Vielfalt: Telekom und Diesel werben mit LGBTI-Spots

Die beiden Firmen Deutsche Telekom und Diesel werben in Spots für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. Im Spot des Bonner Konzerns kommt eine Regenbogenfamilie vor und beim Spot von Diesel findet gleich eine Eheschließung eines schwulen Paares statt.

Immer mehr Unternehmen bringen in Spots Botschaften der Vielfalt, Toleranz und zeigen gesellschaftliche Realitäten abseits von Stereotypen. Die Deutsche Telekom bringt in einem aktuellen Spot völlig unaufgeregt ein lesbisches Paar mit Kind und Diesel steigt offensiv in den Ring gegen Trump und wirbt für Liebe statt für Mauern.

Deutsche Telekom: Für alle, die Familie sind

Während im Telekom-Spot die Regenbogenfamilie völlig unaufgeregt vorgekommen ist, sorgt diese Sichtbarmachung bei der rechtspopulistischen AfD für Aufregung. Die Vizechefin Beatrix von Storch kritisierte den Spot am Dienst auf Twitter und wetterte:

„Väter sind irrelevant. Sagt die Telekom. Das ist ebenso wahnsinnig modern wie wahnsinnig blödsinnig.“

Blödsinnig ist einzig und allein dieser Kommentar,  denn für das Kindeswohl ist es nicht relevant, ob ein Kind in einem traditionellen Familienmodell aufwächst, oder in einer anderen Familien, wie auch immer diese aussieht.

Einzig wichtig sind soziale Faktoren wie Liebe, Fürsorge und Geborgenheit, die für die gesunde Entwicklung wichtig sind.  Rechtspopulisten haben es aber nicht so mit wissenschaftlich nachgewiesenen Fakten, sondern machen sich gerne ihre eigenen „alternativen Fakten“.

Diesel: Make Love not Walls

Am Valentinstag hat das Modelabel „Diesel“ seine Frühjahrs-/Sommer-Kampagne vorgestellt – sie trägt den Hastig #makelovenotwalls und steht damit im starken Kontrast zum Mauerbau, den der populistische US-Präsident Trump propagiert, aber auch in zahlreichen anderen Ländern Aktualität hat, da statt Verständigung lieber Mauern und Zäune gebaut werden.

Diesel nahm dabei die Entwicklung der Welt voraus. So erklärte der Diesel-Kreativdirekt Nicole Formichetti, wie queer.de berichtet:

„Als wir im Sommer 2016 damit begonnen haben, an der Kampagne zu arbeiten, sah die Welt nicht gut aus, und das tut sie auch heute noch nicht. Es fühlt sich momentan nicht nach einer Diesel-Welt an, denn bei Diesel setzen wir uns stark gegen Hass und für Positivität, Inklusivität und Diversität in der Gesellschaft ein. Mehr denn je wollen wir die Welt wissen lassen, dass Liebe und Zusammenhalt essentiell sind, um eine Gesellschaft zu formen, in der wir alle leben wollen.“

Die Kampagne „Make Love not Walls“ wird vom US-amerikanischen Fotografen und Regisseur David LaChapelle umgesetzt, der schon für den Life Ball in Wien Kampagnen machte und auch hier für Aufsehen sorgte, als er ein Transgender-Modell mit Brüsten und Penis ablichtete und die rechtspopulistische FPÖ daraufhin Anzeige erstatte.

Die beiden Spots zeigen, dass die Welt anders kann – trotz aller Angriffe von rechtsaußen. Es lohnt sich, dafür zu kämpfen. Mehr denn je.

#MakeLoveNotWalls, denn #LoveWins. #LoveIsLove

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