Wien: Erstmals Ehrenzeichen für LGBTIQ-Aktivisten

Die Regenbogenhauptstadt Österreichs hat erstmals langjährige Aktivisten für die LGBTIQ-Community mit dem Goldenen bzw. Silbernen Ehrenzeichen der Stadt Wien ausgezeichnet und damit deren langes Bemühen um Sichtbarkeit und Gleichstellung von LGBTIQ-Lebensweisen gewürdigt. Die Ehrungen ergingen an Dr. Helmut Graupner und Mag. Andreas Brunner.

Das rot-grün regierte Wien ist seit vielen Jahren Kämpferin für die Sichtbarmachung von gleichgeschlechtlichen Lebensweisen, setzt sich für die Gleichstellung von LGBTIQ und den bestmöglichen Schutz von dieser Bevölkerungsgruppe ein.

Doch zusätzlich dazu braucht es (viele) AktivistInnen, die sich ebenso genau für diese wichtige Sache einsetzen und einen sehr wichtigen – wenn nicht wichtigsten – Beitrag zur Gleichstellung und Sichtbarkeit von LGBTs leisten. Zwei von ihnen haben nun nach langem Engagement für die LGBTIQ-Community verdienterweise eine Ehrung durch das Land Wien erhalten.

Ehrenzeichen für Helmut Graupner und Andreas Brunner

Am 11.11.2016 hat die für Anti-Diskriminierung zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) das Goldene und das Silberne Ehrenzeichen des Landes Wien an den Menschenrechtsanwalt und Präsidenten des „Rechtskomitee Lambda„, welches durch zahlreiche gewonnene Klagen vor Höchstgerichten für viele Gleichstellungsschritte verantwortlich zeichnet, Dr. Helmut Graupner und den Leiter des Zentrums „QWien„, Mag. Andreas Brunner, der aktuell als Kurator neben weiteren für die sehr empfehlenswerte Ausstellung „Sex in Wien“ verantwortlich zeichnet, verliehen.

Damit wurden erstmals Aktivisten im LGBTIQ-Bereich mit Ehrenzeichen für ihre Verdienste ausgezeichnet. Die Laudatio hielt bei der Ehrung die Stadträtin Sandra Frauenberger, gefolgt von den Dankesreden von Helmut Graupner, der auch Erstunterzeichner der „Parlamentarischen Bürgerinitiative Ehe gleich! zur Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare“ ist, welche bereits von über 50.000 Personen unterschrieben wurde, und Andreas Brunner, der aktuell unter im „Wien Museum“ Führungen zur Ausstellung „Sex in Wien“ anbietet und mit seinem Team einen enorm wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung und Aufbewahrung von LGBTIQ-Kultur und Geschichte in Wien leistet.

Bei ihren Dankesreden versprachen Graupner und Brunner, dass sie auch weiterhin mit großem Engagement für die Rechte und Sichtbarmachung von LGBTIQ kämpfen werden, denn noch immer ist – trotz zahlreicher Fortschritte – sehr vieles zu tun.

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