178 Eingetragene Partnerschaften im 1. Halbjahr 2012

Die „Statistik Austria“ hat heute die Anzahl der im ersten Halbjahr 2012 geschlossenen Eingetragenen Partnerschaften veröffentlicht. Insgesamt haben in den ersten sechs Monaten 178 gleichgeschlechtliche Paare eine Eingetragene Partnerschaft bei den zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden geschlossen. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres bedeutet dies einen Rückgang von 11,9 %. Wie bereits in der Vergangenheit wurden auch in 1. Halbjahr 2012 mit Abstand die meisten Eingetragenen Partnerschaften in Wien begründet.

Waren es in den ersten sechs Monaten seit Einführung des Rechtsinstitutes der Eingetragene Partnerschaft für Lesben und Schwule per 1. Jänner 2010 noch 429 gleichgeschlechtliche Paare, die eine Eingetragene Partnerschaft eingingen (thinkoutsideyourbox.net berichtete), waren es in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 202 lesbische und schwule Paare (thinkoutsideyourbox.net berichtete). Im Jahr 2012 gibt es im gleichen Zeitraum einen weiteren leichten Rückgang auf 178 PartnerInnenschaftsbegründungen.

Mehrheitlich Männer-Paare

Wie auch schon den vergangenen veröffentlichten Daten der „Statistik Austria“ zeigt sich ein ähnliches Bild auch im ersten Halbjahr 2012. Auch in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres wurde die Mehrheit der Eingetragenen Partnerschaften von Männer-Paaren begründet.

So wurden von den 178 begründeten Eingetragenen Partnerschaften 61,9 % von Männern eingegangen. Damit setzt sich fort, was seit Einführung der Eingetragenen Partnerschaft festgestellt wurde. Im Vergleichszeitraum des Jahres 2011 waren es 59,4 % und 2010 67,4 %.

Wie die vorläufigen Ergebnisse der „Statistik Austria“ weiters zeigen, wurden nur in den Bundesländern Kärnten (60,0 %, 3 von 5), Tirol (53,8 %, 7 von 13) und Niederösterreich (53,6 %, 15 von 28) mehr Eingetragene Partnerschaften von Frauen eingegangen. In Salzburg war das Verhältnis exakt 50 zu 50.

Wien weiterhin mit Abstand führend

Nachdem die Bundeshauptstadt ein umfangreiches Verpartnerungspaket für Lesben und Schwule anbietet und alle Möglichkeiten des Gesetzes zur Eingetragenen Partnerschaft ausnützt, wie beispielsweise die Öffnung der Standesämter oder das Anbieten von Traumhochzeitslocations, ist es wenig verwunderlich, dass Wien – wie auch schon in der Vergangenheit – für eine Großzahl der „Verpartnerungen“ verantwortlich zeichnet.

So wurden in der Bundeshauptstadt knapp die Hälfte (47,8 %) aller Eingetragenen Partnerschaften begründet. In absoluten Zahlen waren es 85. Dies bedeutet dennoch einen Rückgang um 22 %.

Nach Wien folgt Niederösterreich mit 28 (15,7 %, +/- 0 %) und Oberösterreich mit 20 (11,2 %, +/- 0 %) Begründungen von Eingetragenen Partnerschaften.

Insgesamt hatten bei 63,5 % der Eingetragenen Partnerschaften beide PartnerInnen die österreichische StaatsbürgerInnenschaft. Bei 30,9 % nur eine/r der beiden. In 5,6 & der Partnerschaftsbegründungen hatte keine/r der PartnerInnen die österreichische StaatsbürgerInnenschaft.

(Bild: anthony kelly – CC-BY-2.0 – Flickr)
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