#PrideMonth: CSDs in Innsbruck, Graz und Linz, Regenbogenparade und Park in Wien

Der Juni wird weltweit auch als „Pride Month“ bezeichnet – mit vielen CSDs und politischen Statements zu LGBT-Rechten. Auch in Wien bzw. in Österreich ist der Juni der queerste Monat des Jahres – mit CSDs in Graz, Linz und Innsbruck sowie der großen Regenbogenparade in Wien.

Während die Massenmedien Mitte Juni wieder den Blick auf die große Regenbogenparade in Wien werfen, wo wieder um die 100.000 Personen erwartet werden, um für LGBTIQ-Rechte zu demonstrieren, finden auch in den Landeshauptstädten CSDs statt.

In Innsbruck findet am 4. Juni der CSD mit anschließenden Parkfest statt. Eine Woche später findet in Österreichs zweitgrößter Stadt, der steirischen Landeshauptstadt Graz der CSD statt – ebenso wie in Innsbruck zunächst eine Demo durch die Grazer Innenstadt mit anschließenden Parkfest im Volkspark. Den Abschluss in Österreich bildet Ende Juni die oberösterreichische Landeshauptstadt, wo am 25. Juni 2016 der Linz Pride stattfindet.

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„Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“ leitet Pride Week in Wien ein

Ebenfalls am 11. Juni findet in Wien Mariahilf das bereits traditionelle „Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“statt – das mittlerweile die inoffizielle Eröffnung der Pride Week in Wien einleitet, nachdem bereits seit Anfang Juni die Straßenbahnlinien in Wien mit Regenbogenfahnen geschmückt sind und den Pride Month begleiten.

Das LGBTIQ-Straßenfest Wiens feiert heuer bereits zum 11. Mal das Fest der Offenheit und Toleranz!

Das von der Bezirksvorstehung des 6. Wiener Gemeindebezirkes Mariahilf unter dem Bezirksvorsteher Markus Rumelhart (SPÖ) organisierte Fest in der Otto-Bauer-Gasse bietet ab 14:00 Uhr ein buntes Programm und ist ein Fest zur Förderung der Akzeptanz der Vielfalt aller Lebensweisen in Wien.

Link: Facebook-Event Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf

„Vienna Pride“ – Regenbogendorf statt „Pride Village“ 

Groß war die Aufregung im Februar, als bekannt wurde, dass es im Jahr 2016 kein „Pride Village“ am Rathausplatz geben würde, weil zu diesem Zeitpunkt das Public Viewing anlässlich der Fußball-EM in Frankreich vor dem Rathaus stattfindet (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Der Verein „CSD Vienna“, der das „Pride Village“ organisierte, hat dieses dann für 2016 abgesagt. Damit fehlte der „Vienna Pride“ der würdige Rahmen. In die Bresche sprang schließlich die „HOSI Wien“, die seit vielen Jahren sehr erfolgreich die „Regenbogenparaden“ organisiert.

So gibt es heuer statt eines „Pride Village“ am Rathausplatz einen „Regenbogenpark“ im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche, wo bereits im Jahr 2001 während EuroPride in Wien ein Pride-Park veranstaltet wurde.

Der Regenbogenpark hat von 16. bis 18. Juni geöffnet und bietet ein umfangreiches Programm. Auch sind zahlreiche Vereine und NGOs im Park präsent und informieren über ihr Angeboten. Szenelokale sorgen für Erfrischung und heimische und internationale Acts auf einer großen Bühne für Unterhaltung.

Öffnungszeiten des „Regenbogenparks“

  • Donnerstag, 16. Juni 2016, 17:00 – 22:00 Uhr
  • Freitag, 17. Juni 2016, 13:00 – 22:00 Uhr
  • Samstag, 18. Juni 2016, 10:00 – 22:00 Uhr

Link: Facebook-Event Regenbogenpark

Regenbogenparade ab 15:00 Uhr am 18. Juni 2016

Unter dem Motto „Grenzen überwinden“ marschiert die LGBTIQ-Community und ihre vielen tausenden UnterstützerInnen am 18. Juni 2016 wieder für Solidarität, Akzeptanz und Gleichberechtigung über die Wiener Ringstraße.

Die Regenbogenparade ist eine der größten jährlichen Demonstrationen Österreichs und lockt jedes Jahr über 100.000 Menschen auf die Straße, um aktiv gegen die Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und intergeschlechtlichen Personen Stellung zu beziehen bzw. sich solidarisch mit den Anliegen der Bewegung zu zeigen. HOSI-Wien-Obmann Christian Högl:

„Trotz ausgelassener Stimmung ist die Regenbogenparade ein wichtiges politisches Zeichen für Gleichstellung, die Einhaltung von Menschenrechten und für die Sichtbarkeit der Vielfalt von Lebensweisen und Liebesformen, des Spektrums an Geschlechtsidentitäten und der Diversität der Community.“

So ist die Regenbogenparade in den vergangenen Jahren auch wieder deutlich politischer geworden – immer vehementer werden die fehlenden Rechte eingefordert und thematisiert, wie der fehlende gleichwertige Diskriminierungsschutz aufgrund der sexuellen Orientierung/geschlechtlichen Identität („Levelling-Up“) oder die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare.

Aufgrund des „Marsch für Jesus“, der gleichzeitig am Ring stattfindet und dem Public Viewing zur Fußball-EM am Rathausplatz, muss die Regenbogenparade heuer ihre Route ändern. Einerseits zieht die Parade dieses Jahr in Fahrtrichtung über den Ring und nicht wie traditionell sonst üblich entgegen der Fahrtrichtung. Darüberhinaus startet der CSD in Wien eine Stunde später als üblich, nämlich erst um 15:00 Uhr.

Anstatt den Ring einmal komplett zu umrunden, biegt die Regenbogenparade nach rund zwei Drittel des Weges beim Burgring ab und wechselt beim Museumsquartier auf die Zweierlinie, um in weiterer Folge hinter dem Parlament und Rathaus wieder zum Ziel zu gelangen, dem Sigmund-Freud-Park, wo abschließend die „Celebration“ im Regenbogendorf stattfindet.

Eckdaten zur 21. Regenbogenparade:

  • 10:00 Uhr: Warm-Up im Regenbogenpark
  • 14:00  Uhr :TeilnehmerInnen sammeln sich im Startbereich vor dem Sigmund-Freund Park beim Schottentor
  • 15:00 Uhr: Start auf Höhe der Schottengasse (U2-Station Schottentor/Universität)
  • 17:00 Uhr: „Moment des Gedenkens“
  • 19:00 Uhr: Erwartetes Eintreffen der Zugspitze beim Sigmund-Freud-Park
  • anschließend „Celebration“ im Regenbogenpark

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