„Liberale“ ÖVP Wien-Kandidatin: Ehe-Öffnung führt zu „Intoleranz gegen Christen“

Die ÖVP hat sich versucht, ein liberales Mäntelchen umzuhängen, doch diese Phase ist vorbei. Stattdessen scharrt die Volkspartei erklärte GegnerInnen der (überfälligen) Gleichstellung von LGBTIQs um sich und baut somit ihr homophobes und diskriminierendes Bollwerk weiter aus, anstatt im 21. Jahrhundert anzukommen. Auch in Wien mauert die ÖVP weiter, wie sie mit der VP-Kandidiatin Gudrun Kugler beweist.

Erst im Juni hat die ÖVP mit dem Abwerben des erklärten Gegners von LGBTIQ-Recht, Marcus Franz vom „Team Stronach“ auf Bundesebene den Kurs der  Vergangenheit ausgebaut (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Franz hat in der Vergangenheit davon gesprochen, dass Homosexualität eine „genetisch Anomalie“ und als „amoralisch“ zu bezeichnen wäre.

VP-Kandidatin Kugler: Ehe ist auf Nachwuchs ausgelegt

Auch in Wien hat sich die ÖVP mit einer Theologin und Juristin Verstärkung im Kampf gegen die überfällige Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften geholt. Die auf Platz 13 kandidierende Gudrun Kugler führt in der Zeitschrift des „Mittelschüler-Kartellverbandes (MKV) (PDF)“ „Argumente“ vor, wieso die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau fortbestehen müsse und nicht für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden dürfe.

Dabei fährt Kugler den genau gleichen Kurs, wie er von (fast) allen GleichstellungsgegnerInnen gefahren wird. Laut ihr ist es nicht homophob oder diskriminierend, denn LGBTIQ müsse Toleranz entgegen bracht werden, aber:

„Die Ablehnung der Ehe für Homosexuelle wird geheimhin als Ablehnung von gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen oder einer Abwertung der Liebe derselben verstanden. Das ist falsch! Dass sich Homosexuelle in stabilen Beziehungen umeinander kümmern, ist etwas Gutes!“

Nun versucht Gudrun Kugler ihre Ablehnung sachlich zu begründen, um ihre Homophobie zu tarnen, doch letztlich scheitert auch sie. In ihrem haltlosen Argumentationsversuch begründet sie den besonderen Schutz der Ehe damit, dass diese auf die Zeugung von Nachwuchs ausgelegt wäre.

„Eine Ehe ist aber per definitionem auf Nachkommenschaft ausgerichtet. (…) Warum wählt der Staat von all diesen Formen nun die Liebe zwischen Mann und Frau aus und gibt ihr dieses symbolische Alleinstellungsmerkmal? Weil es in der Ehe um weit mehr geht als um Liebe. Das Ziel der Ehe ist (neben dem gegenseitigen Beistand) die Zeugung und Erziehung der Nachkommen. „

Wenn Ehe auf Nachkommen ausgelegt ist, dann Eheverbot für Unfruchtbare?

Die Argumentation von Gudrun Kugler geht völlig ins Leere, denn die Fähigkeit oder der Willen, Kinder zu zeugen ist keine Voraussetzung für die Schließung einer Zivilehe.

Wenn der Gedanke der Theologin nun zu Ende geführt werden würde, dann müsste sie ganz konsequent auch ein Eheverbot für all jene fordern, die entweder kein(e) Kind(er) bekommen möchten oder aus verschiedensten Gründen kein(e) Kind(er) zeugen können.

Damit müsste der Staat ein Eheverbot für kinderlose Paare aussprechen oder die Schließung der Zivilehe an die Zeugungsfähigkeit und -willen festmachen.

Nur das wäre dann in Bezug auf gleichgeschlechtliche Paare konsequent und nicht diskriminierend, wenn das Eheverbot mit der Zeugungsfähigkeit und dem -willen begründet wird.

Dabei vergisst Kugler übrigens gänzlich, dass auch in gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften Kinder leben, zur Welt kommen – aufgrund den Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin.

Kugler: „Müssen zurück zur Natur“

Nachdem sachliche Argumente ins Leere führt, versucht sich Kugler im weiteren Verlauf ihres Artikels noch im „Klassiker“ der GleichstellungsgegnerInnen – der Natur.

So behauptet die Neo-Politikerin, die das katholische Partnersuch-Portal „kathtreff.org“ gegründet hat, die in Wien wahrlich die liberale Stadt-VP verkörpert, dass die Diskussion wieder zurück zur Natur müsse, denn:

„Wir müssen in der Frage der Ehe zurück zur Natur – nur so lebt unsere Gesellschaft nachhaltig.“

Auch dieser Argumentationsversuch ist nicht stichhaltig, denn wie der Juristin wohl bekannt sein sollte, handelt es sich bei der Ehe in keinster Weise um ein Institut der Natur, sondern um ein soziales Konstrukt. Somit kann für die Begründung des Eheverbots für LGBTIQ auch hier nicht die Natur als Ausrede genommen werden.

Adoption: Kugler gegen Höchstgerichtsurteil

Darüberhinaus vertritt Kugler auch die Ansicht, dass Höchstgerichtsurteile nicht umgesetzt werden sollten, wie aus ihrem Artikel interpretiert werden kann. Auch wenn der Verfassungsgerichtshof festgehalten hat (thinkoutsideyourbox.net berichtete), dass das Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare verfassungswidrig ist und somit diese gleichberechtigt im Adoptionsrecht zu behandeln sind, sprich sich Kugler dagegen aus.

„Trotz höchstrichterlichem Urteil für die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare, sollte in der Adoption die Ursprungsfamilie möglichst getreu nachgebaut werden. Dies ist in der Kinderrechtekonvention vorgesehen. Dafür wären heterosexuelle Paare zumindest zu favorisieren.“

Damit fordert Kugler die offene Diskriminierung von Lesben und Schwulen und das verdient nun mal nur eine Bezeichnung: homophob.

Weiters negiert sie sämtliche wissenschaftlich anerkannte Studien zum Kindeswohl, die alle besagen, dass es dabei nicht auf die Zusammensetzung der Familie, sondern auf soziale Faktoren wie Liebe, Fürsorge und Geborgenheit ankommt, wie auch der klinische Psychologe Dr. Lehenbauer-Baum in einem Gastbeitrag auf thinkoutsideyourbox.net ausgeführt hat.

Kugler: Ehe-Öffnung führt zu Polygamie

Ebenfalls eine sehr beliebte Argumentationslinie von GleichstellungsgegnerInnen ist die Behauptung, dass die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare die Folge hätte, dass auch Ehen von mehreren Personen oder unter Geschwistern ermöglicht werde:

„Denn die Homoehe führt zur Beliebigkeit: „Ehe für alle“ ist Ehe für niemanden. Die Homoehe führt unweigerlich zu schrittweisen Erweiterungen wie Polygamie (bereits ernsthaft diskutiert) oder eine Ehe für beste Freundinnen oder unter Geschwistern.“

Auch dieses Argument hält einer sachlichen Betrachtung nicht stand, denn in sämtlichen Staaten, die die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren im Eherecht beendet haben, ist die Ehe noch immer ein Institut zwischen zwei Personen.

Kugler: Ehe-Öffnung führt zu Intoleranz gegenüber ChristInnen

Nachdem sämtliche vorgebrachten Argumente von Kugler nichts anderes als der klägliche Versuch sind, ihre Homophobe zu tarnen, kommt schließlich noch das letzte Argument: Die Öffnung der Ehe diskriminiert ChristInnen.

„Die Homoehe führt weiters bereits heute vielerorts zu Intoleranz gegen Christen und dem Versuch, mit staatlichen Repressalien die Kirchen zu zwingen, Homoehen selbst durchzuführen.“

Auch bei diesem scheitert die werte Neo-Politikerin kläglich, denn die Forderung von LGBTIQs ist nicht die Öffnung der Ehe im Kirchenrecht, sondern die Öffnung der Zivilehe und dies tangiert Gläubige in keinster Weise.

Die „heilige Ehe“ in der Kirche bleibt von der Öffnung der Zivilehe unberührt und die Juristin wird diesen Umstand sehr wohl kennen, negiert ihn jedoch um ein Bedrohungsszenarie zu konstruieren, welches nicht existiert.

