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		<title>ÖVP: Aus Tradition homophob und reaktionär</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 12:19:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jedes Jahr am 17. Mai wird weltweit der &#8220;Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie&#8221; begangen, um auf die Diskriminierung von LGBTI-Personen aufmerksam zu machen und öffentlich gegen Homophobie und Transphobie Stellung zu beziehen....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-866.png" alt="" width="200" height="150" />Jedes Jahr am 17. Mai wird weltweit der &#8220;Internationale Tag gegen Homophobie und Transphobie&#8221; begangen, um auf die Diskriminierung von LGBTI-Personen aufmerksam zu machen und öffentlich gegen Homophobie und Transphobie Stellung zu beziehen. Am Vorabend fand auf ATV, einer privaten Fernsehanstalt, bei der TV-Sendung &#8220;Am Punkt&#8221; eine Diskussionsrunde statt, wo die Frage diskutiert wurde, warum Lesben und Schwule nicht heiraten, keine Kinder adoptieren bzw. mithilfe künstlicher Befruchtung eine Familie gründen dürfen. Eingeladen waren unter anderem die österreichische Volkspartei, die selbst im 21. Jahrhundert die Realität verweigert. Getreu dem neuen Slogan der Partei &#8220;Tradition&#8221;, zeigte diese wieder ihr offen homohpobes, reaktionäres und realitätsfernes Weltbild.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-25423"></span>Im Oktober 2007 präsentierte Josef Pröll, damals Umweltminister, die Ergebnisse der ÖVP-Perspektivengruppe, um die ÖVP (mal wieder) fit für die Zukunft und für die kommende Nationalratswahl zu machen. Josef Pröll verkündete seinerzeit am 2. Oktober, 2007 dass die ÖVP die Diskriminierung von Schwulen und Lesben beenden und ein Rechtsinstitut für Lesben und Schwule nach Schweizer Vorbild einführen wolle. Wilhelm Molterer versprach die Umsetzung dies präsentierten Perspektivenpapiers.</p>
<p style="text-align: justify;">Allein, misslungen ist es auf der ganzen Linie. Wilhelm Molterer, damals Parteiobmann und Ex-Kanzler Wolfang Schüssel verstanden es zu gut, jedwede Erneuerung zu verhindern und Molterer, Schüssel, Platter und andere Ewiggestrige der ÖVP ruderten umgehend zurück und verkündeten, dass es keine Homo-Ehe am Standesamt geben werde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ÖVP: &#8220;Keine Diskriminierung, aber auch keine Gleichstellung&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Bundeswahlkampf 2008 erklärte der ÖVP-Spitzenkandidat Wilhelm Molterer in den ORF-Studiegesprächen mit den SpitzenkandidatInnen der Parteien das neue Kredo der ÖVP, das sich gänzlich widerspricht. So sagte Molterer im <a href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=u4kjc-NXcv4" target="_blank">ORF</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Keine Diskriminierung, aber auch keine Gleichstellung.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nachdem die ÖVP bei der Nationalratswahl ein schlechtes Ergebnis erreichte, wurde Molterer &#8220;abgesägt&#8221; und schließlich übernahm Josef Pröll das Ruder der ÖVP. Mit ihm gab es Hoffnung, dass die Blockierer der ÖVP zurücktreten und Platz für einen echten Neuanfang der ÖVP machen. Doch dem war nicht so. Hardliner der Partei wie beispielsweise Maria Fekter oder der nachwievor im Nationalrat sitzende Ex-Kanzler der schwarz-blau-orangen &#8220;Katastrophenregierung&#8221; Wolfang Schüssel verhinderten weiter &#8220;erfolgreich&#8221; eine gesellschaftspolitische Erneuerung der selbsternannten Familienpartei.</p>
<p style="text-align: justify;">Ende 2008 kam dann dennoch Bewegung in die Politik. Die SPÖ-ÖVP-Regierung mit SPÖ-Kanzler Werner Faymann arbeitete an einem Gesetz, um erstmals in der Geschichte Österreichs, Lesben und Schwule ein Rechtsinstitut zu ermöglichen, damit ihre PartnerInnenschaften rechtlich anerkannt wird. Während dieses politischen Prozesses kamen aus der ÖVP zahlreiche offen diskriminierende Wortmeldungen &#8211; und zwar nicht nur von &#8220;HinterbänklerInnen&#8221;, sondern aus der ersten Reihe.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>ÖVP wandelt blind durch die Gesellschaft</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ganz vorne dabei, war (und ist auch heute noch) die damals designierte Innenministerin (und heutige Finanzministerin) Maria Fekter. Im Ö1-Abendjournal machte sie umgehend deutlich, dass mit der ÖVP eine gesellschaftspolitische Erneuerung nicht zu machen sei &#8211; homophob und diskriminierend aus Tradition eben. So sagte sie:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>“Die Ehe solle nur Partnerschaften von Mann und Frau zugänglich sein. Sie respektiere aber die Lebensformen von homosexuellen Partnerschaften. Und die dürften keinesfalls Ehe heißen.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Es folgte <a href="http://orf.at/?href=http%3A%2F%2Forf.at%2Fticker%2F310780.html" target="_blank">Anfang Dezember</a> der ÖVP-Parteisekretär Fritz Kaltenegger, der sich ebenfalls deutlich gegen die Eintragung der “Eingetragenen Lebenspartnerschaft” am Standesamt aussprach, da diese der Ehe zwischen Mann und Frau vorbehalten bleiben müsse. Sollte diese aber dennoch am Standesamt kommen, dann auf jeden Fall ohne Zeremonie, denn:</p>
<p style="text-align: justify;"><em>“Ich glaube nicht, dass in Österreich die Zeit schon reif ist, eine Zeremonie am Standesamt abzuführen. (…) Sollte sich die Gesellschaft ändern, werden wir diese Haltung vielleicht überdenken.”</em></p>
<p style="text-align: justify;">Schon zu diesem Zeitpunkt wandelte die ÖVP blinden Fußes durch die Politik, denn bereits laut einer &#8220;OGM&#8221;-Umfrage im Jahr 2008, wie in der ORF-Sendung &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ii0xIt0nQRE" target="_blank">Report</a>&#8221; berichtet wurde, befürwortete eine Mehrheit der ÖsterreicherInnen die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen. Ganze 47 % sprachen sich für eine völlige rechtliche Gleichstellung und weitere 30 % für eine teilweise rechtliche Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Und auch bei der Frage, wo eine homosexuelle PartnerInnenschaft &#8220;registriert&#8221; werden solle, sprach sich eine relative Mehrheit für das Standesamt aus. Ebenfalls ergab die &#8220;OGM&#8221;-Umfragen, dass sogar die Mehrheit der ÖVP-WählerInnen den liberaleren Kurs der ÖVP, den Josef Pröll samt Zeremonie am Standesamt gehen wollte, zustimmten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Eingetragene Partnerschaft: ÖVP reklamiert Gemeinheiten in das Gesetz</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Als im Herbst 2009 schließlich ein erster Entwurf zur Einführung einer Eingetragenen Partnerschaft für Lesben und Schwule vorgelegt wurde, haben sich die Befürchtungen, dass sich die <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=7068" target="_blank">reaktionären Kreise </a>der ÖVP durchsetzen würden, bestätigt. Der Gesetzesentwurf strotzte nur so vor Ungleichstellungen, Diskriminierungen und ganz offensichtlich hineinreklamierten Gemeinheiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben symbolischen Gemeinheiten wie die Verweigerung des Standesamts (mit Ausnahme von Stataturstädten), gab es auch zahlreiche Diskriminierungen, die nicht nur die Realität negierten, sondern sogar zu einem Zwangsouting führen würden oder das Zerbrechen von (Regenbogen)familien als Folge haben könnten.</p>
<p><strong>2010: Österreich ist im vorigen Jahrhundert angekommen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit 1.1.2010 hat Österreich also den Schritt “geschafft” – vom Mittelalter ins vorige Jahrhundert. Das EPG ist leider ein Gesetz, das die gesellschaftlichen Realitäten in keinster Weise würdigt. Es ist ein Gesetz, dass insbesondere PartnerInnenschaften mit Kindern ignoriert und massive Rechtsunsicherheiten mit sich bringt. Das Gesetz ist aber auch ein Gesetz, dass alle homosexuellen PartnerInnen, die sich “verpartnert” haben, auf Behörden zwangsgeoutet werden, da die ÖVP diesen Paaren einen “Familiennamen” verweigert und Doppelnamen ohne Bindestrich zu schreiben waren.</p>
