FPÖ-Hraball spricht von Perversion Homosexualität

Der FPÖ Gemeinderat Gerald Hraball aus Gloggnitz, NÖ postete einen Tag vor der Internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte rassistische und verhetzende Postings auf Facebook. Doch auch gegen LGBTs hat der Lokalpolitiker zuletzt gehetzt.

Wie Karl Öllinger (Die Grünen) auf seinem Facebook-Profil berichtet, schreibt der FPÖ-Politiker Gerald Hraball aus dem niederösterreichischen Gloggnitz vom „wertlosen Menschenmaterial“, wenn er über Mittelmeerflüchtliche postet.  So heißt es in einem mittlerweile gelöschten Eintrag, wie das „Mauthausen Komitee“ in einer Aussendung über den „Nazi Sager“ (Zitat Mauthausenkomitee Österreich) berichtet:

„Die Zwangsbevormundung durch die EU-Diktatur schreitet voran! Statt pragmatische und sinnvolle Lösungen (z.B. Rückverfrachtung nach Afrika) zu finden, plant sie Zwangsimport und – aufteilung, wohl wissend, dass dieses Menschenmaterial für Europa komplett wertlos und problembehaftet ist.“

Darüberhinaus postete er antisemtische Verschwörungstheorien. „Stoppt die Rechten“ hat die Umtriebe dokumentiert und hier lassen sich die verhetzenden Kommentare von Hraball noch nachvollziehen, nachdem der Lokalpolitiker sein Facebook-Profil aufgeräumt und zahlreiche Beiträge gelöscht hat.

Hraball hetzte auch gegen Lesben und Schwule

Bild: Screenshot Facebook/Gerald HraballDoch nicht nur  gegen Flüchtlinge hetzte der Politiker, auch gegen Homosexuelle hetzte der Politiker auf widerlichste Art und Weise. Ein Leser von thinkoutsideyourbox.net hat einen Screenshot der homophoben Hetze des Lokalpolitiker auf Facebook erstellt und somit diese dokumentiert.

Darin spricht er davon, dass die

Perversion Kuba erreicht„,

nachdem auf dem Inselstaat symbolische Hochzeiten von Lesben und Schwulen stattgefunden haben, da auch auf Kuba LGBTs im Eherecht diskriminiert werden und mit dieser Aktion darauf hingewiesen wurde. Weiter heißt es in dem Post:

„Die Glorifizierung von Abartigkeiten ist ein Zeichen von Dekadenz.“

Der Politiker muss umgehend von sämtlichen politischen Positionen zurücktreten. Wer diese Hetze gegen verschiedenste Gruppen von Menschen betreit, ist für eine Demokratie nicht länger tragbar.

Hraball ist leider nur der letzte Fall der vielen „Einzelfälle“ der Rechten von HC Straches FPÖ. Diese „Einzelfälle“ hat auch das Blog „Heimat ohne Hass“ protokolliert.

Diese Hetze von Rechtsaußen zeigt ein weiteres Mal, dass es einen besseren Schutz für LGBTs geben muss und LGBTs endlich völlig gleichgestellt werden müssen – inklusive Öffnung der Ehe.

Update 12.05.2015: Hraball aus FPÖ ausgetreten

Die FPÖ NÖ hat auf die rassistische Hetze reagiert und den Gemeinderat aus Gloggnitz aus der Partei ausgeschlossen bzw. legte Hraball seine FPÖ-Mitgliedschaft zurück, wir „ORF NÖ“ berichtet. Harald Walser von den Grünen hat zudem eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingebracht.

Ob Hraball das Gemeinderatsmandat in der Stadt Gloggnitz im südlichen Niederösterreich zurücklegt, ist bislang nicht bekannt. Tragbar ist er jedenfalls für die Stadt als Vertreter nicht.

Update 20:00 Uhr: Wie die „NÖN“ berichtet, hat der Politiker auch seinen Rücktritt als Gemeinderat in Gloggnitz angekündigt.

(Bild: Screenshot Facebook/Gerald Hraball)

2 Kommentare

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  1. [BLOCKED BY STBV] BZÖ-Wien: Regenbogenparade Ort der "sexuellen Desorientierung" | thinkoutsideyourbox.net 13 Juni, 2015 at 17:43

    […] Letzteres wird von der ÖVP blockiert, die sich erst kürzlich Verstärkung für ihr homophones Bollwerk holte (thinkoutsideyourbox.net berichtete) und ersteres von den Rechtspopulisten gelebt, wo sich erst kürzlich ein (mittlerweile zurückgetretener) Lokalpolitiker „auszeichnete“, in dem er von der „Perversion“ Homosexualität sprach (thinkoutsideyourbox.net berichtete). […]

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