Kugler zeigt, wieso es Zeit für die Öffnung der Ehe für LGBTIQ ist

Kurz: Sämtliche Versuche, ihre Ablehnung von der vollständigen Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften sachlich zu begründen, sind gescheitert. Es gibt kein einziges Sachargument, das gegen die Öffnung der Ehe – der Zivilehe – für LGBTIQ spricht.

Vielmehr offenbart sich eines: Homophobie und die Forderung nach Diskriminierung.

Im Grunde muss mensch Gudrun Kugler „dankbar“ sein, denn ihr kläglich gescheiterter Versuch, die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit Argumeten zu rechtfertigen, macht nur eines klar: es gibt keine Rechtfertigung dafür.

Daher ist es Zeit, die Zivilehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen – damit die Gesellschaft gerechter wird und auch Kinder in Regenbogenfamilien im gleichen Ausmaß gewürdigt und geschützt werden. Das entspricht dem Kindeswohl und dem Respekt allen Menschen gegenüber.

(Grafik: ÖVP Wien)

76 Kommentare

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  1. Reini 22 August, 2015 at 12:07

    Warum so nervös? Diese Entgegnung auf Kuglers Artikel erscheint mir sarkastisch, unterstellend und sehr, sehr flach! Hat sie eventuell doch einen Nerv getroffen?

  2. thinkoutsideyourbox.net 22 August, 2015 at 12:24

    @Reini:

    Da die Argumente (diese Bezeichnung verdienen die Aussagen im Grunde gar nicht) von Fr. Kugler so haltlos und unterstellend sind, ist keine darüber hinausgehende Replik nötig, als die im Artikel gemachte.

  3. Jo 22 August, 2015 at 13:12

    Ich finde Frau Kuglers Argumentation sehr fundiert. Man soll nicht ungleiches als gleiches darstellen. Aber es scheint als ob alle mit Blindheit geschlagen sind.

  4. Jo 22 August, 2015 at 13:15

    Ich finde Frau Kuglers Argumentation sehr fundiert. Man soll nicht ungleiches als gleich behandeln. Aber es scheint als ob in diesem Bereich blind geworden sind.

  5. Spry 22 August, 2015 at 13:19

    Frau Dr. Kugler hat vollkommen recht – aus theologischer, gesellschaftspolitischer und juristischer Sicht: Die Ehe als Bund zwischen Mann und Frau stellt die Grundlage jeder Gesellschaft dar. Allein aus dem Bund beider Geschlechter KANN Nachwuchs hervorgehen.
    Dabei zu unterstellen, Unfruchtbare müssten sanktioniert werden, ist nicht nur Unfug, sondern spricht Bände über das Menschenbild der LGBT-Proponenten.

  6. thinkoutsideyourbox.net 22 August, 2015 at 13:41

    Die Argumentation ist weder fundiert, schlüssig, noch gesellschaftspolitisch richtig. Tatsache ist, dass sie einzig mit Unterstellungen und Behauptungen arbeitet, die keiner faktischen Begutachtung stand halten, auch wenn Sie anderes behaupten.

  7. Alokin 22 August, 2015 at 14:11

    Frau Kugler hat in ihrer Argumentation vollkommen recht. Warum muss etwas, das sich seit mehreren tausend Jahren bewährt hat und die Gesellschaft zusammen hält, auf einmal komplett umgekrempelt und neu definiert werden? Wie Frau Kugler angedeutet hat, führt das früher oder später zur Beliebigkeit (Ehe mit mehreren Menschen, Ehe unter Geschwistern, Ehe zwischen Tier und Mensch???) Ich übertreibe natürlich, aber die Bezeichnung Ehe für ALLE beinhaltet nun mal ALLE…
    Mein Vorschlag wäre, die Ehe so zu lassen wie sie ist. Alternativ sollte für LGBT-Personen ein Alternativ-Name für den Zusammenschluss zweier Menschen überlegt werden, von mir aus mit den selben Rechten und Pflichten (denn das wollen sie doch, oder?) aber eine Abgrenzung zur Ehe, für mich gleichzusetzen mit einem Kultur- und Welterbe, muss gegeben sein! Die Ehe ist per Definition eine Lebensgemeinschaft aus Mann und Frau
    Darüber hinaus ist der Artikel hier meiner Meinung nach nicht sehr sachlich, sondern sehr suggestiv, gefärbt von Unterstellungen und Zynismus Frau Kuglers Argumenten gegenüber…

  8. Roland H 22 August, 2015 at 14:13

    Bin ich froh, dass diese Frau Kugler „nur“ auf Listenplatz 13 ist. Und eine Vorkämpferin für Gleichstellung wie Petra Gregorits auf ÖVP-Listenplatz 9. Das lässt hoffen! Entschuldigt aber nicht das Aufstellen einer Extremistin wie Gudrun Kugler!

  9. Marlene 22 August, 2015 at 14:17

    Wieso soll das katholische Ehedefinition für alle gelten? Diese erzkonservative Katholikin soll ihren Glauben im Privaten leben, aber bitte mich als Atheistin in Ruhe lassen.

  10. thinkoutsideyourbox.net 22 August, 2015 at 14:20

    @Alokin:

    Sie wissen aber schon, dass die Liebesehe ein sehr kurzes Institut ist und somit auch ihre gesamte Argumentation nicht stichhaltig und somit offen diskriminierend und homophob ist.

    Und lassen Sie bitte Ihre religiöse Ehedefinition in der Kirche, denn um diese geht es nicht, aber dieses FAktum negieren Sie und Fr. Kugler vehement.

    Österreich ist bzw. sollte ein säkularer Staat sein und Religion sollte Privatangelegenheit sein. Die rk Kirche hat nicht das Recht, die Definition der Zivilehe für sich zu beanspruchen.

    Aber das scheint für Erzkonservative ein Ding der Unmöglichkeit, zu akzeptieren.

  11. Ed 22 August, 2015 at 15:05

    Kann es sein, dass Sie ein wenig unter Homophobo-Phobie leiden? Wenn man so liest, wie Sie die durchaus nachvollziehbaren Argumente und Gedanken von Frau Kugler abqualifizieren, könnte man beinahe den Eindruck bekommen, dass …

  12. Lisa 22 August, 2015 at 15:23

    Kugler hat recht und ihre Argumente sind nachvollziehbar. Tatsache ist nunmal, dass die Ehe zwischen Mann und Frau vom Wesen her auf die Familiengründung ausgerichtet ist und somit die Grundlage einer Gesellschaft darstellt. Ganz unabhängig davon, ob im Einzelfall das jeweilige Paar tatsächlich fruchtbar ist oder nicht. Die „eingetragene Partnerschaft“ gibt es in Ö ja bereits., jedem steht es frei, zu leben wie man will. Von Diskriminierung kann man da ja wohl nicht ernsthaft sprechen. Aber wieso soll etwas „gleich“ genannt werden, was nicht gleich ist? Das hat nichts mit einer Phobie zu tun.

  13. Marlene 22 August, 2015 at 15:33

    Da geben sich hier ja die Fundamentalkatholiken die Kirchenklinke in die Hand und übertrumpfen sich gegenseitig mit homophoben Aussagen. Denken Sie nach, bevor sie posten????????????. Glauben Sie diesen homophoben Stumpfsinn ernsthaft? Wir leben im 21. Jahrhundert und die Kirche hat zum Glück immer weniger Einfluss.

  14. Lisa 22 August, 2015 at 16:06

    Und wo schreibt hier jemand irgendwas von Kirche? Ich hab hier kein Argument gefunden, das sich auf den Glauben christlicher, muslimischer, jüdischer oder sonstiger Religion beruft. Es wurden inhaltliche Argumente vorgebracht. Und: Auch mit zehn Rufzeichen u Fragezeichen wird eine Aussage nicht richtiger ;-)

  15. thinkoutsideyourbox.net 22 August, 2015 at 16:19

    @Lisa: Falls Sie mich meinen. Fr. Kugler ist Theologin und sie stützt bzw. begründet ihre Aussagen ua. mit ihrem christlichen Glauben. Wie vorhin schon geschrieben (und weiter ignoriert wird): Auch wenn Sie die Behauptungen von Fr. Kugler immer und immer wieder wiederholen, sie fußen auf keinen Tatsachen und sind widerlegt. Auch wenn Sie das nicht akzeptieren wollen, ist es nunmal so.