<p style="text-align: justify;">2010 war also das Jahr 1 im vorigen Jahrhundert. 2010 war das Jahr, wo Lesben und Schwulen bewusst werden musste, dass noch viel mehr öffentlicher Druck notwendig sein wird, um die längst zustehenden Rechte zu erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz der zahlreichen Bosheiten, die auf das Konto der ÖVP gehen, haben <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=15964" target="_blank">705 gleichgeschlechtliche Paare</a> im ersten Jahr seit der Einführung mit Jahresbeginn 2010 Ja zueinander gesagt und somit Verantwortung füreinander übernommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2011: Das Jahr der Klagen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem die ÖVP sich weiterhin jedweder sachlicher Auseinandersetzung entzieht, wurde von zahlreichen Personen der Gerichtsweg begangen &#8211; mit Erfolg. Die ÖVP hatte zunächst “erfolgreich” gleichgeschlechtlichen Paaren, die eine Eingetragene Partnerschaft eingehen und einen Doppelnamen führen möchten, den Bindestrich vorenthalten. Damit wären alle gleichgeschlechtlichen Paare zwangsgeoutet worden. Im November 2011 entschied schließlich der Verfassungsgerichtshof, dass diese Regelung eine &#8220;<em><a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=19777" target="_blank">unzulässige Diskrimierung</a></em>&#8221; sei:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>“Der Verfassungsgerichtshof hat nun entschieden, dass das Gesetz keineswegs so zu verstehen ist. Auch im Fall von eingetragenen Partnern ist der Doppelname unter Setzung eines Bindestriches zwischen den beiden Namen zu bilden und zu führen. Nur so ist das Gesetz zu lesen und von den Behörden anzuwenden (“verfassungskonform zuinterpretieren”). Andernfalls käme es nämlich zu einer unzulässigen Diskriminierung.”</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Weiters hat der VfGH ein Gesetzesprüfungsverfahren in Zusammenhang mit der Bindestrich-Frage eingeleitet. Im Unterschied zur Ehe könne ein Antrag auf Namensänderung nur bei der Begründung einer Eingetragenen Partnerschaft gestellt werden und danach offenbar nicht mehr. Die RichterInnen des Verfassungsgerichtshofes haben Zweifel daran, dass es für dafür einen sachlichen Grund gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Außerdem wird der VfGH im Jahr 2012 über eine weitere ÖVP-Bosheit, das <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=22516" target="_blank">Verbot der Schließung von Eingetragenen Partnerschaften für Lesben und Schwule</a> auf den Standesämtern, entscheiden. Aktuell sind nur wenige Standesämter für Lesben und Schwule zur Begründung einer Eingetragenen Partnerschaft möglich. Die ÖVP wollte damit verhindern, dass homosexuelle Paare und heterosexuelle Paare in Kontakt kommen könnten.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiters ist ein Verfahren  beim Verfassungsgerichtshof anhängig, das das <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=16275" target="_blank">Verbot der medizinisch unterstützten Fortpflanzung</a> betrifft. Der OGH hat die Aufhebung des Verbots wegen Verfassungswidrigkeit beantragt. Die ÖVP hat bei der Einführung des EPG ein Verbot in das Fortpflanzungsmedizingesetz hineinreklamiert, das es lesbischen (und alleinstehenden) Frauen unmöglich macht, ein Kind zu bekommen. Das Gesetz „verschließt“, so der OGH, „Frauen, die mit einer Frau in einer Partnerschaft leben, eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung und schließt sie damit von der Möglichkeit aus, Kinder zu haben und aufzuziehen“. Der OGH bezieht sich auf den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof (EGMR), der betont, dass das Recht „ein Kind zu bekommen und sich zur Erfüllung des Kinderwunsches die Errungenschaft der Fortpflanzungsmedizin zunutze zu machen“ von der Europäischen Menschenrechtskonvention (Art. 8) geschützt ist und dass der Wunsch nach einem Kind einen besonders wichtigen Aspekt der Existenz oder der Identität eines Menschen darstelle (S.H. gg. Österreich 2010).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2012: ÖVP verschließt sich weiter gesellschaftlicher Realität und allen wissenschaftlichen Studien</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der VfGH hat im Rahmen des anhängigen Verfahrens, die Bioethikkommisssion, ein im Bundeskanzleramt angesiedelten ExpertInnenrat, um eine Stellungnahme ersucht. Dieser hat eine Modernisierung des Fortpflanzungsmedizingesetzes empfohlen (Verbot der künstlichen Befruchtung für alleinstehende Frauen und lesbische Frauen, die in einer Eingetragenen Partnerschaft leben).</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Stellungnahme der Bioethikkommission brachte die reaktionären Kräfte der ÖVP erneut in Wallungen. ÖVP-Familiensprecherin Ridi Steibl und ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm erklärten in einer Reaktion, dass das bestehende Fortpflanzungsmedizingesetz völlig ausreichend ist. Darin heißt es – ganz im Sinne des reaktionären, ideologischen Weltbildes der ÖVP:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>“Eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung ist nur in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft von Personen verschiedenen Geschlechts zulässig.”</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die ÖVP negiert seit jeher Regenbogenfamilien. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass sie nachwievor keinen Anlass für eine Änderung <a href="http://diestandard.at/1334795667698/Reaktionen-OeVP-und-FPOe-gegen-kuenstliche-Befruchtung-fuer-Lesben" target="_blank">sieht</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>“Es geht uns vor allem um das Wohl der Kinder. Dieses ist im gegenständlichen Gesetz umfassend berücksichtigt.”</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>ATV Am Punkt: ÖVP &#8211; aus Tradition homophob und reaktionär</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In der ATV-Sendung &#8220;Am Punkt&#8221; wurde &#8211; <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=25283" target="_blank">aus Anlass des Bekenntnisses von Barack Obama zur Unterstützung der Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule</a> &#8211;  am 16. Mai darüber diskutiert, warum Lesben und Schwule weiterhin in Österreich nicht heiraten und Kinder adoptieren dürfen. Dabei geladen war unter anderem Lukas Mandl von der ÖVP.</p>
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<a href="http://atv.at/contentset/410627-Am%20Punkt/2435452/0" target="_blank">Am Punkt</a> auf <a href="http://www.atv.at" target="_blank">ATV.at</a></p>
<p style="text-align: justify;">Im Rahmen der Diskussion kam erneut zu Tage, dass mit der ÖVP &#8211; <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=16246" target="_blank">nachdem Josef Pröll zurück getreten ist und schon er an einer gesellschaftspolitischen Erneuerung der ÖVP gescheitert war</a> &#8211; kein moderner Staat zu machen ist. So <a href="http://www.ggg.at/index.php?id=266&amp;L=0&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=1472&amp;cHash=9c0144df8f" target="_blank">erklärte schon in der Vergangenheit</a> der Nachfolger von Josef Pröll als ÖVP-Bundesparteiobmann, Außenminister Michael Spindelegger, dass das Standesamt für Lesben und Schwule nicht geöffnet werden dürfe:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>Es ist ja so, dass am Standesamt zur schönen Jahreszeit besonders gerne geheiratet wird – das führt automatisch zum Kontakt zwischen heterosexuellen und homosexuellen Paaren. Ob das so gut ist, sei dahingestellt.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In der Diskussionsrunde bestätigte schließlich Lukas Mandl die realitätsferne Position der ÖVP und war voll auf die offen diskriminierende Haltung eingeschworen &#8211; nichts mehr von einer gesellschaftspolitischen Erneuerung, wie sie Josef Pröll 2007 präsentierte. Für ihn persönlich:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Volle Freiheit für die persönliche Lebensgestaltung und volle Verteidigung der Kinderrechte.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>ÖVP: Aus Tradition realitätsfern, homophob, diskriminirend und reaktionär</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Vor wenigen Tagen erklärte schließlich der ÖVP-Bundesparteiobmann in seiner &#8220;Rede zur Lage der Nation&#8221; seine Sichtweise der Dinge und startete den Versuch, die ÖVP aus dem Umfragetief zu bringen und ein neues Profil zu etablieren. Der neue Slogan der ÖVP lautet als &#8220;<em>Zukunft aus Tradition</em>&#8220;. Damit ist die Marschrichtung unter Spindelegger vorgegeben.</p>
