischen Homosexuellen und CO2. Diese Aussagen grenzten bereits an Volksverhetzung. In seinen Aussagen die Message zu verpacken, wonach Lesben und Schwule ähnlich schädlich wie CO2 sein, ist schlichtweg indiskutabel.
Papst Benedikt ist ein alter Mann mit ewiggestrigen und menschenfeindlichen Gedankengut. Kein Wunder, dass in aufgeklärten Gesellschaften immer weniger Menschen sich diesen intoleranten Aussagen “unterwerfen” und nach angeblich allgemein gültigen Normen und Gotteswerten leben möchte. Werte sind menschlich, denn (möglicherweise) gibt es keinen Gott.
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Bild 1: Flickr – maxnathans – CC-BY-NY-NY-2.0
Bild 2: Flickr – trevino – CC-BY-NC-NY-2.0













nachdem sich immer mehr ähnlichkeiten zwischen den kasperlvereinen der rk kirche und der fpö darbieten, wäre ich dafür, dass sich der strache – wenn der ratzinger das zeitliche segnet – in rom bewerben soll. es wären die besten voraussetzungen bereits gegeben: hasspredigen kann er schon perfekt, lügengeschichten verbreiten und menschen gegeneinander aufhetzen ebenfalls in perfektion. würde übergangslos ohne zeitverzögerung möglich sein und wir hätten wenigstens einen los in österreich.
anstatt einem schwarzen rauch, könnte es gleich heissen: “annuntio vobis gaudium magnum habemus papam”; übersetzt: “wir werden unsere gaudi haben und trinken eine magnum auf den habicht (möchte keine tiere damit verletzen,aber es passt zu gut) papa hc”