    Aber einigen wir uns darauf: sie glauben weiterhin den widerlegten Argumenten, wiederholen diese dennoch, wollen diskriminieren und verschließen sich den Tatsachen, der Vielfalt der Liebe und der Tatsache, dass das Kindeswohl unabhängig der Familienkonstellation gewahrt sein kann.

    Sie können das mit noch so vielen Sätzen wiederholen. Es bleibt falsch, diskriminierend und letztlich homophob.

    Resümee für alle, die hier gebetsmühlenartig Fr. Kugler beipflichten: es ist ein kläglich gescheiterter Versuch, die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit Argumenten zu rechtfertigen und macht nur eines klar: es gibt keine Rechtfertigung dafür.

  16. Marlene 22 August, 2015 at 17:13

    Respekt, dass Sie mir diesen Fundamentalkatholiken noch versuchen zu diskutieren, denn bringen tut es nichts. Da gibt es, nur das, was die Kirche oder andere Fundamentalkatholiken sagen. Gegen Argumente sind diese Personen immun.

  17. Reini 22 August, 2015 at 18:10

    Kann Lisa nur beipflichten! Da macht es sich der AUTHOR aber wirklich leicht:
    Zuerst werden starke Behauptungen und Unterstellungen gemacht. Wenn dies dann angeprangert wird, postet man einfach, dass eine über den Artikel hinausgehende Replik „nicht nötig“ sei. (@Author 12:24 ) Das erscheint mir ziemlich präpotent!
    Was will dieses Forum denn eigentlich bezwecken? Will man ohnehin nur billigen Applaus aus den eigenen Reihen für diese Minderheiten-Meinung?
    Dann kann ich nur raten, macht nur weiter so, Leute! Denunziert den Rest der Welt einfach schablonenhaft immerdar mit der schon abgegriffenen Keule als „homophob“.

    Vergesst aber unterwegs die zweite, ebenso abgegriffene Keule nicht:
    Die Unterstellung, man habe es nur mit „Fundamentalkatholiken“ zu tun. Ich bin jedenfalls kein Katholik.
    Da macht man es sich wirklich viel zu einfach.
    Eine derartige Haltung gab es in der Weltgeschichte schon des öfteren. Sie hat glücklicherweise und zwangsläufig ohnehin immer ein garantiertes Ablaufdatum.

    „thinkoutsideyourbox“ !! Wirklich witzig!

  18. Emmi 22 August, 2015 at 18:19

    Frau Kugler hat absolut recht, vielleicht sollten die Autoren von thinkoutsideyourbox mal über ihren Tellerrand schauen und anerkennen dass es auch noch eine Welt außerhalb von lgbt gibt und diese Meinung respektieren!!! Trauen Sie sich weiter das auszusprechen- es ist weder homophob noch mittelalterlich und es gibt noch viele Menschen die so denken wie sie!!

  19. Marlene 22 August, 2015 at 18:26

    Die einzigen, die hier hetzen und untergriffig sind, seid ihr, vielleicht sogar beauftragte Trolle (??).

    Ihr bringt keine Argumente und pöbelt gegen einen Artikel, der den religiösen Wahn und die Hetze von der Theologin und ÖVP Politikerin aufdeckt.

  20. thinkoutsideyourbox.net 22 August, 2015 at 20:02

    Zusammenfassend kann festgehalten werden: Fr. Kugler wettert fernab jeglichen Fakten und Wissensstand gegen die überfällige Gleichstellung von LGBTIQs, zeigt in ihrer (gescheiterten) Argumentationslinie teils subtil, teils ganz offen ihre Homophobie und Forderung nach Diskriminierung einer ganzen Bevölkerungsgruppe und als Grundlage nimmt sie eine, nämlich ihre geglaubte, Religion her..

    Die BefürworterInnen von Fr. Kugler sehen sich bemüßigt, auf Argumente nicht einzugehen (deckt sich mit Fr. Kugler) und unterstellen stattdessen, dass man Unterstellungen macht.

    Diese Logik ist schon „grandios“. Die HetzeInnen fühlen sich diskriminiert – von den Diskriminierten. Opfer-Täter-Umkehr in reinster Form.

    Die Reaktionen zeigen auch nur zu gut, dass ein nervöser Punkt getroffen wurde, weil die Ansichten von FundamentalkatholikInnen und erzkonservativen Gläubigen glücklicherweise längst eine Minderheitenmeinung in Österreich sind und die große Mehrheit der Bevölkerung (auch das ist statisch nachgewiesen, genauso wie alle anderen widerlegten Punkte von Fr. Kugler) sich längst für die völlige Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paare ausspricht.

    Die Zeit arbeitet gegen die GleichstellungsgegnerInnen und das jetzige lautstarke Aufschreien ist der letzte homophobe und diskriminierende Versuch die Geschichtsschreibung zu verhindern, doch werden sie (und das ist sehr zu hoffen) auf der falschen Seite der Geschichte stehen. In einigen Jahren werden sie genauso „dumm“ aussehen, wie seinerzeit die GegnerInnen der Aufhebung des Verbots von gemischtrassigen Ehen in den USA.

    Es ist Zeit und nur gerecht, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen, denn das ist der Grundgedanke von Demokratie, gleiche Rechte und Pflichten für alle und ein Rechtsinstitut für die Liebe von zwei Menschen. Die Öffnung der Ehe festigt die Demokratie und die traditionellen Werte der Gesellschaft. Anstatt zu hetzen sollten Konservative glücklich sein, dass LGBTIQs konservative Werte leben wollen (wenn sie dürften).

    Und die Frage ist nicht, ob die Ehe-Öffnung kommt, sondern nur mehr wann. Und das ist gut so.

    PS: So mancher der obigen KommentarschreiberInnen sollte sich dieses Video ansehen und zum Nachdenken anfangen – so wie dieser gläubige Christ:
    https://www.youtube.com/watch?v=Rk9ekcsbY0A

  21. Lotta 22 August, 2015 at 22:03

    Danke für die Werbung für Fr. Kugler! Der Eintrag zeigt umso mehr, dass sie Recht hat (wohl gegen den Willen des Schreibers – ich gendere jetzt nicht, bitte nicht diskriminiert fühlen)!
    Frau Kugler ist keine Neo-Politikerin, sie hat jahrelange Erfahrung. Zweitens entspricht es entwicklungspsychologisch dem Kindeswohl, bei Mama und Papa aufzuwachsen (und nicht anders) und das darf man Kindern nicht vorenthalten. Dass leider viele Kinder bei nur einem Elternteil aufwachsen ist, ist traurig und hat durchwegs eine schmerzvolle Vorgeschichte. Aber Vater- oder Mutterlosigkeit künstlich herbeizuführen ist fatal. Ich frage mich, was für ein „Psychologe“ das sein soll, der hier das Gegenteil behauptet…
    Drittens gibt es sehr wohl Bestrebungen, die Öffnung der Ehe auch für die Kirche zu erzwingen, vor allem (aber nicht nur) in Amerika wird das derzeit diskutiert und man ist dort beim Supreme Court gelandet – also ebenso keine haltlosen Argumente von Frau Kugler. Da kann „thinkoutsideyourbox“ noch so oft dagegenreden. Viertens ist die Überlegung des Schreibers, ein Eheverbot für Unfruchtbare als logische Konsequenz zu sehen, wirklich sehr weit hergeholt, haltlos und dumm.
    Eine Frage habe ich noch: Ist „Stolz“ wirklich eine erstrebenswerte Charaktereigenschaft?

  22. wolfgang 22 August, 2015 at 22:15

    Die Menschheit entfernt sich immer mehr von der Natur. Alles wird zubetoniert, wir essen Industriefutter, verändern unser Klima und Kinder werden im Reagenzglaz gezeugt. Wohin wird das führen?
    In den letzten hunderttausend Jahren hat die Verbindung von Mann und Frau für die nächste Generation gesorgt – bisher erfolgreich. Sich über die Natur zu erheben und zu meinen Mann und Mann oder Frau und Frau wäre das gleiche ist unnatürlich und überheblich. Sich über die Natur zu erheben führt auch (oft erst nach einiger Zeit) zu negativen Folgen, wie wir z.B. am Klimawandel schon sehen können.