<p style="text-align: justify;">Weiterhin die Negierung der gesellschaftlichen Realität. Weiterhin ein gesellschaftspolitisches Verharren im vorigen Jahrhundert. Weiterhin die Diskriminierung und Ungleichstellung einer ganzen Bevölkerungsgruppe einzig aufgrund der sexuellen Orientierung. Weiterhin die Verweigerung, Lesben und Schwule das Recht auf die Gründung einer Familie zu geben samt rechtlicher Absicherung. Weiterhin dafür verantwortlich zu sein, dass Kinder in Regenbogenfamilien tagtäglich in Rechtsunsicherheit leben und im Fall der Fälle aus ihrem geborgenen Umfeld gerissen zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade die Ablehnung und Verweigerung, diesen Kindern Geborgenheit und eine rechtlich abgesicherte Familie zu ermöglichen, ist somit nicht nur rein ideologisch begründet sondern letztlich sogar grob fahrlässig.</p>
<p><strong>Familie ist, wo Kinder sind.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die ÖVP bringt regelmäßig das Argument, dass Kinder in “Regenbogenfamilien” kein wohlbehütetes Zuhause erhalten können bzw. die Entwicklung aufgrund der Homosexualität des/der Elternteils/Eltern gefährdet sein könne. Dieses Argument wurde von verschiedensten Studien mehrfach widerlegt. Eine <a href="http://www.bmj.de/enid/dc79eec431d8ee08992c8e0e47c127f8,b5f6e9636f6e5f6964092d0936313035093a095f7472636964092d0931363039/Pressestelle/Pressemitteilungen_58.html" target="_blank">Studie</a> aus Deutschland kam zu folgenden 2 Grundaussagen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><em>Das Kindeswohl ist in Regenbogenfamilien genauso gewahrt wie in anderen Familienformen. Nach den Ergebnissen der Untersuchung sind “Regenbogeneltern” gleichermaßen gute Eltern wie andere an ihren Kindern interessierte Eltern. Persönlichkeitsentwicklung, schulische und berufliche Entwicklung der betroffenen Kinder verlaufen positiv. Sie entwickeln sich genauso gut wie Kinder aus heterosexuellen Beziehungen. Auch finden sich keine Anhaltspunkte für eine erhöhte Neigung zu Depressionen. Aus der Studie folgt: Für das Kindeswohl ist es nicht erforderlich, dass die Erziehung nach dem klassischen Rollen-Modell von verschiedenen Geschlechtern gleichermaßen übernommen wird. Maßgeblicher Einflussfaktor ist vielmehr eine gute Eltern-Kind-Beziehung unabhängig vom Geschlecht der Eltern.</em></li>
<li><em>Eine Mehrheit der Kinder verfügt über keine Diskriminierungserfahrungen wegen der sexuellen Orientierung im Elternhaus (63 % aus Sicht der Eltern, 53 % aus der Perspektive der Kinder). Soweit solche Erfahrungen vorliegen, handelt es sich überwiegend um Hänseleien und Beschimpfungen. Die Erlebnisse werden in der Regel von den Betroffenen gut verarbeitet, da sie vor allem durch die elterliche Zuwendung und Erziehung aufgefangen werden.</em></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Und auch eine <a href="http://www.ggg.at/index.php?id=68&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=3195&amp;cHash=dc637c5c768dd92af74eb31f3ee84147&amp;utm_source=twitterfeed&amp;utm_medium=twitter" target="_blank">Studie</a> der University of California hat ähnlich Ergebnisse wie die deutsche Studie geliefert und damit sämtliche Argumente gegen die völlige rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen entkräftet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alle Argumente der ÖVP sind längst widerlegt</strong></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Ehe-Öffnung gefährdet heterosexuelle Ehe: <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=18909" target="_blank">Widerlegt</a>.</li>
<li style="text-align: justify;">Gesellschaft für Homo-Ehen nicht bereit: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ii0xIt0nQRE" target="_blank">Widerlegt</a>, denn z.B. die österreichische Bevölkerung begrüßt bereits seit 2008 die Gleichstellung von Lesben und Schwulen mehrheitlich</li>
<li style="text-align: justify;">Kinder brauchen Vater und Mutter: Widerlegt, denn Familie ist, wo Kinder sind</li>
<li style="text-align: justify;">Kinder können nur in traditionellen Familien “gesund” groß werden: Widerlegt.</li>
</ul>
<div style="text-align: center;"><strong>ÖVP: Keine Zukunft aus Tradition.</strong></div>
<h6><span style="color: #888888;"><em>(Bild: Dieter Zirnig – CC-BY-2.0 – </em><em><a href="http://www.flickr.com/photos/sugarmeloncom/2798571535/"><span style="color: #888888;">Flickr</span></a>)</em></span></h6>
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</ul>
</div>
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		<title>Video: Albaniens erste &#8220;Gay Pide&#8221; in Tirana trotzt Rauchbomben</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 18:53:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In Albanien haben heute LGBT-AktivistInnen die erste Gay Pride des Landes durchgeführt. Dabei trotzten die AktivistInnen dem strömenden Regen und Rauchbomben von GegendemonstrantInnen. Damit durchbrachen sie erstmals die Angst. Mit diesem &#8220;Gay Rride&#8221;,...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-486.png" alt="" width="200" height="140" /><strong>In Albanien haben heute LGBT-AktivistInnen die erste Gay Pride des Landes durchgeführt. Dabei trotzten die AktivistInnen dem strömenden Regen und Rauchbomben von GegendemonstrantInnen. Damit durchbrachen sie erstmals die Angst. Mit diesem &#8220;Gay Rride&#8221;, nachdem der geplante Gay Pride am 17. Mai aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, setzten sie ein Zeichen gegen den homophoben Rülpser eines Regierungspolitikers und die Homophobie in Teilen der Bevölkerung.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-25414"></span>Als LGBT-AktivistInnen ankündigten, rund um den &#8220;Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie&#8221; in Tirana, der Hauptstadt von Albanien, die erste &#8220;Gay Pride&#8221; zu veranstalten, hetzte der stellvertretende stellvertretender Verteidigungsminister der Regierung und Vorsitzende der kleinen monarchistischen Partei gegen die geplante CSD-Parade und rief in einer Stellungnahme gar zur Gewalt gegen Lesben, Schwule und Transgender auf (<a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=23417" target="_blank">thinkoutsideyourbox.net berichtete</a>). So erklärte er:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>“Mein einziger Kommentar zu dieser Lesben- und Schwulenparade ist, dass sie mit Gummiknüppeln verprügelt werden sollten”.</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zwar besitzt Albanien seit 2010 ein Antidiskriminierungsgesetz, das ausdrücklich auch die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität verbietet, doch in großen Teilen der Gesellschaft  (und Politik) ist Homophobie immer noch alltätig. Immerhin stellte sich der albanische Premierminister Sali Berisha in einer Parlamentssitzung im März demonstratitiv hinter die OrganisatorInnen der geplanten “Tirana Gay Pride” und er rüffelte den Regierungspolitiker (<a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=23450" target="_blank">thinkoutsideyourbox.net berichtete)</a>. Für den Premierminister waren die Aussagen seines Regierungskollegen schlichtweg “inakzeptabel” und erklärte weiter:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>“Verschiedene sexuelle Orientierungen sind so alt die wie Antike selbst und sie existieren undabhängig von religiösen Überzeugungen.”</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>LGBT-AktivistInnen trotzen Rauchbomben homophober GewalttäterInnen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nachdem der geplante erste CSD am 17. Mai, dem &#8220;Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie&#8221; aus Sicherheitsgründen abgesagt werden musste, beschlossen die AktivistInnen von &#8220;Pro LGBT&#8221;, der &#8220;Allianz gegen Diskriminierung von LGBT&#8221; und &#8220;EcoVolis&#8221; einen &#8220;Gay Ride&#8221; durch die Hauptstadt Albaniens abzuhalten, um dennoch ihr Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie den besseren Schutz von LGBT und mehr Toleranz einzufordern.</p>
