Gestern riefen klerikale, christliche Fundamentalisten sowie die CPÖ, die Christliche Partei Österreichs, zur Demonstration gegen jedwede Form der rechtlichen Gleichstellung von Lesben und Schwulen auf. Sie zogen nach einer Andacht in der Karlskirche in Wien zum Parlament am Ring. Die kleine Gruppe (ca 30 TeilnehmerInnen) dieser menschenfeindlichen und homophoben Realitätsverweigerer wurde vor dem Parlament von mindestens 150 GegendemonstrantInnen empfangen.
Damit wurde deutlich gezeigt, dass Lesben, Schwule und aufgeklärte Menschen, jedweden Einfluss der Kirche, erzkonservativer und ewiggestriger auf gesellschaftspolitische Entscheidungen verhindern möchten und auch werden. Es ist kein Platz für fundamentalistisches Gedankengut, wie beispielsweise “Homo-Lebensstil = tödlich“.
Wie realitätsfern und reaktionäre diese Kreise agieren, wurde bereits in der Vergangenheit hier auf “think outside your box” berichtet. Nachdem die CPÖ ja auch einen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten aufstellen möchte, um “damit weitere Schritte der Säkularisierung in der Gesellschaft” zu verhindern, zeugt wie wichtig diese Gegendemo gewesen war, denn es ist kein Platz für einen christlichen Gottesstaat in Österreich oder offen zur Schau gestellte Homophobie.
Lesben, Schwule und transidente Personen wurden lange genug von der Mehrheitsgesellschaft diskriminiert. Nun erfolgt ein erster Schritt zur rechtlichen Gleichstellung. An die gestrigen “christlichen Fundamentalisten” sei ausgerichtet, dass Lesben und Schwule so lange weiterkämpfen werden, bis auch sie die gleichen Rechte haben werden.
Einen sehr guten Bericht über die gestrige Pleite der “Anti-Homo-Ehe-Demonstration” und den Erfolg der Gegendemonstration hat gaywien.at.
Hier im folgenden nun ein Video der gestrigen Kundgebung. Sie zeigt, mit welcher Lebensfreude gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen aufgetreten wurde.
(Video: gayoesterreich.at)
(Bild: gayoesterreich.at)













Dazu, vielleicht, passend:
http://bernhardkraut.wordpress.com/2009/12/03/das-schone-am-gottes-glauben-sind-seine-dummheiten/