  23. Alokin 22 August, 2015 at 22:45

    @thinkoutsideyourbox.net zu meinem Beitrag

    Ich habe in meiner Diskussion kein einziges Mal die Kirche erwähnt. Meine Definition der Ehe stammt aus dem Duden, nicht von der Kirche… Zu erwähnen ist, dass ich nicht mal römisch-katholisch bin…
    Ich frage mich auch, woher Sie die Interpretation nehmen, mich nur auf die Liebesehe zu beziehen. Das habe ich in meiner Diskussion auch kein einziges Mal erwähnt.
    Es tut mir Leid, aber Ihre Antworten erwecken bei mir den Anschein, dass Sie erstens nur das aufnehmen wollen, was Ihrer Meinung entspricht (selektive Aufmerksamkeit), zweitens die Inhalte hinzufügen, die ebenso Ihrer Meinung entsprechen (obwohl nichts davon genannt wird) und drittens eine aufrichtige Diskussion durch und durch mit „homophob“ abzustempeln (vielleicht als Versuch der Einschüchterung, wenn kein anderes Argument mehr zieht?)
    Das bestätigt mich in meiner ersten Aussage, die ich bereits in meinem ersten Kommentar über diesen Artikel kund getan habe…

  24. Alokin 22 August, 2015 at 22:47

    @thinkoutsideyourbox.net zu meinem Beitrag

    Ich habe in meiner Diskussion kein einziges Mal die Kirche erwähnt. Meine Definition der Ehe stammt aus dem Duden, nicht von der Kirche… Zu erwähnen ist, dass ich nicht mal römisch-katholisch bin… ?
    Ich frage mich auch, woher Sie die Interpretation nehmen, mich nur auf die Liebesehe zu beziehen. Das habe ich in meiner Diskussion auch kein einziges Mal erwähnt.
    Es tut mir Leid, aber Ihre Antworten erwecken bei mir den Anschein, dass Sie erstens nur das aufnehmen wollen, was Ihrer Meinung entspricht (selektive Aufmerksamkeit), zweitens die Inhalte hinzufügen, die ebenso Ihrer Meinung entsprechen (obwohl nichts davon genannt wird) und drittens eine aufrichtige Diskussion durch und durch mit „homophob“ abzustempeln (vielleicht als Versuch der Einschüchterung, wenn kein anderes Argument mehr zieht?)
    Das bestätigt mich in meiner ersten Aussage, die ich bereits in meinem ersten Kommentar über diesen Artikel kund getan habe…

  25. Liberio 22 August, 2015 at 22:55

    Die ‚Toleranten‘ sind heute die ärgsten Diktatoren. Sie dulden keinerlei anderen Meinungen. Sie verabscheuen unterschiedliche ethische und moralische Auffassungen. Sie verhetzen, lügen, verleumden, wenn jemand andere Ansichten als sie hat. Sie baden wohlig in ihren ausgewählten Opferrollen und fordern, dass Politiker die sexuellen Bedürfnisse Einzelner höher zu beachten haben als das Gemeinwohl. Sie schmarotzen von Pflegegeldern und Pensionen, welche sie sich von den Kindern Andersdenkender finanzieren lassen. Es ekelt mich vor ihnen.
    Daher hat Gudrun Kugler recht. Ihr hier seid die wirklichen faschistoid Intoleranten.

  26. color 22 August, 2015 at 22:56

    Eine Schande, dass dieser Artikel versucht, mit gespielter Empörtheit sich einer kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Standpunkt zu entziehen.

    Mir fallen spontan gerade 20 verschiedene sexuelle Orientierungen ein.

    Warum elitisiert ihr von diesen 20 ausgerechnet 2 (hetero und homo), und stattet die mit besonderen „Ehe“-Rechten aus? Was ist mit den anderen 18, etwa mit den Objektliebenden, Polygamen, Tierliebenden, Selbstliebenden ect ect? Was fällt euch denn bitte ein, Definitionen zu erfinden (nur zwei Menschen, nicht ein Objekt, Tier oder nur ein Einzelner?).

    Seht ihr eigentlich mal, wie heuchlerisch ihr seid?

    Die Konserativen haben zumindest die Tradition, die Fortplanzung und die Natur auf ihrer Seite, aber ihr, die ihr ja keine Tradition anerkennt, auf was baut denn ihr eure Diskriminierung?!

    Das „Argument“ mit der Unfruchtbarkeit: euch ist schon bewusst, dass die Kontrolle der Unfruchbarkeit gegen das Menschenrecht des Schutzes der Privatssphäre verstoßen würde und so undurchführbar wäre?

    Wenn ihr mal mutig seid, dann veröffentlich diesen Kommentar und bezieht mal Stellung und erklärt mal die wirklichen Hintergründe, warum jetzt ausgerechnet die Homosexualität zu den zwei auserwählten sexuellen Orientierungen gehören sollte!

  27. bluemusic 22 August, 2015 at 23:31

    All das im Namen der Toleranz!
    Toleranz bedeutet wohl, so zu denken, wie es uns die Homo-Lobby vorgibt.
    Wer etwas Anders denkt oder äußert wird stigmatisiert.
    „Homophob“ ist da ohnehin schon das Modewort schlechthin.
    Peinlich, wie anders Denkende diffamiert werden.
    Da bin ich echt froh, dass es da mutige Personen wie Fr. Dr. Gudrun Kugler gibt, die es wagen, sich gegen diese massive mediale und äußerst einseitige Propaganda zu stellen!

  28. leaksmouse 22 August, 2015 at 23:33

    Das normale Eheparre mit Vater und Mutter für eine Erziehung besser geeignet sind für Kinder um eine Vorbildwirkung oder deren Beziehungsaufbau oder Konfliktlösungspahse zum anderen Geschlecht zu erlernen ohne Berührungsängste zu bilden, dass mag sicher bei vielen Kinder in der Praxis der Fall sein.
    Jedoch ist die Diskussion über die Erweiterung der Fremdkinderadoption völlig kontraproduktive. Die zwangsweise Fremdkinderaoption unter 14 Jahren, ist in der heutige
    Zeit völlig fehl am Platz und gehört zur gänze VERBOTEN.
    Ab 14 Jahren unter Berücksichtigung des Willen und Zustimmung des mj. Kindes wäre es legitim, der Kinderhandel unter 14 Jahren durch Adoption gehört komplett VERBOTEN.

  29. Sandra 23 August, 2015 at 00:56

    Frau Kugler kann ich in Ihrer Argumentation nur unterstützen. Zu behaupten, sie liefere keine Sachargumente ist schlichtweg falsch. Nur weil Kugler Argumente nicht der des Autors entsprechen, sind sie nicht unsachlich. Ich empfinde es auch als unverschämt und intolerant, Menschen dir sich gegen die Homoehe aussprechen HOMOPHOBIE zu unterstellen. Ich habe auch Homosexuelle Freunde, die in einer eingetragenen Lebensgemeins hatte leben (seiner 10 Jahren ) und dennoch würde ich genauso gegen die „Ehe“ im herkömmlichen Sinne argumentieren, wie Frau Kugler das tut.Deswegen bin ich doch nicht homophob- so ein Nonsense! !!!! Das würde ja bedeuten , dass ich oder Frau Kugler (und alle ,die so argumentieren ANGST haben , vor Menschen mit homosexuellen Empfindungen. Das ist nicht nur dumm, sondern auch diffamierend und intolerant.

  30. Franz L Zager 23 August, 2015 at 05:22

    Hey, was ist das Problem? Die Dr. Kugler ist doch voll überzeugend und diskriminiert doch niemand. Bitte, genau lesen und aufhören so zu tun, als gäbe es Gott und seine ewig gültigen Gesetze nicht.

  31. jogun 23 August, 2015 at 07:09

    Die Verlogenheit der Gender-Propagandisten kommt in diesem Artikel klar zum Ausdruck. Noch vor nicht allzu langer Zeit haben die heutigen Verfechter der „Ehe für alle“ gegen Unterdrückung und Rollenzwang in der Ehe gekämpft und ihre besten Jahre dem Modell der freien Liebe geopfert. Nun wird von der Avantgarde des „gesellschaftlichen Fortschritts“ die Ehe als erstrebenswerte Institution des privaten wie gesellschaftlichen Glücks gepriesen und jeder der diese Meinung nicht teilt ist homophob bzw. vom vorigen Jahrhundert. Es ist nämlich ein starkes Stück, Frau Kugler, die ich persönlich kenne, ein homophobes Motiv zu unterstellen.