<p style="text-align: justify;">Während ihrer Fahrt auf Tiranas Boulevard Dëshmorët e Kombit wurden die LGBT-AktivistInnen von vermumten Gegendemonstranten bedroht und mit Rauchbomben beworfen, wie auch ein YouTube-Video zeigt:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/PojSw-ozP1k?rel=0" frameborder="0" width="419" height="243"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch sprachen die OrganisatorInnen von einem Erfolg, zumal der Gay Ride mit Ausnahme der Rauchbomben sonst ohne weitere größere Zwischenfälle durchgeführt werden konnte und alle TeilnehmerInnen unverletzt blieben. Xheni Karaj, eine der AktivistInnen, freute sich &#8211; wie <a href="http://diestandard.at/1336696890870/Albanien-Homosexuelle-durchbrechen-Kreislauf-der-Angst" target="_blank">dieStandard</a> berichtet &#8211;  über den beinahe Ablauf der Demonstration:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Wir fürchten uns nicht mehr, zu zeigen, wer wir sind und können wir selbst sein. Es ist Zeit, diesen Kreislauf der Angst zu durchbrechen, den wir in all den Jahren erleben mussten.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In den nächsten Tagen sind weitere Aktionen geplant, um den Druck auf die Politik zu erhöhen, damit Lesben, Schwule und Transgender-Personen auch in Albanien die ihnen verwehrten Rechte erhalten und nicht länger BürgerInnen zweiter Klasse sind.</p>
<h6><span style="color: #888888;"><em>(Bild: Screenshot YouTube-Video User <a href="http://www.youtube.com/watch?v=PojSw-ozP1k" target="_blank"><span style="color: #888888;">EcoBicycle</span></a>)</em></span></h6>
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</ul>
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		<title>ILGA-Europe veröffentlicht ersten Jahresbericht über Menschenrechtssituation von LGBTI-Menschen in Europa</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 18:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thinkoutsideyourbox.net</dc:creator>
				<category><![CDATA[LesBiSchwul]]></category>
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		<description><![CDATA[Heute hat ILGA-Europe seinen ersten Jahresbericht über die Menschenrechtssituation von LGBTI-Personen in Europa im Jahr 2011 veröffentlicht. Darüberhinaus wurde eine aktualisierte Version der Rainbow Map der Öffentlichkeit präsentiert, die den Stand der Menschenrechtssituation...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-485.png" alt="" width="200" height="140" />Heute hat ILGA-Europe seinen ersten Jahresbericht über die Menschenrechtssituation von LGBTI-Personen in Europa im Jahr 2011 veröffentlicht. Darüberhinaus wurde eine aktualisierte Version der Rainbow Map der Öffentlichkeit präsentiert, die den Stand der Menschenrechtssituation in den einzelnen Staaten in Europa übersichtlich darlegt. Die komplette Veröffentlichungen werden  bei einer Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tages gegen Homophobie und Transphobie in Gegenwart von Cecilia Malström, der EU-Kommissarin für Inneres, UN-VertreterInnen, Organisationen der Zivilgesellschaft und LGBTI-AktivistInnen aus Osteuropa vorgestellt.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-25403"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Aus rechtlicher Perspektive zeigt die Rainbow Map der &#8220;International Lesbian and Gay Association Europe&#8221;, dass kein europäischer Staat von sich behaupten kann, LGBTI-Personen volle rechtliche Gleichstellung zu gewähren und damit ist es ein Faktum, dass LGBTI-Personen weiterhin in vielen Bereichen BürgerInnen zweiter Klasse sind, da ihnen zahlreiche Rechte, die heterosexuelle BürgerInnen gewährt werden, verwehrt werden. Die fünf am höchsten bewerteten Länder (von insgesamt 30 erreichbaren Punkten) sind:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Großbritannien (21 Punkte)</li>
<li>Deutschland und Spanien (20 Punkte)</li>
<li>Schweden (18 Punkte)</li>
<li>Belgien (17 Punkte)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Österreich erreichte  nur 12 Punkte. Die Schweiz schnitt noch schlechter ab und erreichte in dieser Analyse gar nur 6,5 Punkte.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleich 10 Länder Europas sind im Minusbereich und erfüllen somit die Grundanforderungen der Menschenrechtsnormen nicht. Dazu zählen die Staaten</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Moldawien und Russland (-4,5 Punkte)</li>
<li>Armenien, Aserbaidschan, Mazedonien und die Ukraine (-4 Punkte)</li>
<li>Monaco, San Marino und die Türkei (-3 Punkte)</li>
<li>Liechtenstein und Weißrussland (-1 Punkt)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><a class="highslide img_3" href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-484.png" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-484.png" alt="" width="450" height="290" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rechtliche Gleichstellung von LGBTI-Personen in meisten Ländern mangelhaft</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Werden die <a href="http://www.ilga-europe.org/home/news/for_media/media_releases/ilga_europe_launches_its_very_first_annual_review_of_human_rights_situation_lgbti_in_europe_and_updated_rainbow_map" target="_blank">Ergebnisse</a> der Analyse von &#8220;ILGA Europe&#8221; betrachtet, so kommt mensch zu Resultat, dass im Durchschnitt das Ausmaß rechtlicher Gleichstellung in den meisten Ländern sehr niedrig und daher massiv verbesserungswürdig ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Jahresbericht ergänzt diese Information und bietet Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, welche zum Fortschritt der rechtlichen und sozialen Anerkennung der Rechte in der ganzen Region beitragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Positiv ist, dass 2011 auf internationaler und europäischer Ebene hinsichtlich der Anerkennung von Asylfällen aufgrund sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität sowie auf dem Gebiet des Schutzes vor Gewalt große Fortschritte erzielt wurden. Mehrere Staaten bemühten sich um Ausweitung der rechtlichen Anerkennung und Gleichberechtigung von Regenbogenfamilien; und es gibt einige Gesetzesvorschläge betreffs der Einführung humaner Gesetze, was die Änderung des rechtlichen Namens und Geschlechts von Transgender-Personen angeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Negativ ist, dass es in einigen Ländern entweder keinerlei Fortschritt oder, schlimmer noch, Schritte hin zur Annahme von Gesetzen, welche die &#8220;Propaganda von Homosexualität&#8221; unter Strafe stellen, gibt, wie beispielsweise in einigen Regionen in Russland, wie beispielsweise St. Petersburg (<a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=23044" target="_blank">thinkoutsideyourbox.net berichtete</a>), demnächst eventuell in Sibirien (<a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=25173" target="_blank">thinkoutsideyourbox.net berichtete</a>) oder eventuell bald in ganz Russland. (<a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=23558" target="_blank">thinkoutsideyourbox.net berichtete</a>). Auch in Moldawien führte eine Stadt nach russischem Vorbild ein homophobes Gesetz ein (<a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=22548" target="_blank">thinkoutsideyourbox.net berichtete</a>).</p>
