Die rechtspopulistische FPÖ schickt lt. aktuellen Medienberichten Barbara Rosenkranz in das Rennen um die Hofburg. Sie tritt damit als einzige Gegenkandidatin der Großparteien gegen Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) an. Was von Barbara Rosenkranz Lesben und Schwule erwarten können? Nicht viel. Viel mehr vertritt die 10-fache Mutter erzkonservative, nationale Ansichten und wird damit der verlängerte Arm von HC Strache in der Hofburg sein. Mit ihr würde auch ein “First Husband” in die Hofburg einziehen, der eine zentrale Rolle der oberösterreichischen Rechtsextremen-Szene ist.
Barbara Rosenkranz zählt in der FPÖ zum rechtsnationalen, erzkonservativen und reaktionären Lager. Ihre Ansichten sind ewiggestrig und negieren die gesellschaftlichen Realitäten der Gegenwart. Die 10-fache Mutter sieht in der Gleichstellung von Lesben und Schwulen das Interesse des Gemeinwesens – die Familie – in Gefahr. Sie reiht sich damit in eine lange Liste gleichstellungsfeindlicher VertreterInnen in de FPÖ ein.
Rosenkranz: “Ungleiches ungleich behandeln”
Erst kürzlich meinte die FPÖ-Familiensprecherin, Anneliese Kitzmüller, dass die Einführung der Eingetragen Partnerschaft für Lesben und Schwule ein “gefährlicher Beschluss” sei. Ebenso verfasste die Homepage Unzensuriert.at (wo der von der FPÖ aufgestellte 3. Nationalratspräsident (Mit)Autor ist) einen Artikel, wo gegen Homosexuelle im Allgemeinen und das Pride House bei den Olympischen Spielen in Vancouver im Besonderen gewettert wurde.
Doch nicht nur Lesben und Schwule sind in den Augen der FPÖ eine Gefahr für die Gesellschaft. Auch HC Strache wetterte gegen das Kunstprojekt in der Wiener Secession. Seine Doppelmoral hat er dabei gänzlich ausgeblendet.
Rosenkranz: Abgang vom klassischen Familienbild ein Fehler
2004 meinte Barbara Rosenkranz (damals FPÖ Familiensprecherin), dass die Homo-Ehe ein falsches gesellschaftspolitisches Zeichen und ein Fehler sei. Darüberhinaus sprach sie Lesben und Schwulen indirekt die Fähigkeit ab, die Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen. So heißt es darin:
In erster Linie müsse an das Wohl des Kindes gedacht werden. “Kinder haben ein Grundrecht auf Mutter und Vater”, so Rosenkranz. “Das ist bei homosexuellen Ehen vom Prinzip her anders. In erster Linie wird da an die Bedürfnisse des Paares gedacht.”
Dass Barbara Rosenkranz irrt, sei nur in einem kurzen Satz erläutert: Das Kind benötigt Geborgenheit, Zuneigung und eine intaktve Familie – all das bieten Lesben und Schwule nicht schlechter als Familien im klassischen Sinn.
Welch geistes Kind Frau Rosenkranz ist, zeigt dieses YouTube-Video einer FPÖ-Pressekonferenz zum Thema “Gleichstellung von Lesben und Schwulen” aus dem Jahr 2007:
Aber auch andere große fragwürdige Dinge stehen hinter möglichen Präsidentin Barbara Rosenkranz in der Wiener Hofburg.
“First Husband” zentrale Figur der OÖ. rechtsextremen Szene
Mit einer Präsidentin Barbara Rosenkranz droht in der Hofburg als “First Husband” Horst J. Rosenkranz. Er ist seineszeichen eine zentrale Figur der rechtsextremen Szene in Oberösterreich. Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands beschreibt Horst J. Rosenkranz wie folgt:
Der ehemalige NDP-Aktivist und nunmehrige Vorsitzende der Kritischen Demokraten Horst Jakob Rosenkranz avancierte in den letzten Jahren zu einer der zentralen Figuren der rechtsextremen Szene und kooperiert mit einer Vielzahl einschlägig bekannter Gruppen und Einzelpersonen. Rosenkranz war gemeinsam mit den Neonazis Franz Radl und Gerd Honsik einer der Spitzenkandidaten der vom Verfassungsgerichtshof als neonazistisch qualifizierten Liste Nein zur Ausländerflut bei der Nationalratswahl 1990. In jüngster Zeit hat eine starke Annäherung an die FPÖ stattgefunden.
Was das bedeutet? Dann gehört den rechtsrechten, rechtsnationalen und teilweise rechtsextremistischen Kreisen nicht nur beim WKR-Ball die Hofburg, sondern auch während dem Jahr. Womit hat Österreich das verdient…
Bekanntgabe via Kronen Zeitung – wie SPÖ
Auf welchem Niveau die österreichische Politik sich mittlerweile befindet, wurde erst kürzlich durch die fragwürdige SPÖ-Volksbefragung in Wien neu bewiesen. Nun liefert die FPÖ den Beweis: Wie zahlreiche Onlinemedien berichten, wird die durchgesickerte Bekanntgabe von Barbara Rosenkranz als Präsidentschaftskandidatin der FPÖ, in der Sonntags-Ausgabe der Kronen Zeitung veröffentlicht. Hans Dichand mischt sich damit erneut massiv in die Innenpolitik ein. Es ist nichts ungewöhnliches, dass Medien zu politischen Themen Stellung beziehen (bzw. wie in den USA Wahlempfehlungen abgeben), jedoch die Art und Weise, wie Politik gemeinsam mit der Kronen Zeitung gemacht wird, ist widerlich. Jedoch eine vollständige Kapitulation vor dem Boulevard ist wohl beinahe weltweit einzigartig. Auch das ist die Leistung der SPÖ, die 2008 begann, Politik über Leserbriefe in Dichands Kronen Zeitung zu machen.
Bei diesem politischen (tiefen) Niveau ist eine mögliche rechtspopulistische FPÖ-Präsidentin in der Hofburg leider auch nicht mehr gänzlich unvorstellbar.
(Bild-/Videoquellen: YouTube)