  32. thinkoutsideyourbox.net 23 August, 2015 at 07:50

    Das nun geltende Motto: Don’t feed the trolls und all diese Kommentare sind der beste Beweis. Negieren von Fakten und Ignorieren von Argumenten. Es wurde weiter KEIN einziges Argument gebracht, außer, dass Fr. Kugler recht haben soll. Das hat die werte Theologin nun nicht – auch wenn sie alle das weiter betonen.

    Fehlen also Argumente, muss man eben untergriffig, beleidigend sein und sich in die Opferrolle begeben.

    Noch viel durchschaubarer geht es nicht und der beste Beweis, dass ein Punkt getroffen wurde, der zeigt, wie recht der Artikel hat.

    Mit jeden weiteren Kommentar zeigen sie das, dass Sie keine schlüssigen Argumente haben, die gegen die Ehe-Öffnung sprechen. Aber bitte: Hier ist Ihre Bühne und zeigen Sie es, dass Sie für Homophobie und Diskriminierung stehen, denn das ist es. Auch wenn Sie noch so sehr dagegen protestieren.

    Hass(reden) und Hetze sind keine Meinung, sondern Menschenverachtung, Diskriminierung und Homophobie.

    PS. So dumm werden die GleichstellungsgegnerInnen in einigen Jahren dastehen. https://www.facebook.com/andersrumtirol/posts/1019950081371507

  33. Tobias 23 August, 2015 at 10:35

    Begriffe wie „Homophobie“, „Diskriminierung“ oder „Hetze“ sind anscheinend die einzigen Argumente des Autors…Sachlichkeit und wirkliche Kritik müsste auch ohne diese emotionalen Worthülsen (sie sind längst ihrer eigentlichen Bedeutung beraubt und dienen nur noch als Totschlagargumente) auskommen…
    Was nicht in den eigenen rosarot gefärbten Blickwinkel passt, gilt als homophob und Hassrede…

  34. brandy 23 August, 2015 at 11:18

    @ Author: ich bewundere deine Energie, sich in den Kommentaren mit Menschen abzugeben, die offensichtlich einiges Pech beim Denken haben…

    @ den BewahrerInnen „christlicher“ Werte: die bürgerliche Ehe ist (erst) im 18. Jahrhundert entstanden, seither hat sie sich stark verändert. Für zB Martin Luther war die Ehe kein Sakrament, sondern ein „weltlich Ding und wandelbar“, somit kann, darf und soll sich das Eheverständnis auch ändern.

    @ „zurück zur Natur – nur so lebt unsere Gesellschaft nachhaltig“: Ich liebe dieses Argument!!! Und ich hoffe, jene, die es in´s Rennen führen kommen darauf zurück, wenn sie eine künstliche Hüfte brauchen, einen Herzschrittmacher ablehnen, oder auf die lebenslange Einnahme von Medikamenten – etwa bei chronischen Krankheiten, zB Diabetes – angewiesen sind. Aber ob sich damit die „Nachhaltigkeit“ auf das Aussterben von Dummheit bezieht, bezweifle ich…

  35. wisdomisinsidethebox 23 August, 2015 at 13:01

    Zwar könnte man nun jedes Argument des Autors sachlich und logisch zerlegen, ich möchte nur auf einige Denkfehler hinweisen:

    Die Möglichkeit der „künstlichen“ Befruchtung und der Fortpflanzungsmedizin/industrie dem Naturargument entgegenzusetzen ist sehr kurz gedacht.

    Auch die Fortpflanzungsindustrie muss immer auf eine weibliche Eizelle und männliche Samenzelle zurückgreifen, weil das in der Natur des Menschen eben so vorgesehen ist. Kein Kind dieser Welt kommt ohne Vater und Mutter zur Welt. Die Kombination „Vater – Mutter – Kind“ ist also empirisch nachvollziehbar, absolut, biologisch, natürlich und unveränderlich. Daran ändert sich auch nichts, dass die Verhältnisse des Zusammenlebens unabhängig von den Rahmenbedingungen der Entstehung eines Kindes nun beliebig gestaltet werden.

    Daher erfolgt nun im Überschwange der Gleichmacherei der Versuch, gewisse Begriffe ihres Sinnes zu berauben. Ehe z. B. als Verbindung zwischen Mann und Frau, die auch ein Kind hervorbringen kann (warum muss?) und damit zur Familie wird.

    Diese Begriffe nun allen Liebes-Verbindungen aufs Aug drücken zu wollen ist erstens semantisch unsinnig: Wir spreichen ja auch nicht von männlichen Eizellen oder weiblichen Samenzellen oder lesbischen Schwulen und schwulen Lesben. Ehe und Familie sind definierte Begriffe, die nun angegriffen werden.

    Zweitens führt diese Gleichmacherei zu Verwirrung und einer erneuten zusätzlichen Kategorisierung: Weil der Begriff Ehe als Bund zwischen Mann und Frau (was in der biologisch-natürlichen Gesetzmäßigkeit wurzelt) nun entfremdet wird, braucht es zusätzlich Adjektive, um dennoch auf die faktische Unterschiedlichkeit hinzuweisen: Schwulenehe, Lesbenehe, und wie bitte darf sich die Ehe zwischen Mann und Frau eigentlich noch nennen? Natürliche Ehe (faktisch richtig aber politisch völlig unkorrekt) und da alles, was natürlich ist eigentlich auch der Norm entspricht, müsste man rein logisch diese Ehe als eine „normale Ehe“ bezeichnen, das gleiche gilt für den Begriff Familie.

    Dass dies die einschlägige Community zumindest zum Teil zur Weißglut treiben wird, weil sie so gerne anders und normal gleichzeitig sein wollen, ist zu erwarten, zeigt aber nur, wie fern jeglicher Vernunft hier argumentiert wird.

    Man wirft gläubigen Menschen manchmal vor, ihren Verstand abgeben zu müssen. Wenn ich lese, was von Seite der LBTIQ-Lobby meinem Verstand zugemutet wird, dann hat das mit Wissenschaft und Logik so gut wie nichts zu tun, eher mit Polemik, Indoktrinierung und Sektiererei. Hier ensteht eine neue Weltanschauung, eine Religion, ein Glaube, der sich, wie dieser Artikel beweist, sehr schwer tut, sich in Frage stellen zu lassen.

  36. thinkoutsideyourbox.net 23 August, 2015 at 13:19

    @Franz L Zager: Als Atheist gibt es für mich keinen Gott und dennoch wollen Sie Nichtgläubigen die Gesetze Ihrer Glaubensgemeinschaft aufdrängen. Eine sehr perfide Herangehensweise. Wie schon x-fach geschrieben, es geht um die Zivilehe und nicht um Ihre „heilige Ehe“ vor Gott. Österreich ist ein säkularer Staat und das mögen Sie bitte endlich akzeptieren lernen.

    @wisdomisinsidethebox: Auch Sie behaupten, dass Fr. Kuglers Argumente fundiert sind. Auch wenn Sie es negieren, diese wurden alle widerlegt, halten keiner sachlichen Betrachtung statt. Aber Sie können das gern weiter vorbeten. Richtiger wird’s dennoch nicht.

    Ihr Nickname ist definitiv falsch gewählt. :)

  37. Lilly 23 August, 2015 at 16:15

    Lieber Autor, vielleicht können Sie einmal beginnen die Argumente von Frau Kugler und ihren „Trollen“ zu widerlegen und erklären was der Staat von einer Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren hätte? Sachlich und fundiert argumentiert!

  38. thinkoutsideyourbox.net 23 August, 2015 at 16:50

    @Lilly: Ich empfehle Ihnen dringend, den Artikel nochmal zu lesen. Diesmal bitte sinnerfassend lesen. ;) Es wurden sämtliche „Argumente“ von Fr. Kugler sachlich fundiert widerlegt – im Gegensatz zu den ganzen Trollbeiträgen von GleichstellungsgegnerInnen.

  39. Alex 23 August, 2015 at 17:34

    Eure Homophobie geht mir ehrlich gesagt auf den Sack! Was hat das mit Intoleranz gegen Christen zu tun, wenn Homosexuelle heiraten dürfen? Fühlt ihr euch und eure Religion nur dann nicht diskriminiert, wenn ihr andere grundlos diskriminieren dürft?