<p style="text-align: justify;">Evelyne Paradis, geschäftsführende Direktorin von ILGA-Europe, sagte:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;ILGA-Europe freut sich, ein neues Werkzeug vorzustellen, welches einen umfassenden Menschenrechtsbericht über die Situation von LGBTI-Menschen in allen 49 europäischen Staaten bietet. Unsere Rainbow Map hat sich bezüglich der Rechtslage bereits als sehr nützliches und beliebtes Werkzeug erwiesen. Der Jahresbericht geht einen Schritt weiter und wirft einen Blick auf den gesellschaftlichen und politischen Kontext, der die Lebenserfahrung von LGBTI-Menschen beeinflusst. Formelle Gleichstellung ist nur ein Schritt hin zu vollständiger gesellschaftlicher Eingliederung. Und selbst hier sehen wir in Europa große Unterschiede und breite Lücken &#8211; kein Land kann sich der vollen rechtlichen Gleichstellung oder der vollen gesellschaftlichen Gleichbehandlung rühmen. Deshalb hoffen wir, unser Jahresbericht bietet eine gute Grundlage für den Austausch von besten Praktiken und fördert den Dialog zwischen den Ländern und der LGBTI-Zivilgesellschaft.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p><strong>Hintergrund zur Rainbow Map und zum Jahres</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Rainbow Map von ILGA-Europe spiegelt die nationale rechtliche Menschenrechtssituation von LGBTI-Menschen in einem einfachen Format. Sie stuft alle europäischen Länder gemäß ihrer Gesetzgebung und Verwaltungspraktiken ein, welche unmittelbare Auswirkungen auf die Menschenrechtssituation von LGBTI-Menschen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Weder repräsentiert dieses Projekt einzelne Länder noch stuft es sie nach gesellschaftlichen Haltungen ein. Zwar ist dies ein wichtiger Indikator, und viele öffentliche Meinungsumfragen werden in verschiedenen Ländern durchgeführt, aber es bleibt im Augenblick unmöglich, vergleichbare Daten in allen 49 Ländern Europas zusammenzutragen und glaubhafte Schlüsse zu ziehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Rainbow Map sortiert die Gesetze und Verwaltungspraktiken jedes europäischen Staats in 42 Kategorien und bewertet sie nach einer Skala von 30 (höchster Wert: Achtung von Menschenrechten und volle rechtliche Gleichstellung von LGBT-Menschen) und -12 (niedrigster Wert: grobe Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung von LGBT-Menschen).</p>
<p style="text-align: justify;"><a class="highslide img_4" href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-763.png" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignnone" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-763.png" alt="" width="450" height="290" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die 42 Kategorien decken ein breites Spektrum von Gesetzgebung und Verwaltungspraktiken ab, und zwar auf folgenden Gebieten:</p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Asyl (ausdrückliche Erwähnung von sexueller Orientierung als rechtmäßiger Asylgrund)</li>
<li style="text-align: justify;">Gleichstellung und Nichtdiskriminierung (ausdrückliche Erwähnung von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität und Intersexmenschen)</li>
<li style="text-align: justify;">vorurteilsmotivierte Äußerungen/Verbrechen (ausdrückliche Erwähnung von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität und Intersexmenschen in der mit Hassreden/Hassverbrechen befassten Gesetzgebung)</li>
<li style="text-align: justify;">Familie (verschiedene Formen der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, die Berechtigung, Kinder zu haben, und die Möglichkeit für Transmenschen, legal eine Person des anderen Geschlechts zu heiraten)</li>
<li style="text-align: justify;">Versammlungs-, Vereinigungs- und Redefreiheit (Verhinderung/keine Verhinderung der Staaten bezüglich der Inanspruchnahme dieser Freiheiten, neue Gesetze zum Verbot &#8220;homosexueller Propaganda&#8221;)</li>
<li style="text-align: justify;">rechtliche Anerkennung des Geschlechts (Vorhandensein von Prozeduren zur rechtlichen Anerkennung des Geschlechts und einige diskriminierende Voraussetzungen)</li>
</ul>
<p><strong>Link:</strong> <a href="http://www.ilga-europe.org/home/news/for_media/media_releases/ilga_europe_launches_its_very_first_annual_review_of_human_rights_situation_lgbti_in_europe_and_updated_rainbow_map" target="_blank">ILGA Europe Presseaussendung</a></p>
<h6><span style="color: #888888;"><em>(Text: dt. Übersetzung tw.Sandra-Isabell Trautner; Bild: ILGA Europe -CC-BY-NC-ND-3.0)</em></span></h6>
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		<title>thinkoutsideyourbox.net präsentiert den Kurzfilm HOMOPHOBIA</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 22:17:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thinkoutsideyourbox.net</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit knapp 600 Gästen feierte der neue Kurzfilm von Gregor Schmidinger, „Homophobia“, am 11. Mai seine Weltpremiere im Wiener Gartenbaukino. Das Team rund um den Jungregisseur präsentierte den Film im Rahmen einer Galapremiere. Durch...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a class="highslide img_6" href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-354.png" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignleft" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Project_Homophobia_online.png" alt="" width="200" height="190" /></a>Mit knapp 600 Gästen feierte der neue Kurzfilm von Gregor Schmidinger, „Homophobia“, am 11. Mai seine Weltpremiere im Wiener Gartenbaukino. Das Team rund um den Jungregisseur präsentierte den Film im Rahmen einer Galapremiere. Durch den Abend führten Christian Höglich von der HOSI Wien und Julian Wiehl, Co-Produzent von &#8220;Homophobia&#8221;. Unter den Anwesenden Gästen waren Sandra Frauenberger, Stadträtin für Integration und Frauenfragen, Markus Schleinzer, Regisseur, sowie die 3 Darsteller des Films, Michael Glantschnig, Josef Mohamed und Günther Sturmlechner.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-25341"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Sandra Frauenberger, Stadträtin für Integration und Frauenfragen, und Ehrengast der Premiere, richtete vor dem Film einpaar Worte an das Publikum. Sie dankte Gregor Schmidinger und dem Team für die „<em>ambitionierte und engagierte Arbeit</em>“ und machte drauf aufmerksam, dass Homophobie immer noch ein großes Problem in unserer Gesellschaft ist. Auch in Wien müsse noch viel getan werden, aber für sie stehe fest: „Homophobie hat keinen Platz in Wien“.</p>
<p style="text-align: justify;">Stadträtin Frauenberger ist es wichtig, das Thema „bullying“ auch an den Schulen zu präsentieren. Noch vor dem 17.Mai, dem internationalen Tag gegen Homophobie, will Sie den Film im Rahmen eines laufenden Bullying-Projektes an Schulen zeigen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>„Man kann viel Reden und Bewusstseinsarbeit schaffen, man kann gut mit Projekten abreiten im Bildungsbereich. Aber was bisher gefehlt hat, ist ein Bild dazu. Und ich denke, dass werden wir hier heute Abend zu sehen bekommen.“</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sie sollte recht behalten&#8230; Der Film erfüllte die hoch gesteckten Erwartungen und lässt am Schluss genügend Spielraum, um über die Handlung und das Thema Homophobie und Akzeptanz von lesBiSchwulen L(i)eben zu diskutieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gregor Schmidinger:  „Selbstakzeptanz führt zu Stärke“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Regisseur von &#8220;Homophobia&#8221;,Gregor Schmidinger stellte nach dem Film das Team kurz vor und erklärte die Motivation hinter dem Projekt. Ein zentrales Thema von &#8220;Homophobia&#8221; ist, dass „<em>Selbstakzeptanz zu Stärke führt</em>“. Das ist, so Schmidinger,</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>„der wichtigste Schritt, noch vor allem anderen. Ganz egal, ob es sich um das Outing oder etwas anderes handelt.“</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Für Michael Glantschnig, der die Figur des Michaels in Homophobia spielt, war dies auch einer der Hauptgründe, sich für  das Projekt zu bewerben.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>„Der Mensch strebt immer nach Akzeptanz von anderen – aber der erste Schritt, ist die Akzeptanz von sich selbst.“</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Gregor Schmidinger wies weiters darauf hin, dass Gesetze zwar Homophobie unter Strafe stellen können, aber dass ein Film</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>„die Menschen auf einer emotionalen Ebene an ein Thema heranholt und ihnen neue Perspektiven liefert, die sie so vielleicht noch nicht kannten. Ich hoffe, dass uns das mit Homophobia gelungen ist.“</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>thinkoutsideyourbox.net präsentiert den Kurzfilm &#8220;Homophobia&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach der Galapremiere von &#8220;Homophobia&#8221; am Freitag, den 11. Mai im Gartenbaukino in Wien, ist der Kurzfilm nun ab sofort online zu sehen. thinkoutsideyourbox.net ist erfreut, euch nach einem <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=22716" target="_blank">exklusiven Backstage-Report der Dreharbeiten (hier geht es zum Bericht</a>) den Film &#8220;Homophobia&#8221; in voller Länge präsentieren zu können:</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/41979122?byline=0&amp;color=ffffff" frameborder="0" width="460" height="259"></iframe></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Written, Directed and Edited by: </strong>Gregor Schmidinger<br />
<strong>Starring:</strong> Michael Glantschnig, Josef Mohamed, Günther Sturmlechner, Harald Bodingbauer<br />
<strong>Producer: </strong>Gregor Schmidinger, Julian Wiehl<br />
<strong>Director of Photography:</strong> Nino Leitner</p>
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		<title>Programm des Straßenfests “Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf” steht fest</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 17:57:41 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Am 2. Juni findet in der Otto-Bauer-Gasse das Straßenfest „Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“ statt. Heuer haben sich die Gewinnerin der ORF Casting Show „Die große Chance“ Christine Hödl sowie Conchita Wurst...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-762.png" alt="" width="200" height="130" />Am 2. Juni findet in der Otto-Bauer-Gasse das Straßenfest „Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf“ statt. Heuer haben sich die Gewinnerin der ORF Casting Show „Die große Chance“ Christine Hödl sowie Conchita Wurst angesagt. Der Event wird von amtsführenden Stadträtin Sandra Frauenberger und Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann eröffnet. Die Veranstaltung beginnt um 13 Uhr. Der Eintritt ist frei.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-25389"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Veranstaltung für Offenheit und Toleranz setzt ein starkes Signal gegen Homophobie. Außerdem informieren Initiativen für Lesben, Schwule, Bi- und Transgendersexuelle. Sie präsentieren auch ihr Tätigkeitsfeld. Darüber hinaus gibt es ein buntes Showprogramm. Dieses Jahr sind unter anderem Christine Hödl mit Band (Pop), Conchita Wurst (Pop), Moša Šišic &amp; THE GIPSY EXPRESS (Balkan-Pop) dabei. Dazu gibt es Stand up Comedy von Alexander Georg. Im Programm stehen weiters Lucy McEvil mit Band (Blues, Chanson), Chris Bertel (90er Pop) und Cedric Lee Bradley (Pop). Für das kulinarische Wohl ist gesorgt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Veranstaltung im öffentlichen Raum bietet den Besuchern einen niederschwelligen Zugang zur Information und Auseinandersetzung mit den Themen LSBT. Neben der Partystimmung soll das Fest zum Abbau von Grenzen und Vorurteilen beitragen. „Mariahilf ist als urbaner Innenbezirk mit ausgezeichneter Infrastruktur bekannt. Mit dem Fest zeigen wir, dass uns die Achtung von gelichgeschlechtlicher und alternativer Liebens- und Lebensformen wichtig ist“, meint Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Programm, 2. Juni 2012 </strong>(Stand Mai 2012 – vorbehaltlich Änderungen)</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li> Einstimmung und zwischen den Auftritten DJ Line: Teo Milo &#8211; BallCanCan</li>
<li>13:00 bis ca. 13:30 Uhr: Moša Šišic &amp; THE GIPSY EXPRESS (Balkan Music)</li>
<li>13:30 bis ca. 13:45 Uhr: Crissy (70er)</li>
<li>14:00 bis ca. 15:00 Uhr: Christine Hödl – (Pop)</li>
<li>15:00 bis ca. 15:30 Uhr: Festansprachen – Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann und Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal, Mag. Sandra Frauenberger</li>
<li>15:30 bis ca. 16:30: Lucy McEvil und Band (Blues, Chanson, Jazz)</li>
<li>16:30 bis ca. 17:00 Uhr: „ausg´steckt  is“ Eva Drabek und Wolfgang Rettig (Wiener Lieder)</li>
<li>17:00 bis ca. 18:00 Uhr: Cedric Lee Bradly ( Pop-Soul)</li>
<li>18:00 bis ca. 18:30 Uhr: Chris Bertl  (Pop- 90er)</li>
<li>18:30 bis ca. 19:00 Uhr: Conchita Wurst ( Pop-Soul)</li>
<li>ab 19:00 Uhr Ausklang: Teo Milo &#8211; BallCanCan (DJ Line)</li>
<li>zwischen den Auftritten: Alexander Georg &#8211; das Beste aus seinem Programm Schwul &#8211; aber nett – Kabarett</li>
<li>Moderation: Tamara Mascara</li>
<li>ab ca. 22:00 Uhr Official After Party: BallCanCan – Queer Balkan Clubbing</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Die Veranstaltung wird in Gebärdensprache simultanübersetzt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was: Straßenfest “Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf”</strong><br />
<strong>Wann:</strong> 2. Juni 2012, von 13:00 bis 19:00 Uhr<br />
<strong>Wo:</strong> Otto-Bauer-Gasse (Mariahilfer Str. bis Schmalzhofgasse), 1060 Wien<br />
<strong>Link:</strong> <a href="https://www.facebook.com/pages/andersrum-ist-nicht-verkehrt-in-Mariahilf/113999208684864" target="_blank">Facebook-Page</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was: Official After Party: BallCanCan – Queer Balkan Clubbing</strong> <strong><strong>@OstKlub</strong><br />
</strong><strong>Wann: </strong>2. Juni 2012, ab 22:00 Uhr<br />
<strong>Wo:</strong> wird noch bekannt gegeben<br />
<strong>Link:</strong> <a href="http://www.ballcancan.com/" target="_blank">BallCanCan.com</a></p>
<h6 style="text-align: justify;"><span style="color: #888888;"><em>(Bild: Straßenfest &#8220;Andersrum ist nicht verkehrt in Mariahilf&#8221;)</em></span></h6>
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</ul>
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		<title>Iran: Wieder Todesstrafen durch Erhängen gegen 4 Schwule ausgesprochen</title>
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		<pubDate>Sun, 13 May 2012 12:23:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thinkoutsideyourbox.net</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein iranisches Gericht hat erneut ein Urteil gesprochen, das fern jeglicher Rechtsstandards und wider den allgemein anerkannten und gültigen Menschenrechten ist. So sollen in Kürze vier Männer aus der Stadt Choram aus der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-1228.png" alt="" width="200" height="150" />Ein iranisches Gericht hat erneut ein Urteil gesprochen, das fern jeglicher Rechtsstandards und wider den allgemein anerkannten und gültigen Menschenrechten ist. So sollen in Kürze vier Männer aus der Stadt Choram aus der Provinz Kohgiluyeh und Boyer-Ahmed, gehängt werden, da die Männer einvernehmliche homosexuelle Handlungen durchgeführt hatten. Die Todesstrafe durch Erhängen wurde vor kurzem vom Gericht bestätigt.