  40. wisdomisinsidethebox 23 August, 2015 at 18:38

    @Author:
    Ich will sicher nicht behaupten, dass alle Weisheit „inside the box“ ist. Aber allemal genug um zu erkennen, dass Sie genau das machen, was Sie andern vorwerfen. Statt auf Argumente einzugehen, wiederholen Sie gebetsmühlenartig „alles widerlegt“ und liefern aber kein einziges Argument, geschweige denn einen Beweis. Wo sind die Beweise, die das alles widerlegen? Wo sind die wissenschaftlichen Studien, die Naturgesetze, die Experimente – was auch immer?

    Mir scheint es, als wollten Sie behaupten, die Schwerkraft wäre widerlegt und alles, was Sie als Beweis anführen, wäre die Aussage: Ist alles widerlegt…

    Ich habe versucht, sachlich und faktisch zu argumentieren, wenn Ihre Reaktion darauf eine reine und unbegründete „Ich habe aber recht“ Haltung ist, dann brauchen wir nicht mehr weiter zu machen. Wir sind ja nicht im Sandkasten und der, der zuletzt die höhere Zahl oder das letzte Wort sagt, ist Sieger. Wer sich nicht erklären kann, soll aber bitte auch keine Hetzschriften veröffentlichen.

  41. thinkoutsideyourbox.net 23 August, 2015 at 19:19

    @wisdomisinsidethebox

    Die Studien zum Kindeswohl wurden im Artikel verlinkt – in einem Gastbeitrag des klinischen Psychologen Dr. Lehenbauer-Baum, aber da das anscheinend für die Fraktion der GleichstellungsgegnerInnen zu viel velangt ist, bitte: http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=35610

    Weitere Studien und Erläuterungen von Fachpersonen:
    Soziologin Dr. Marina Rupp: http://www.zeit.de/gesellschaft/2013-06/homosexuelle-eltern
    American Psychological Association: http://www.apa.org/about/policy/parenting.aspx
    ACHESS – The Australian Study of Child Health in Same-Sex Families: http://newsroom.melbourne.edu/news/children-same-sex-attracted-parents-score-high-health-and-wellbeing
    NLLFS: https://www.nllfs.org/publications
    Williams Institute: http://williamsinstitute.law.ucla.edu/wp-content/uploads/Bos-Goldberg-VanGelderen-Gartell-Gender-Society-June-2012.pdf
    American Academy of Pediatrics (AAP): http://pediatrics.aappublications.org/content/early/2013/03/18/peds.2013-0376.full.pdf+html
    Studie wurde im Auftrag des Bundesjustizministeriums (BMJ) vom Bayrischen Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb): http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/Forschungsbericht_Die_Lebenssituation_von_Kindern_in_gleichgeschlechtlichen_Lebenspartnerschaften.pdf?__blob=publicationFile
    Civic Competence Of Dutch Children in Female Same-Sex Parent Families: A Comparison With Children of Opposite-Sex Parents
    (Dr. Henny Bos, Dr. Nanette Gartrell): http://yas.sagepub.com/content/early/2013/09/09/0044118X13502366.abstract

    Die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden, denn jede (!!!) wissenschaftliche anerkannte Studie kommt zu gleichlautenden Ergebnissen.

    Und jetzt hören Sie endlich auf, mir zu unterstellen, ich bringe keine Belege für die widerlegten Argumente.

    Es ist nämlich genau das, was Sie machen. Sie und ihre (beauftragte (???)) Armada von GleichstellungsgegnerInnen liefern keinen einzigen Beweis und Fluten stattdessen ständig mit gleichen Behauptungen das Blog, dass Fr. Kugler recht hat, dabei ist der Gegenbeweis schon lange dargelegt.

    Fluten und Spamen Sie aber ruhig weiter. Ihre Unterstellungen und Aussagen bleiben falsch. Da können Sie sie noch so oft wiederholen. Falsch bleibt falsch. Homophob bleibt homophob.

  42. Hella 24 August, 2015 at 00:24

    Ich habe gerade vier Wochen am Campingplatz verbracht, in der ersten Reihe, am Logenplatz des Menschseins. Frau Kugler, Sie haben so Recht!
    Familien, Mann und Frau , eigene Kinder die den Vater und die Mutter erleben;Sohnemann und Tochter, so herrlich verschieden… Großeltern die nachkommen um als Opa und Oma bei ihren Enkelkindern mitzumischen- that’s Life herrlich!
    Alles andere ist Konstrukt und Second Hand Beziehung. Beobachten sie selbst, Herr Author kommen sie endlich im Leben an!

  43. thinkoutsideyourbox.net 24 August, 2015 at 09:04

    @Hella: Ein Tipp: Kommen Sie in der Realität an und diese ist nicht schwarz-weiß, wie auch Sie es Fr. Kugler nachbeten. Regenbogenfamilien sind Realität und den Kindern geht es gut – aber Fakten sind für Sie nicht relevant, sie wiederholen die widerlegten Aussagen. Muss man akzeptieren, aber lassen Sie uns LGBTIQ gleichberechtigt lieben und leben, denn das geht sie nichts an.

    Und zu gleichen Rechten gehört eine vollständige Gleichstellung, denn das Eheverbot ist nicht zu rechtfertigen. Und das wissen Sie auch, also negieren Sie Tatsachen und „argumentieren“ mit nicht haltbaren Behauptungen.

    Damit sie ihre subjektive Wahrnehmung mal hinterfragen, empfehle ich Ihnen dringend, die oben verlinkten Studien durchzulesen.

    Übrigens: zu behaupten, die Regenbogenfamilien sind nur ein „Second Hand Product“ sind im Grunde eine grobe Beleidigung für alle Lesben und Schwulen, die Kindern eine tolle Familie bieten.

    Diese Aussage ist verhetzend, homophob, beleidigend, menschenverachtend und grob diskriminierend.

  44. jogun 24 August, 2015 at 09:28

    Lieber Autor, du schreibst: „Als Atheist gibt es für mich keinen Gott und dennoch wollen Sie Nichtgläubigen die Gesetze Ihrer Glaubensgemeinschaft aufdrängen.“ Weil es für DICH keinen Gott gibt, beantwortet aber noch lange nicht die Frage ob Gott (als Ursprungskraft) nicht existiert! Es gibt in der physischen Welt natürliche Gesetzmäßigkeiten (Gravitation) und wenn wir uns entsprechend diesen Gesetzmäßigkeiten verhalten, ist Wachstum und Entwicklung garantiert. Es gibt aber auch natürliche, geistige Gesetzmäßigkeiten die im menschlichen Zusammenleben wirksam sind, ob wir daran glauben oder nicht. Wenn also Gott REAL ist, dann ist er ein natürlicher Teil unseres Lebens und das hat mit den Aktivitäten einer Glaubensgemeinschaft wenig zu tun.
    Ich wünsche Dir also alle Gute in dem verzweifeltem Bemühen die Realität Gottes zu verneinen. Das kostet sicher viel (verschwendete) Energie!

  45. thinkoutsideyourbox.net 24 August, 2015 at 09:38

    @ jogun: Konstruieren Sie (und ihre anderen GleichstellungsgegnerInne) ruhig weiter, um mangels Argumenten weiter ihre Homophobie zu tarnen zu versuchen. Es ist der letzte verzweifelte Versuch die gleichen Rechte für alle zu verhindern.

    Sie werden auf der falschen Seite der Geschichte stehen und ihre Nachkommen werden in einigen Jahren nur mehr den Kopf schütteln, wie man Liebe verneinen und LGBTIQs das Recht auf eine Ehe absprechen konnte.

    PS: Wenn Gott real wäre, dann hat er eine ziemlich schlechte Welt geschaffen, wo (an Gott glaubende) Menschen andere Menschen hassen und sie diskriminierend wollen, nur weil sie sich in das gleiche Geschlecht verliebt haben.

    Eine ziemlich leere Argumentation.

  46. Hella 24 August, 2015 at 09:43

    Herr Author: bis jetzt gibt es zu wenig Kinder die in Homobeziehungen aufwachsen um zu behaupten, es würde ihnen durchwegs gut gehen. Die Kinder sind durchwegs noch klein. Schauen wir, wie es ihnen geht, wenn sie in die Pubertät kommen und erwachsen werden. Soweit sind wir in Europa noch nicht. Aus der USA gibt es genug Berichte, dass es den heranwachsenden Kindern früher oder später sehr durchwachsen geht, spätestens dann wenn sie nach ihren leiblichen Vätern und Müttern suchen begannen; Oder sie in Familien Vater und Mutter erlebten und wütend und traurig wurden, dass ihnen das vorenthalten wurde.
    Meine Behauptungen sind ERFAHRUNGEN von über 50 Jahren und die Links, die sie angeben sind auch nur interpretierte zusammengefasst also generalsierte Äußerungen. Die fallen durch bei der Prüfung, ob es wissenschaftliche Richtigkeiten sind.
    Aber gern: machen wir in 25 Jahren Studien, dann werden auch ihnen Schuppen von den Augen fallen, was wir angerichtet hätten, wenn wir LGTBI’S Kinder anvertrauen, die nur zum Teil von ihnen abstammen- oder gar nicht! Identitätskrisen pur würden wir heranzüchten! Dagegen bin ich und arbeite ich!