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-25353"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Im islamischen Gottesstaat werden gleichgeschlechtliche Handlungen und homosexuelle Akte mit drakonischen Strafen, die bis zur Todesstrafe reichen, bedacht. Vor zwei Jahren <a href="http://de.youtube.com/watch?v=4_3RUwAJ_MI" target="_blank">sagte</a> der iranische Präsident, Mahmoud Ahmadinejad, dass es im Iran keine homosexuelle Personen gäbe. Dafür erntete er ebenfalls weltweit heftige Proteste. Immer wieder dringen Berichte &#8211; trotz aller Represalien der religiösen Führer &#8211; aus dem Iran an die Öffentlichkeit, die von der Exekution von Menschen berichtet. Sei es aufgrund homosexueller Handlungen oder der öffentlichen Steinigung von Frauen, denen Ehebruch vorgeworfen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Erst Anfang 2012 erklärte der Leiter der Menschenrechtskommission in der iranischen Judikative Mohammad-Jawad Larijani, dass Homosexualität eine Krankheit sei (<a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=20674" target="_blank">thinkoutsideyourbox.net berichtete</a>). Larijani warf dem Westen vor, dem Gottesstaat eine neue Sichtweise zu Homosexualität und der gleichgeschlechtlichen Ehe aufdrängen zu wollen. Bis vor 20 Jahren sprach der Westen von der Krankheit Homosexualität. Am 17. Mai 1990 wurde von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) Homosexualtät aus dem Katalog psychischer Krankheiten gestrichen. Seither gilt dieser Tag als “Internationaler Tag gegen Homophobie (IDAHO). So fragt <a href="http://diestandard.at/1325485825761/Iranischer-Menschenrechtskommissar-nennt-Homosexualitaet-Krankheit" target="_blank">er</a>:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>“Wieso sollen wir eine Krankheit als neues Lebensmodell anerkennen, statt unsere Kriterien bezüglich Homosexualität beizubehalten und dementsprechend zu handeln?”</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Larijani kritisierte die westliche Staatengemeinschaft nun dafür, dass nun, wo der Westen Homosexualität nicht mehr als Krankheit bezeichnet, dem Iran diese “Ansicht” aufdrängen zu wollen. Für Larijani ist jedoch Homosexualität eine Krankheit und für einen Sittenverfall verantwortlich:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>“Der Westen sagt, dass die Ehe von Homosexuellen laut Menschenrechtscharte frei und erlaubt sein soll, aber wir sehen darin Sittenlosigkeit und sexuelle Krankheit.”</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Todesstrafe durch Erhängen für 4 homosexuelle Männer</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nun droht erneut vier homosexuellen Männern im Iran die Todesstrafe durch Erhängung. Ihr Vergehen: Einvernehmliche, gleichgeschlechtliche Handlungen. Laut Berichten von  <a href="http://www.hra-news.org/1389-01-28-00-30-11/12226-1.html" target="_blank">HRANA</a> ( Human Rights Activist News Agency) und <a href="http://translate.googleusercontent.com/translate_c?hl=en&amp;ie=UTF8&amp;prev=_t&amp;rurl=translate.google.com&amp;sl=en&amp;tl=de&amp;twu=1&amp;u=http://en.news.joopea.com/2012/05/12/-Four-Men-are-waiting-for-Execution-for-Having-Gay-Sex-in-Iran/&amp;usg=ALkJrhhvBrKJb8kiSjEgf_3fCgVpIf38rw" target="_blank">JOOPEA</a> sollen die vier Männer nach islamischen Recht, der Scharia, und dem Straftatbestand der Sodomie gehängt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein iranischer LGBT-Aktivist erklärte, wie <a href="http://www.pinknews.co.uk/2012/05/12/four-iranian-men-due-to-be-hanged-for-sodomy/" target="_blank">pinknews.co.uk</a> berichtet, dass in den vergangenen fünf Monanten mindestens weitere vier weitere Männer aufgrund homosexueller Handlungen erhängt wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">Der in London lebende Menschenrechtsanwalt Mehri Jafari erklärte zu den jüngst bekann gewordenen Verurteilungen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Ich bin entsetzt und traurig die Nachrichten über diese vier Männer zu hören, nicht nur im Hinblick auf die Exekution, die in Kürze stattfinden wird, sondern auch über die Tatsache, dass wir keinen Einfluss haben.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Mehri hoffe dennoch, dass internationale Organisationen möglichst rasch und effektiv handeln, um womöglich in diesem Fall doch noch helfen und das Leben der vier Männer retten zu können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://orqoa.at/index.html" target="_blank">ORQOA</a>: &#8220;Schockierende Realität&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die in Österreich beheimatete Organisation &#8220;Oriental Queer Organization (ORQOA)&#8221; zeigte sich ebenfalls schockiert über die jüngsten Meldungen aus dem Iran. So erklärte Gorji Marzban:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#8220;Die jüngsten Todesurteile für die vier iranischen Männer sind schockierende Realität und zeigen die Diskrepanz zwischen westlichen und islamischen Wahrnehmunge von queeren Leben. Die Rhetorik der Ankündigung macht die Verbindung zwischen gleichgeschlechtlichen sexuellen Aktivitäten oder Sodomie mit körperlicher Züchtigung sehr deutlich. Im vergangenen Monat wurde ein junger Mann gehängt und die lokalen Nachrichten und iranischen Behörden blieben bewusst unklar, was der Grund für die Todesstrafe war. Im Fall dieser vier Männer gibt es einen klaren Text, der Sodomie als Grund für das Erhängen anführt.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Menschenrechtlicherin Ahadi: Politischer Islam will Angst in der Bevölkerung auslösen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">2009 war die iranische Menschenrechtlerin Mina Ahadi einer Einladung des Schwulenreferates an die Trierer Universität gefolgt, um über die Situation homosexueller Männer und Frauen im Iran und im Islam zu berichten. Sie führte aus, wie <a href="http://hpd.de/node/6260" target="_blank">HPD</a> berichtet, dass im iranischen Strafgesetz für Muslime und Nichtmuslime der praktizierende Homosexuelle streng bestraft wird. Auf Homosexualität steht dabei die Todesstrafe. Auf welche Art der verurteilte Schwule getötet werden solle, obliegt dabei dem Ermessen des Richters.</p>
<p style="text-align: justify;">Ahadi sieht ein großen Problem auch darin, dass das iranische Strafgesetz teilweise zahmer ausfällt, als es in der Realität angewendet wird. Per Gesetz müssten 4 unbeteiligte &#8220;rechtsschaffende Männer&#8221; (Artikel 117) die homosexuellen Handlungen bezeugen. In der Realität jedoch werden häufig Menschen jedoch als homosexuell &#8220;diffamiert&#8221;, um einzig und allein einen Hinrichtungsgrund zu finden.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Hauptproblem und ein Hauptgrund für die Verfolgung und Hinrichtung von Homosexuellen ist in den Augen von Ahadi der politische Islam mit dem Versuch, in der Bevölkerung Angst zu schüren, um über die Bevöklerung herrschen zu können. Und so werden homosexuelle Menschen oder ehebrechende Frauen, die in der Gesellschaft eine schwache Position innehaben und kaum Rückhalt besitzen, instrumentalisiert, um über alle anderen mittels der Angst herrschen zu können.</p>
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		<title>Termine Regenbogenführungen an der Universität Wien</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 14:49:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mann - Frau - schwul - lesbisch - queer? Führungen zur Geschichte der Homosexualität an der Universität Wien.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><img class="alignleft" src="http://event.univie.ac.at/typo3temp/pics/e01e78ff0b.jpg" alt="" width="200" height="140" />Pünktlich zum Start der &#8220;<a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?s=Vienna+Pride+2012" target="_blank">Vienna Pride</a>&#8221; – heuer unter dem Motto &#8220;born this way&#8221; – wird am Dienstag, 12. Juni 2012, wieder die Regenbogenfahne am Hauptgebäude der Universität Wien gehisst. In den folgenden Tagen sowie am Tag der Regenbogenparade, die am 16. Juni am Rathausplatz startet, einmal um den gesamten Ring &#8211; und dabei auch am Hauptgebäude &#8211; vorüber zieht, lädt die Universität Wien wieder zu den Regenbogenführungen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-25326"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Der akademische Diskurs über Homosexualität an der Wiener Universität begann im 19. Jahrhundert, wobei in der Forschung lange Zeit nur männliche Homosexualität Thema der Auseinandersetzung war. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Frauen zum Studium an der Universität Wien zugelassen, doch änderte sich am Diskurs über Homosexualität bis in die 1980er Jahre wenig: Eine Theorie zur männlichen Homosexualität wurde gerne durch Analogisierung auch auf die weibliche Homosexualität angewandt. Wird mit queerer Theorie ein neuer akademischer Weg beschritten? Historisch waren Jus, Medizin, die aus ihr hervorgegangene Sexualwissenschaft, und Psychologie die zentralen Felder der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Homosexualität. Heute sind es vor allem die Kulturwissenschaften, in denen sich queere Forschungsansätze durchzusetzen beginnen.</p>