  47. thinkoutsideyourbox.net 24 August, 2015 at 09:49

    @Hella: Und wieder liegen Sie falsch, aber vermutlich wissen Sie das eh auch schon, aber behaupten es dennoch. Eine entsprechende Langzeitstudie läuft übrigens seit über 2 Jahrzehnten – nur mal so viel dazu.

    Ich bin es leid, ständig Ihre Behauptungen (Beweise liefern alle GegnerInnen ohnehin nicht) zu widerlegen, wenn Sie (und all anderen hier) ständig das gleiche wiederholen.

    Nochmal: JEDE Ihrer Behauptungen ist wissenschaftlich widerlegt. Mehr ist nicht mehr zu sagen. Akzeptieren Sie das und hören Sie endlich auf zu Trollen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

  48. M.C. 24 August, 2015 at 16:40

    „Ehe ist da um Kinder zu zeugen“ – seit wann muss man verheiratet sein um das zu tun?

    Gleiches gilt umgekehrt, nur weil 2 Menschen für einander beschließen rechtlich Verantwortung zu übernehmen – brauchen sie keine Kinder dazu!

    In Österreich (und überall anders) heiraten: Unfruchtbare, Frauen nach dem Wechsel, Zwei am Sterbebett … wo entstehen hiebei Kinder? Wo liegt hier der Sinn von Fortpflanzung?

    Über die Ehe kann jeder denken wie er oder sie will, nur gibt es keinerlei Argument warum zwei (!) Frauen oder zwei (!) Männer nicht heiraten sollen!

    Gerade die ÖVP als konservative Partei müsste dafür sein!

    Und abschließend: an der Angst an Wählerstimmenverlust kann es nicht liegen, denn es gibt mehr LGBTIs (samt deren Familien) als Bauern ;)

  49. Elfriede J. 24 August, 2015 at 20:47

    Gudrun Kugler: „Die Homoehe führt weiters bereits heute vielerorts zu Intoleranz gegen Christen und dem Versuch, mit staatlichen Repressalien die Kirchen zu zwingen, Homoehen selbst durchzuführen.“

    Eigentlich logisch, dass sich die ‚Vertreter_*Innen‘ der intoleranten und totalitär agierenden Homo-Lobby in einem ihrer nächsten Schritte die „ach so diskriminierenden“ Kirchen vorknöpfen werden. Sie machen vor nichts halt. Ist nur noch eine Frage der Zeit, wenn ihnen nichts entgegengesetzt wird…

    Im Übrigen finde – wie sicherlich viele andere auch – diesen Artikel sehr polemisch, unreflektiert und einseitig. Sehr schade, dass sich die Autoren der Diskussion nicht tiefgründiger stellen. Leider sehr typisch… :(

  50. Just me 24 August, 2015 at 22:00

    @thinkoutsideyourbox
    Danke für den fundierten und argumentativ starken Artikel. Lass dich nicht durch den Troll hier provozieren. Er_sie mag unter 50 Nicknames Kommentare schreiben aber das macht die Aussage, dass es irgendwelche stichhaltigen Argumente gegen die Adoption oder Eheöffnung gibt, natürlich keine Spur richtiger. Inhalt statt hohle Phrasen. Wir alle wissen, dass die Eheöffnung in absehbarer Zeit kommt. Freuen wir uns darauf und arbeiten wir fleißig durch Aufklärung und politische Kampagnen daran, dass es bald soweit ist. Diskussionen mit heterosexistischen Trollen bringen leider nichts, weil sie – wie bewiesen wurde – komplett renitent sind. Wer es nicht kapieren will, soll es halt lassen. Move on.
    https://www.parlament.gv.at/SEC/Zustimmen.shtml?inr=85&ityp=BI&gpCode=XXV

  51. Homo-Lobbyist 24 August, 2015 at 22:11

    @Elfriede J.

    „Eigentlich logisch, dass sich die ‚Vertreter_*Innen‘ der […] Homo-Lobby in einem ihrer nächsten Schritte die „ach so diskriminierenden“ Kirchen vorknöpfen werden.“

    Mit dem korrekten Gendern klappts leider noch nicht so (Gender-Blümchen ins Hausaufgabenheft für den Versuch), aber danke für die Anregung. Jetzt hast du mich echt auf eine Idee gebracht. Wieso bin ich nicht selbst darauf gekommen?!

  52. Hella 25 August, 2015 at 00:22

    Author: mich würde sehr interessieren, wie ihre Herkunftsfamilie war. ein guter Vater, eine gute Mutter?

  53. thinkoutsideyourbox.net 25 August, 2015 at 06:02

    Elfriede J: Ja, Sie haben es erraten. Die „böse Homo-Lobby“ plant einen Großkampf gegen die Kirche, weil sie alles Böse in dieser Welt ist. *TischKopf*

    Denken Sie überhaupt nach, bevor Sie diesen Humbug von sich geben? Ganz offensichtlich nicht.

    Für Sie auch nochmal, nachdem Sie den Artikel und Kommentare nicht zinnerfassend gelesen haben: Der Diskussion verschließen sich alle Befürworter der Diskriminierung, so auch Sie. Alle angeblichen Argumente bzw. besser gesagt Behauptungen wurden widerlegt – sachlich fundiert. Wenn Sie das negieren, ist das Ihre Angelegenheit.

    Aber beten Sie nicht die gleichen Behauptungen wie über 50 vor Ihnen nach. Sie bleiben falsch.

    Somit fallen auch Sie in die Kategorie Netztroll, gepaart mit Unwissen und der Verweigerung, sich mit Fakten zu befassen. Das ist eine gefährliche Kombination.

    @Hella: Was hat diese Frage mit der Thematik zu tun? Nichts..

    Das ist übrigens ein gutes Bsp für religiösen Hass und Fanatismus. Sind das die Werte, die all die GleichstellungsgegnerInnen hier propagieren?

    http://www.thenewcivilrightsmovement.com/uncucumbered/gay_man_writes_his_family_to_say_he_s_engaged_receives_hate_filled_reply

    Hoffentlich sind Sie stolz drauf, dass Sie alle der Grund sind, wieso es Diskriminierung, Vorurteile, Stereotype, etc gibt. Liebe ist Liebe. Ob Ihnen das nun gefällt oder nicht. Akzeptieren Sie es und propagieren Sie statt Hass Liebe.

  54. brandy 25 August, 2015 at 09:08

    Der hier vielfach (von den Gegner_innen) verwendete Ehe- und Familienbegriff fußt auf religiösen Werten, Einstellungen und Haltungen. Selbst vorgeschobene Sachfragen verbergen nicht, die religiöse Haltung, die dahintersteckt. Doch woher kommen diese Haltungen? Und, was ist Religion eigentlich?

    Der Glaube, dass alles von irgendeinem Wesen gesteuert wird? Das man dieses „Wesen“ beeinflussen kann indem man devot von Menschen vorgegebene Regeln beachtet und nach ihnen lebt? Indem wir ausschließlich Mann-Frau-Kind(er) Familien als einzig „richtig“ akzeptieren? Sind wir nicht fähig, eigene Entscheidungen zu treffen die sich nicht nach Religionen und nach von greisen Männern tradierten, althergebrachten Werten ausrichten? Na, da haben wir es ja weit gebracht…

    Wir leben im Jahr 2015. Bis heute haben wir Religionskriege. Glaube gegen Glaube. Bis heute sind zig Millionen Menschen getötet worden, weil sie entweder den „falschen“ Glauben hatten, oder den vorgegebenen Regeln nicht entsprachen (Hexenverbrennungen, Inquisition, usw., usw.).