<p style="text-align: justify;">In diesem Spannungsfeld bewegt sich der Rundgang durch das Gebäude der Universität Wien, der gemeinsam mit dieser von <a title="Opens external link in new window" href="http://www.qwien.at/" target="_blank">QWIEN &#8211; Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte</a> entwickelt wurde. Wie bereits in den vergangenen drei Jahren wird auch heuer wieder der Historiker und geprüfte Fremdenführer Andreas Brunner den Rundgang führen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Folgende Termine stehen zur Auswahl &#8211; heuer gibt es erstmalig auch einen Rundgang in englischer Sprache:</span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Mittwoch, 13. Juni 2012 um 15.:00 Uhr</li>
<li><span style="text-align: justify;">Donnerstag, 14. Juni 2012 um 11:00 Uhr</span></li>
<li><span style="text-align: justify;">Freitag, 15. Juni 2012 um 16:30 Uhr (englisch) </span></li>
<li><span style="text-align: justify;">Samstag, 16. Juni 2012 um 11:00 Uhr</span></li>
</ul>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Dauer:</span> ca 60 Minuten</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Treffpunkt:</span> Beim Portier in der Aula, Haupteingang (Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien)</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="text-decoration: underline;">Preise:</span></p>
<ul>
<li style="text-align: justify;">Führungsbeitrag 5,- Euro</li>
<li style="text-align: justify;">Führungsbeitrag ermäßigt 3,- Euro (für Studierende, SchülerInne, Zivil- und Grundwehrdiener, SeniorInnen)</li>
<li style="text-align: justify;">Führungsbeitrag für Universitäts-Mitarbeiter: kostenlos</li>
</ul>
<p><strong><a href="http://event.univie.ac.at/fuehrungen/regenbogenfuehrungen" target="_blank">Weitere Informationen und Anmeldungen</a></strong></p>
<h6><span style="color: #888888;"><em>(Text/Bild: © Universität Wien)</em></span></h6>
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		<item>
		<title>Homophobie bekämpfen – auch weiterhin permanente Herausforderung</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 17:22:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thinkoutsideyourbox.net</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a class="highslide img_8" href="http://www.hosiwien.at/img/pk_homophobia.jpg" onclick="return hs.expand(this)"><img class="alignleft" src="http://www.thinkoutsideyourbox.net/wp-content/uploads/Bild-482.png" alt="" width="200" height="140" /></a>Die Einführung der Eingetragenen Partnerschaft (EP) für gleichgeschlechtliche Paare vor zwei Jahren war ein Meilenstein in Österreich, mit dem die fast völlige rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen erreicht worden ist. Das gesellschaftliche Bewusstsein ist leider noch nicht immer und überall auf der Höhe dieses rechtlichen Fortschritts.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-25319"></span>Homophobie, sei es etwa in Form von Diskriminierung im Alltag oder von Mobbing („Bullying“) in der Schule, erschwert Lesben und Schwulen nach wie vor ihr alltägliches Leben, ja hindert sie mitunter sogar daran, die neuen rechtlichen Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen. Darauf haben heute Vormittag auf einer Pressekonferenz in Wien VertreterInnen der wichtigsten Lesben- und Schwuleninitiativen Österreichs hingewiesen. Und zwar anlässlich des internationalen Tags gegen Homophobie, der seit einigen Jahren am 17. Mai begangen wird, und der heute Abend im Wiener Gartenbaukino stattfindenden Galapremiere des Kurzfilms <em>Homophobia</em> von Gregor Schmidinger.</p>
<p style="text-align: justify;">Dieser Film ist ebenso wie die konkrete Aufklärungsarbeit und das breitgefächerte Informations- und Beratungsangebot der Homosexuellen-Initiativen ein wichtiges Projekt, mit dem Vorurteile und Homophobie abgebaut werden können. Gerade die Coming-out- bzw. Jugendgruppen der HOSIs bzw. der RosaLila PantherInnen (RLP) in Graz sind wichtige Anlaufstellen für jugendliche Lesben und Schwule, die gerade im Prozess des Coming-out stehen, erklärte etwa Dario Huck von der HOSI Salzburg für deren Jugendgruppe <em>Kunterbunt</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Gernot Wartner, Vereinssprecher der HOSI Linz, betonte, dass diskriminierende bzw. homophobe Haltungen, wie sie etwa jüngst wieder die ÖVP bei der Anpassung der oberösterreichischen Landesgesetze an das EP-Gesetz an den Tag gelegt hat, sich durchaus direkt in negativen Aussagen durch SchülerInnen wiederfinden, wenn diese bei Informationsveranstaltungen an Schulen sich etwa gegen die Adoption durch homosexuelle Paare aussprechen. Über Aufklärungsworkshops an Schulen berichtete auch RLP-Vorsitzende Martina Weixler, die generell den speziellen Schwerpunkt der Jugendarbeit der RLP mit ihren unterschiedlichen Projekten und Angeboten in der Steiermark hervorhob. Besonders erfolgreich sei dabei das Schulbesuchsprogramm „Liebeist“, das vor sieben Jahren entstand und bei dem ausnahmlos unmittelbar positives Feedback in den besuchten Schulklassen auf die Informationsarbeit erzielt werde.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies bestätigte auch Kathleen Schröder für das Schulbesuchsprojekt<em>peerconnexion</em> der HOSI Wien. Sie unterstrich die Bedeutung von „authentischer“ Information und Aufklärung durch Peers, also Gleichaltrige, an Schulen. Gerade in letzter Zeit sei die Nachfrage nach den Workshops und Schulbesuchen der<em> peerconnexion</em> explodiert, im ersten Quartal 2012 habe man bereits genauso viele SchülerInnen damit erreicht wie im gesamten Jahr 2011. Auch Lehrkräfte fragten vermehrt spezifische Informationsveranstaltungen nach.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Politische und finanzielle Unterstützung seitens der Politik gefordert</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gerade um diese vermehrte Nachfrage in Zukunft befriedigen zu können, sei es notwendig, die Arbeit der verschiedenen Schulbesuchsprojekte auch finanziell besser auszustatten, denn bisher stützen sich diese hauptsächlich auf das ehrenamtliche Engagement der MitarbeiterInnen. Außerdem, so HOSI-Wien-Obmann Christian Högl, sei es notwendig, die Thematisierung von Homosexualität in die Lehrpläne der Schulen einzubauen, damit die Behandlung des Themas systematisch und flächendeckend erfolgen könne.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mit Empathie gegen die eigene Angst</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gregor Schmidinger erläuterte seinen Ansatz, den er mit dem Kurzfilmprojekt Homophobia verfolgt: Er wolle die Menschen auf der Gefühlsebene abholen und mit dem Mittel der sogenannten „ästhetischen Emotion“ ihre möglicherweise negativen Perspektiven verändern, dabei aber nicht moralisieren, sondern Gedanken anstoßen und positive Einstellungsänderungen damit erreichen. Homophobie sei ja in erster Linie eine Abwehrhaltung, eine Angst vor etwas Unbekanntem. Gerade das Medium Film erlaube es den ZuseherInnen, sich mit den Charakteren positiv zu identifizieren und Empathie für die „Betroffenen“ und ihre Situation zu entwickeln.</p>
<p><strong>Link:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?s=project+homophobia" target="_blank">thinkoutsideyourbox.net-Beiträge zum Kurzfilm &#8220;Homophobia&#8221;</a></li>
</ul>
<h6><span style="color: #888888;"><em>(Bild/Text: <a href="http://www.hosiwien.at/homophobie-bekaempfen-auch-weiterhin-permanente-herausforderung/" target="_blank"><span style="color: #888888;">PA HOSI Wien</span></a>)</em></span></h6>
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