    Und es nimmt kein Ende. Immer noch gehen Menschen aufeinander los, nur weil sie eine andere Art des Glaubens haben. Nur weil sie unwesentlich anderen Regeln folgen. Juden gegen Moslems. Christen gegen Juden. Moslems gegen Christen. Hindu gegen Sikhs. Alle gegen Alle. Bis keiner mehr übrig bleibt.

    Da stellt sich mir die Frage: Wenn sich alle gegenseitig umbringen, wer bleibt dann noch übrig, um zu glauben? Kann das der Plan eines allmächtigen, allwissenden und gütigen, verzeihenden Gottes sein – wie von einem meiner Vor-Kommentator_innen in´s Spiel gebracht???

    Wohl eher nicht.

    In der Bibel steht, dass wir alle nach seinem Ebenbild erschaffen worden sind. Wieso haben wir dann Schwächen wie Neid, Hass, Eifersucht, Gier, Eitelkeit? Sieht so unser Gott aus? Sieht so der Gott der hier Kommentierenden aus???

    Ich glaube, es geht eher um hinter Religion, bzw. hinter religiösen Motiven, Haltungen und Werten versteckten Rassismus!

    Ein Übel, dass es gibt, seit es Menschen gibt. Seit es Völker gibt. Man ist besser als der andere, weil man etwas „besseres“ glaubt, etwas „richtigeres“. Oder, man ist besser und vor allem richtiger, weil man eine Mann-Frau-Kind(er) Familie hat. Man ist besser, weil man den einzigen Weg zum Paradies hat. Man ist durch seinen Glauben einfach „lebenswerter“. Der Rest sind Schwuchteln und Leseben, Genderfanatiker oder die alles zerstörende Homolobby. Alle anderen sind Dreck. Abschaum. Eben Ungläubige, Heiden.

    Und die müssen aus dem Blickfeld des einzig wahren, eigenen Gottes entfernt werden…Zu seiner Ehre, natürlich. Und weil es „biologisch“ richtig ist. Und außerdem, so war es schon immer und es ist „natürlich“…

    Ich bin es langsam leid. Ich bin auf dem Papier, seit meiner Geburt, einer Religion zugehörig. Ohne das mich irgendwer gefragt hätte, ob ich das will. Nein, ich will keine Konfession.

    Religion ist von Menschen gemacht, um Menschen zu kontrollieren. Um sie gefügig zu machen. Um ihnen alles, sogar das Leben, abverlangen zu können.

    Religion ist gemacht für den Kopf, den Verstand.

    Wahrer Glaube – an was auch immer – kommt aus dem Herzen. Wäre Menschlichkeit auch – ebenso, wie das Bekenntnis dazu, dass alle (!) Menschen frei UND gleich an Rechten sind.

    Ich bin es langsam leid.
    Die Welt geht zugrunde im Namen diverser Religionen.
    Und es sieht nicht danach aus, dass sich daran etwas ändert.
    Im Gegenteil.

  55. brandy 25 August, 2015 at 09:25

    In Richtung Fr. Kugler und ihrer Anhänger_innen hier, sei gesagt, dass ÖVP-Parteichef Reinhold Mitterlehner in dem ORF Sommergesprächen am 24.10.2015 auf die Frage: „Liberaler als die katholische Kirche bin ich beim Thema…“ in der Wortarm-Rubrik antwortete:

    „…beim Thema gleichgeschlechtlicher Partnerschaften“.

    Es scheint wohl so, dass die Tage der fundamentalitischen und erzkonservativen Positionen in der ÖVP zu bröckeln beginnen. :-)

    Nachzusehen und zu Hören: http://tvthek.orf.at/program/Sommergespraeche-2015/10269561/Sommergespraech-mit-OeVP-Parteichef-Reinhold-Mitterlehner/10448199/Wordrap-in-der-Rubrik-Ausgesprochen/10448633

  56. axel schebach 25 August, 2015 at 14:04

    Der Artikel entkräftet kein einziges von Kuglers Argumenten. Durch den Kakao ziehen der Gegenposition überzeugt vielleicht Volksschulkinder. Für mich bestätigt dieser Artikel vielmehr die Validität von Frau Kuglers Position.

  57. thinkoutsideyourbox.net 25 August, 2015 at 15:18

    @Axel schebach: Dann haben Sie den Artikel nicht wirklich gelesen – oder wollen ihn nicht sinnerfassend lesen, denn wenn: jedes Argument wurde widerlegt. Aber beten auch Sie die falschen Behauptungen nach. Ihr gutes Recht, muss man akzeptieren.

  58. jogun 26 August, 2015 at 00:01

    Werter Author, Ich stehe lieber auf der „falschen“ Seite der Geschichte und habe Nachkommen, als auf der „richtigen“ Seite und kann keine haben. LGBTI Propagandisten wollen die natürlichen Gesetze des Lebens aushebeln und fordern die Adoption von Kindern wann es ihnen in den Kram passt. Ist das nicht etwas anmaßend? So funktioniert das Leben aber nicht!

  59. thinkoutsideyourbox.net 26 August, 2015 at 05:59

    @Jogun: Wenn so viel unnatürlich ist in der Welt, dann fordern Sie auch ein Verbot für Brillen, für Autos, Gehbehelfe, Operationen, Medikamente, Fortpfalnzungsmedizin für (heterosexuelle oder homosexuelle) Frauen, Kindererziehung von Alleinstehenden oder Unfruchtbaren, etc…

    Und: dann sollten die vielen heterosexuellen Personen endlich aufhören, Schwule und Lesben zu zeugen. :)

    Auch Sie haben wirklich nicht nachgedacht in ihrer Aussage, Behauptung und sprechen Lesben und Schwulen die Befähigung ab, Kinder zu erziehen. Auch für Sie gilt: befassen Sie sich mit den wissenschaftlichen Fakten.

  60. leertaste_ 26 August, 2015 at 10:32

    Lass dich von den Trollen nicht unterkriegen! Mit plausiblen Argumenten kommt man da sowieso nicht durch, wenn sogar Höchstgerichtsurteile (VfGH zu Adoption) nicht akzeptiert werden.

    Das Höchstgericht von Mexiko hat es bezüglich Ehe-Öffnung sehr treffend formuliert:

    „Da der Zweck der Eheschließung nicht die Fortpflanzung ist, gibt es keinen angemessenen Grund, dass eine Eheschließung heterosexuell sein muss und nur zwischen einem Mann und einer Frau erfolgen kann.“

    http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=36492

  61. [BLOCKED BY STBV] ÖVP-Wien Kandidatin: Sympathie für homophobe Fundamentalchristin | thinkoutsideyourbox.net 9 September, 2015 at 14:53

    […] Obwohl Kim Davis in den USA geltendes Recht bricht, Menschen diskriminiert, die Entscheidung des Höchstgerichts nicht umsetzt und somit zurecht ins Gefängnis musste, erhält sie Sympathie von der für die ÖVP in Wien kandidierenden Gudrun Kugler, die schon im August mit ihren kruden Aussagen zur Gleichstellung von LGBTIQs ihre Homophobie bewies (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

  62. [BLOCKED BY STBV] "Liberale" ÖVP Wien gegen LGBT-Toleranz-Kampagne an Schulen | thinkoutsideyourbox.net 10 Januar, 2016 at 12:58

    […] wird, dass soll die „ÖVP Wien“-Politikerin diese klar benennen. Das tut sie nicht, weil die Namen wohl aus religiös-fundamentalistischen Kreisen kommen könnten. Das würde dann wieder zur Fundamental-Katholikin Gudrun Kugler passen, die nun für die „ÖVP Wien“ im Gemeinderat sitzt und im Wahlkampf doch glatt behauptete, dass die Ehe-Öffnung für LGBTs zur Diskriminierung von Gläubigen führen würde (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

  63. [BLOCKED BY STBV] Ehe Gleich!-Initiative im Parlament: Wird ÖVP auf richtiger Seite der Geschichte stehen? | thinkoutsideyourbox.net 30 Juni, 2016 at 15:11

    […] Die Partei als ganzes dürfte dafür nicht bereit sein, zu groß scheint wohl der Einfluss der römisch-katholischen Kirche und anderen reaktionär-konservativen Kreisen, wie auch die Förderung einer fundamental-katholischen VertreterInnen vermuten lässt, wie beispielsweise von Gudrun Kugler in Wien, die mehrfach krude Theorien aufstellte, wie der Behauptung, dass gleiche Rechte für LGBTIQ zur Diskriminierung von ChristInnen führen würde (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

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